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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; schreiben</title>
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		<title>Die alte deutsche Rechtschreibung &#8211; ist die noch richtig?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 20:51:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Da vor einiger Zeit eine Kommentatorin zu meinem Rechts [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da vor einiger Zeit eine Kommentatorin zu meinem <a href="/2010/05/rechtschreibung-online-ein-paar-anmerkungen/">Rechtschreibungs-Artikel</a> anmerkte, &#8220;da&#223;&#8221; sei doch mittlerweile falsch, und implizierte, ich solle vor meiner eigenen T&#252;r kehren und die neue Rechtschreibung verwenden, stellte sich mir die Frage: Wie kann ich &#252;ber Rechtschreibung schreiben, wenn ich selbst in diesem Blog konsequent eine Schreibweise (n&#228;mlich die alte deutsche Rechtschreibung) verwende, die nach Meinung vieler falsch ist?<br />
Ich oute mich als Freundin der alten Rechtschreibung. Wenn ich die Vorgabe habe, die neue Schreibung zu verwenden, halte ich mich selbstverst&#228;ndlich daran, doch <em>wenn ich die Wahl habe</em>, verwende ich die alte Schreibweise. Ist das f&#252;r jemanden, der den Anspruch hat, professionell mit Texten zu arbeiten, nicht kontraproduktiv? Ich meine: nicht notwendigerweise, solange ich eben auch bereit bin, bei Bedarf neue Schreibweisen zu verwenden und mich an eventuell vorhandene Hausregeln zu halten.<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reform_der_deutschen_Rechtschreibung_von_1996#Rechtliche_Verbindlichkeit_der_reformierten_Rechtschreibregeln">Bindend</a> ist die neue deutsche Rechtschreibung ohnehin nur in Schulen und f&#252;r amtliche Stellen, und viele namhafte Zeitungen und Zeitschriften verwenden mittlerweile sogenannte Hausorthographien.<br />
Die meisten meiner Germanistik-Professoren bevorzugten die alte Rechtschreibung. <span id="more-357"></span>Sie stellten ihren Studenten jedoch frei, welches Regelwerk sie verwenden &#8211; mit der Bitte, sich klar f&#252;r eines zu entscheiden und dieses konsequent und vollst&#228;ndig anzuwenden. Nur ein Musikwissenschaftsprofessor war eisern: Die alte deutsche Schreibweise sei die einzige, die man denkenden Wesen zumuten k&#246;nne, schrieb er in einer Leitlinie f&#252;r eine renommierte musikwissenschaftliche Fachzeitschrift. So oder so: Mit der Anmerkung &#8220;Diese Arbeit folgt den Regelungen der alten deutschen Rechtschreibung&#8221; in der Einleitung war das Thema an der Universit&#228;t immer abgehakt.<br />
Was die &#246;ffentliche Akzeptanz betrifft: Die Mehrheit der deutschen Bev&#246;lkerung lehnt die Reform ab, und auch <a href="http://www.sprachforschung.org/index.php">von fachlicher Seite</a> mangelt es nicht an Kritik. &#8220;Richtig&#8221; oder &#8220;falsch&#8221; kann man, wie <a href="http://svenscholz.de">Sven</a> mich auf facebook wissen lie&#223;, nur innerhalb eines Regelsystems bestimmen. Streng genommen ist die Richtigkeit oder Falschheit alter Schreibweisen also eine Glaubensfrage, sofern man nicht in der Eigenschaft als Beamtin oder Lehrer schreibt.</p>
