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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; schreiben</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Akademischer Workflow mit Freier Software</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 06:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Moritz Fürst hat vor gut einem Jahr seinen akademischen Workflow beschrieben. Ich habe mir vor einiger Zeit vorgenommen, das einmal auf mein Linux-System abzubilden. Einige Programme, die ich erwähne, gibt es auch für Windows, die Systemtools sind jedoch Linux- ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Moritz Fürst hat vor gut einem Jahr seinen <a href="http://moritz-fuerst.com/tools-for-thought-managing-your-digital-academic-workflow/">akademischen Workflow</a> beschrieben. Ich habe mir vor einiger Zeit <a href="http://ckutzner.posterous.com/tools-fur-den-akademischen-workflow">vorgenommen</a>, das einmal auf mein Linux-System abzubilden. Einige Programme, die ich erwähne, gibt es auch für Windows, die Systemtools sind jedoch Linux- oder sogar GNOME-spezifisch.</p>

<p>Recherche, Strukturieren und Schreiben sind in meinem Prozeß sich abwechselnde und aufeinander aufbauende Schritte. Ausgangspunkt meiner Arbeit ist meistens eine <strong>Mindmap</strong> mit ersten Ideen zu einem Thema, einem ersten Entwurf der Fragestellung, die sich natürlich verfeinert und/oder eingrenzt, je mehr ich mich in ein Thema einlese. Nach einer ersten Recherche- und Lesephase verändert sich diese vorläufig entworfene Struktur natürlich, es tun sich neue Aspekte der Fragestellung auf, die einen neuen Recherchevorgang anstoßen undsofort. Da ich die Neigung habe, so viel zu lesen, daß ich das Material hinterher nur noch unter Schwierigkeiten in Textform strukturieren kann, fange ich möglichst früh mit den ersten Textteilen an, die ich dann bei Bedarf neu arrangiere. 
Der Einfachheit halber unterteile ich meinen Arbeitsprozeß jedoch analog zu Moritz&#8217; Ansatz:</p>

<h3>Research/Recherce</h3>

<p>Für das Sammeln von Material verwende ich den <a href="http://zettelkasten.danielluedecke.de/">Zettelkasten von Daniel Lüdecke</a>. Zwar ist auch <a href="http://evernote.com">Evernote</a> ein tolles Werkzeug, das Schöne am Zettelkasten ist die &#8220;Schreibtisch&#8221;-Funktion, mit der ich Ideen zu einem bestimmten Schlagwort kompilieren kann. Ferner unterstützt der Zettelkasten Quellenangaben. Zur Literaturrecherche greife ich direkt zu den Bibliotheks(meta)katalogen oder ganz schnöde Google Books und erfasse die Quellen mit <a href="http://zotero.org">Zotero</a>. <span id="more-452"></span></p>

<p><strong>Exzerpte</strong>
Meine Exzerpte landen gerne ebenfalls im Zettelkasten. Dabei ist das großzügige