<p>Meine prim&#228;ren Motive f&#252;r meinen Rechtschreibartikel haben mit alter oder neuer Rechtschreibung wenig zu tun. Sie hei&#223;en Lesbarkeit und Verst&#228;ndlichkeit. Um das vielstrapazierte &#8220;das vs. dass/da&#223;&#8221; abermals zu bem&#252;hen: Wird ein Nebensatz mit &#8220;das&#8221; angefangen, erwarte ich einen Relativsatz; wenn sich erst aus dem Inhalt ergibt, da&#223; es sich eigentlich um einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adverbialsatz">Adverbialsatz</a> handeln mu&#223;, erregt das ein Gef&#252;hl von Unwillen bei mir, denn ich mu&#223; den Nebensatz neu bewerten, um den Sinn des gesamten Satzes zu erfassen.<br />
Ich beobachte sogar an mir, da&#223; der Korrekturmodus, den ich ja im Studium st&#228;ndig aktiv halten mu&#223;te (weil ich selbst sehr viel schrieb), derart das Lesegeschehen &#252;bernehmen kann, da&#223; ich mich auf den Sinn nicht mehr konzentrieren kann und entnervt Strg-W dr&#252;cke. Dadurch entgeht mir vielleicht der eine oder andere inhaltlich interessante Text, so manchen Forenbeitrag habe ich dadurch eben nicht gelesen. Ob alte oder neue Rechtschreibung, ist dabei unwichtig.<br />
Es gibt ein Ma&#223; an orthographischer Fahrl&#228;ssigkeit oder &#8220;eigenwilliger Schreibung&#8221;, das die Lesbarkeit von Texten beeintr&#228;chtigt. </p>
<p>Ich teile in der Tendenz den Standpunkt meiner Professoren: Alte oder neue Rechtschreibung &#8211; das ist weniger wichtig, als &#252;berhaupt Sorgfalt f&#252;r das Thema aufzubringen, Schreibweisen zu w&#228;hlen, die (wenn das nicht Teil eines k&#252;nstlerischen Konzepts ist) sich im Ganzen an g&#228;ngigen Rechtschreibkonventionen orientieren und diese konsistent anzuwenden.</p>


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		<title>Adieu Sauklaue: 6 Tips f&#252;r eine lesbare Handschrift</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 17:34:56 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Grundschule ha&#223;te ich Sch&#246;nschreiben, die gesamte Schulzeit &#252;ber hatte ich eine zwar lesbare, aber nicht sonderlich sch&#246;ne Handschrift. Mit dem Studium besserte sich das etwas, aber es gibt Mitschriften, die ich heute kaum noch entziffern kann.<br />
Heute gibt es Menschen, die kaum mehr von Hand schreiben. Gebraucht man sie nicht, degeneriert die Handschrift ebenso, wie wenn man immer nur hektisch schreibt, doch es gibt Situationen, wie etwa die Examensklausur, wo man nicht umhin kommt, von Hand zu schreiben und (strafversch&#228;rfend) andere es dann noch lesen m&#252;ssen.<span id="more-210"></span></p>
<p>Eine unleserliche Handschrift ist nichts, was man einfach so ertragen mu&#223;. Auch wenn nicht jede/r seine Einkaufslisten so schreibt, da&#223; ein Kalligraph seine Freude daran h&#228;tte, gibt es ein paar simple Tricks, die die Handschrift lesbar erhalten:</p>
<ul>
<li>Es einfach tun: Auch Handschrift ist &#220;bungs- und Trainingssache.</li>
<li>an einer Tafel schreiben: Seit ich meine Einkaufsliste auf einer kleinen Tafel f&#252;hre, die in meiner K&#252;che h&#228;ngt, hat sich meine Handschrift verbessert, weil es mit Kreide einfacher ist, in langen Linien mit wenig Absetzen zu schreiben, als jeden Buchstaben neu anzusetzen.</li>
<li>Schreiben wie ein Erstkl&#228;ssler: Es hilft, wenn man dann und wann zwischendrin, vielleicht nur ein paar Zeilen, versucht, so zu schreiben, wie einem Schreibschrift in der Grundschule einmal beigebracht worden ist. Dadurch pr&#228;gt sich einem die konventionelle Gestalt von Buchstaben wieder ein. Meiner Schrift hat es in &#228;hnlicher Weise gutgetan, S&#252;tterlin schreiben zu lernen und meine To Do-Liste einige Tage in S&#252;tterlin zu f&#252;hren.</li>
<li>Das richtige Werkzeug finden: Deine Handschrift ist mit Kugelschreiber eine Katastrophe? Dann probiere andere Schreibwerkzeuge: Tintenroller, Fineliner, Gelschreiber, F&#252;ller. Mir pers&#246;nlich kommt der F&#252;ller am meisten entgegen, weil er sehr wenig Druck ben&#246;tigt.</li>
<li>Das richtige Papier: Das f&#228;ngt schon bei der Oberfl&#228;che an. Saugendes Recyclingpapier mit ultraglatter Oberfl&#228;che ist nichts f&#252;r F&#252;llerbenutzer, und auf den R&#252;ckseiten ausrangierter Uniskripten schreibt es sich bisweilen nur wenig komfortabler als auf Sandpapier. Mit der Lineatur geht es weiter: Ob einem liniertes, kariertes oder Blankopapier am ehesten entgegenkommt, findet man am besten im Selbstversuch heraus.</li>
<li>Im eigenen Tempo schreiben: Hektisches Schreiben macht die beste Hand zur Sauklaue. Manchmal kommt man nicht um hektisches Mitschreiben herum, generell tut es der Handschrift aber gut, wenn man immer wieder mit Mu&#223;e oder einfach nur in seinem eigenen Tempo schreibt. Vielleicht schreibt der eine von Natur aus schnell, der anderen liegt ein gelasseneres Tempo. Mir ging es in der Grundschule so, da&#223; ich nur entweder schnell oder sch&#246;n schreiben konnte &#8211; heute kann ich mir nicht immer, aber doch in vielen Situationen aussuchen, wie schnell ich schreibe.</li>
</ul>


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		<title>Konzentration aufs Wesentliche: Plain-Text-Editoren</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 06:40:10 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Schreiben, einfach nur schreiben, ohne sich &#252;ber Formatierungen Gedanken zu machen, sondern indem man sich erst einmal ganz auf den Sinn und den Wortlaut konzentriert: daf&#252;r reicht manchmal der Vollbildmodus von Word. Wer es gerne noch minimalistischer hat, der tut sich mit einem reinen Texteditor etwas Gutes. Zwar bringen alle Betriebssysteme einen solchen mit, die gewohnte Kontrolleiste mit all den Icons, die einen an das erinnern, was sonst noch gerade auf dem Computer vor sich geht, und die Men&#252;leiste am oberen Rand bleiben einem erhalten &#8211; und locken mit Ablenkung. Dagegen helfen drei kleine Programme:<span id="more-105"></span> <a href="http://hogbaysoftware.com/projects/writeroom">WriteRoom </a>(f&#252;r den Mac), <a href="http://they.misled.us/dark-room">DarkRoom</a> (f&#252;r Windows) und <a href="http://www.pyroom.org/">PyRoom</a> (f&#252;r Linux). Diese drei Texteditoren arbeiten im Vollbildmodus, bedient werden sie &#252;ber Tastenk&#252;rzel &#8211; die Auswahl ist, wie ich aus eigener Erfahrung mit DarkRoom sagen kann, so minimal, da&#223; man sie sich leicht merkt (Strg+N f&#252;r ein neues Dokument, Strg+S zum Speichern, Alt+F4 zum Beenden).</p>
<p>Wenn ich die Aufgabe habe, &#8220;mal eben schnell&#8221; einen Text mit guten Formulierungen zu entwerfen, greife ich (auf dem Windowsrechner im B&#252;ro) inzwischen am liebsten zu DarkRoom.</p>
<p>Auf diese Anwendungen bin ich abermals nicht allein gesto&#223;en, sondern &#252;ber das <a href="http://emblog.midgardr.net">emblog</a> (den genauen Artikel finde ich leider nicht mehr) und &#252;ber diesen Artikel auf imgriff.com: <a href="http://imgriff.com/2007/08/15/nur-du-und-dein-text/">Nur du und dein Text</a>.</p>


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		<title>Handwerkszeug I: Das Notizbuch</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 21:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit zehn Jahren begleitet mich t&#228;glich ein Notizbuch. [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zehn Jahren begleitet mich t&#228;glich ein Notizbuch. Urspr&#252;nglich habe ich diese Idee aus einem Ratgeber f&#252;r Kreatives Schreiben, der empfahl, immer ein &#8220;Sudelbuch&#8221; bei sich zu haben. In diesem Notizbuch halte ich alles fest, was mir einf&#228;llt, ob das nun eine Idee f&#252;r einen Artikel hier, eine Antwort auf eine private e-mail, eine Idee f&#252;r eine Geschichte, ein Internetprojekt oder sonst irgendetwas ist. (F&#252;r To-Do-Listen verwende ich nach wie vor allerdings eher Karteikarten und digitale Tools.) Das Notizbuch ist ein Ort f&#252;r Brainstorm, Freewriting, schnelles Festhalten von Geistesblitzen, ein Ort zum (Aus)Spinnen von Ideen. Von der Stichwortliste &#252;ber Flie&#223;text, Diagramme, Zeichnungen bis zur Mindmap ist fast jede Form von Notizen vertreten.<span id="more-85"></span></p>
<p>Mein Notizbuch, als sozusagen ausgelagerter Teil meiner kreativen Prozesse, enth&#228;lt auch das eine oder andere L&#228;cherliche, Peinliche, vollkommen ins Unreine gedachte oder aus irgendeinem anderen Grund &#228;u&#223;erst Intime, darum zeige ich es nicht einmal meiner besten Freundin. Erst dieses Tabu gibt mir die Freiheit, vollkommen frei vor mich hin schreibend Dinge darin zu entwickeln und erst nach dem Niederschreiben kritisch zu bewerten. Diese Art des Notierens ist eine Gewohnheit, die man sich erst aneignen mu&#223;: in den ersten Wochen mag es einem seltsam vorkommen, in der S-Bahn das Notizbuch auszupacken und eine Gedichtstrophe oder eine Idee f&#252;r den ersten Satz der Hausarbeit zu notieren. F&#252;r mich ist das mittlerweile vollkommen normal.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es im digitalen Zeitalter auch etliche digitale L&#246;sungen, und ich pers&#246;nlich benutze durchaus beides parallel &#8211; sitze ich gerade am Computer, fange ich Ideen z.B. mit <a href="http://www.evernote.com">Evernote </a>oder auch mit einfachen Textanwendungen (unter Windows z.b. das Notepad oder Kate unter Linux) ein. Habe ich jedoch ein wirklich kniffliges intellektuelles Problem zu l&#246;sen oder auch nur einen diffizilen Text zu entwerfen, greife ich oft doch zu Papier und F&#252;ller; in meiner Studienzeit habe ich Exzerpte grunds&#228;tzlich handschriftlich angefertigt, da es mir vor dem Computer nicht so leicht fiel, den Text in ganzer Tiefe zu durchdringen.</p>
<p><strong>Besser analog oder digital?</strong><br />
Mit welcher L&#246;sung man besser f&#228;hrt, ist umstritten. Leo Babauta etwa schw&#246;rt <a href="http://zenhabits.net/2007/04/ztd-habit-1-collect/">zum Festhalten von Ideen</a> aus praktischen Gr&#252;nden auf Papier:</p>
<blockquote><p><strong>I recommend analogue (paper) over digital for this habit</strong>, but if your PDA or smartphone works for you, go for it. The reason I think analogue works better is that it’s much faster — for digital, you not only have to pull it out, but you have to turn it on, go to the right program, click on an entry, and then enter through your entry system. With analogue, you just pull out the notebook and pen and write. Either way works, but I think that the simpler and easier the tools, the more likely you are to use them. Do what works for you, though. <sup class='footnote'><a href='#fn-85-1' id='fnref-85-1'>1</a></sup></p></blockquote>
<p>F&#252;r mich pers&#246;nlich ist Papier da &#252;berlegen, wo Freiheit und Intuition wichtig sind. Die freie, intuitive Gestaltung, die Papier und Stift erm&#246;glichen, wirkt anregend auf meinen kreativen Flu&#223;. Man vergleiche einmal Mindmapping mit Mindmapping-Software und Mindmaps, die mit Papier und Stift entstanden sind. Zus&#228;tzlich bleibe ich vor dem Computer (aus welchen Gr&#252;nden auch immer) eher in eingefahrenen Denkmustern stecken als vor einem Blatt Papier oder meinem Notizbuch.</p>
<p>Joe Falconer listet in einem sehr ausf&#252;hrlichen <a href="http://www.lifehack.org/articles/productivity/the-art-of-note-taking-in-the-digital-age.html]">Artikel auf lifehack.org</a> pro und contra beider M&#246;glichkeiten auf und &#252;berl&#228;&#223;t am Ende dem Leser die Wahl:</p>
<blockquote><p>Note taking is one of those things where the best course of action is totally dependent on what you need to do. Do you need to sketch ideas for your graphic design job? Go paper. Do you need to keep track of shopping lists, things you’ve got to do tomorrow and ideas for articles? Go digital. Need the benefits of both? Then go with both. <sup class='footnote'><a href='#fn-85-2' id='fnref-85-2'>2</a></sup></p></blockquote>
<p>Letztlich ist es eine Sache des Geschmacks und der technischen Ausstattung, ob man sich lieber auf digitale oder analoge Notizen verl&#228;&#223;t. F&#252;r mich pers&#246;nlich erg&#228;nzen sich digitale und analoge Notizen ganz hervorragend &#8211; jedes hat seinen Platz.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-85-1'>Leo Babauta, http://zenhabits.net/2007/04/ztd-habit-1-collect/ <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-85-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-85-2'>Joe Falconer, http://www.lifehack.org/articles/productivity/the-art-of-note-taking-in-the-digital-age.html <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-85-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Mehr als Korrekturlesen: Vier Schritte zur Endredaktion eines Textes</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/mehr-als-korrekturlesen-vier-schritte-zur-endredaktion-eines-textes/</link>
		<comments>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/mehr-als-korrekturlesen-vier-schritte-zur-endredaktion-eines-textes/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 10:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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		<category><![CDATA[handwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaftliches Arbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer anf&#228;ngt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stel [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer anf&#228;ngt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich den Produktionsproze&#223; oft reichlich simpel vor: Hinsetzen, Literatur beschaffen, Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, drucken, abgeben. Unter &#8220;Korrekturlesen&#8221; wird oft nur die Verbesserung von Rechtschreibung und Grammatik, vielleicht auch noch von Formulierungen verstanden.</p>
<p>Der produktive Proze&#223; ist jedoch wesentlich differenzierter und individueller. Ich gehe in diesem Artikel nur auf den letzten Teil, den &#220;berarbeitungs- bzw. Redaktionsproze&#223;, ein; die anderen Phasen sind mir jeweils einen eigenen Artikel wert.</p>
<p>Der &#220;berarbeitungsproze&#223; beginnt, wenn ich den alles Inhaltliche in einen Rohtext gegossen habe. Der Text ist zu diesem Zeitpunkt oft noch reichlich holprig, &#8220;Kraut und R&#252;ben&#8221;. Um ihn zu ordnen und zu gl&#228;tten, gehe ich in vier Schritten vor:<span id="more-78"></span></p>
<ol>
<li>Vollst&#228;ndigkeit: Ist der Text inhaltlich vollst&#228;ndig, habe ich alles Wichtige untergebracht?</li>
<li>Konsistenz/Widerspruchsfreiheit: Widerspreche ich mir irgendwo oder ergeben meine Aussagen ein logisches Gef&#252;ge?</li>
<li>Stimmige Reihenfolge und &#220;berg&#228;nge: Stehen alle Teile in der richtigen Reihenfolge? Mu&#223; ich eventuell die Gliederung noch einmal umstrukturieren? Leite ich meine Leser gut von einem Teil in den n&#228;chsten?</li>
<li>Sprachliches und Formales: z.B. Satzbau, Formulierung, Rechtschreibung, Zeichensetzung, Formatierung, &#220;berpr&#252;fung der Literaturhinweise.</li>
</ol>
<p><strong>Vier Augen</strong><br />
&#8230; sehen bekanntlich mehr als zwei. Im studentischen Leben findet sich aber selten jemand, der einem in so umfangreichem Ma&#223; zur Seite stehen kann und Fachkenntnisse mitbringt. Fachkompetenz ist aber nicht immer unbedingt vonn&#246;ten, es sei denn, man braucht gleichzeitig eine fachlich-inhaltliche &#220;berpr&#252;fung. Daf&#252;r wirkt das Vier-Augen-Prinzip der Betriebsblindheit entgegen, die sich nahezu unweigerlich einstellt, wenn man l&#228;ngere Zeit, m&#246;glicherweise unter gro&#223;em Druck und sehr intensiv mit einem sehr speziellen Thema befa&#223;t ist. Wer sich also einen bereitwilligen Freund als Lektor sichern kann, sollte das unbedingt tun.</p>
<p><strong>Vorarbeiten</strong><br />
Bei einigen Dingen halte ich es f&#252;r sehr sinnvoll, sie vom Beginn der Arbeit an im Blick zu haben, am besten sich von den ersten Semestern an ein durchdachtes Konzept anzugew&#246;hnen:</p>
<ol>
<li>Eine konsistente Zitierweise und</li>
<li>ein System, das einem erlaubt, &#252;ber die verwendete Literatur einen &#220;berblick zu behalten, beides am besten zu bewerkstelligen &#252;ber die Einrichtung einer zuverl&#228;ssigen und bequem zu bedienenden Literaturverwaltungssoftware.</li>
<li>H&#228;ufig ben&#246;tigte Formatvorlagen, die dem Usus am Institut/des Dozenten/allgemein &#252;blichen Standards entsprechen, herzustellen und von Anfang an zu verwenden.</li>
</ol>
<p>Achtung allerdings: Die richtigen Zitierregeln zu finden, Literaturverwaltung zu konfigurieren und Formatvorlagen herzustellen, k&#246;nnen Zeitfresser sein &#8211; und klassische Ablenkungs- und Aufschiebefallen. Im Zweifelsfall hilft hier strikte Zeitbegrenzung.</p>


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		<title>Die Schere im Kopf: Der innere Zensor</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 08:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[brainstorm]]></category>
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		<category><![CDATA[freewriting]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem fest [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gel&#246;scht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung bl&#246;d ist oder man das Gef&#252;hl hat, sich dabei fachlich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Klingt bekannt? Dieses Ph&#228;nomen nenne ich den &#8220;inneren Zensor&#8221;. F&#252;r mich ist er der Kreativit&#228;tskiller Nummer eins.</p>
<p>Das kritische Denken, von dem der innere Zensor eine Instanz ist, hat durchaus seine Berechtigung, n&#228;mlich da&#223; es unsere &#196;u&#223;erungen und Gedanken hinterfragt und auf Qualit&#228;t bedacht ist.<span id="more-72"></span> Nur pflegt der innere Zensor sich zum falschen Zeitpunkt am st&#228;rksten einzumischen, n&#228;mlich beim ersten Niederschreiben der Gedanken. Das ist die empfindlichste Phase. Steht erst einmal ein Text da, ist ein Gedanke erst einmal niedergeschrieben, erscheint er oft gar nicht mehr so banal wie beim reinen Nachdenken. Oft l&#228;&#223;t sich die Qualit&#228;t einer Idee dann erst richtig beurteilen. In der Phase der &#220;berarbeitung, wenn es um das (selbst)kritische Konsolidieren von Ideen geht, hat der Zensor seine Berechtigung, aber meist ist er dann nicht mehr gar so &#252;bereifrig.</p>
<p>Aber was kann man dagegen tun, da&#223; der innere Zensor sich zur Unzeit, n&#228;mlich beim Verfassen des Rohtexts, einmischt?</p>
<ul>
<li>Per Hand schreiben. Da&#223; man am Computer sofort editieren kann, macht dem Zensor n&#228;mlich das Leben leichter. Zudem mu&#223; man Handgeschriebenes noch abtippen, was ein Schritt der besonders intensiven &#220;berarbeitung sein kann.</li>
<li>Beim Niederschreiben erster Ideen nichts durchstreichen oder editieren, sondern das auf die &#220;berarbeitung des Textes verschieben.</li>
<li>Brainstorm: Unterschiedslos alles niederschreiben, was einem einf&#228;llt, ohne zu beurteilen oder abzuw&#228;gen, Beurteilung auf sp&#228;ter verschieben.</li>
<li>Freischreiben/Freewriting: Schnelles Schreiben ohne Absetzen oder Pause. Lutz von Werder beschreibt die Technik so:</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Motivieren Sie sich f&#252;nf Minuten, ohne Halt einfach zu schreiben. Wenn Ihnen nichts einf&#228;llt, schreiben Sie &#252;ber Ihren Schreibblock. Die einzige Bedingung des &#8216;Free-Writing&#8217; ist es, im Schreibproze&#223; zu bleiben. Das Ziel des &#8216;Free-Writing&#8217; ist der Proze&#223;, nicht das Produkt.&#8221; (Lutz von Werder, Kreatives Schreiben von Diplom- und Doktorarbeiten, Berlin [Schibri] 2000, S. 22.)</p></blockquote>
<ul>
<li>Clustering/Mindmapping. Die sichtbare Hierarchisierung bringt Struktur, System und Ordnung in die Gedanken, die Methode hat trotzdem etwas Spielerisches &#8211; da bleibt der gestrenge Zensor au&#223;en vor. (Siehe auch: von Werder, Kreatives Schreiben&#8230;, S. 27-31.)</li>
<li>Vorerst einmal bewu&#223;t &#8220;doof&#8221; und &#8220;wie einem der Schnabel gewachsen ist&#8221; schreiben: Eine wissenschaftlich klingende Formulierung kann man sp&#228;ter immer noch finden.</li>
<li>F&#252;r einen Adressaten schreiben: Das Thema einem Kind, Lebensgef&#228;hrte/in, der Gro&#223;mutter&#8230; erkl&#228;ren. Viele Studenten haben Probleme damit, in &#8220;wissenschaftlicher&#8221; Sprache zu schreiben; entkoppelt man das Aufschreiben des Inhalts <em>vorerst</em> von der sprachlichen Darstellung, nimmt das die H&#252;rde &#8220;Wissenschaftlichkeit&#8221; erst einmal weg. Zudem wei&#223; man als StudentIn oft nicht so genau, f&#252;r wen man nun eigentlich schreibt &#8211; f&#252;r die Dozentin/den Dozenten oder doch f&#252;r ein unterstelltes wissenschaftliches Publikum? Letzteres ist als Adressat reichlich diffus.</li>
<li>Zeitdruck herstellen bzw. mit Zeitbegrenzung und in extremer Geschwindigkeit arbeiten, das hei&#223;t, sich gar keine Zeit nehmen, nachzudenken und das Geschriebene zu kritisieren.</li>
</ul>
<p>Mit diesen Strategien bin ich bisher zu gutem Rohmaterial gekommen. Und das ist die Grundlage f&#252;r einen guten Sachtext.</p>


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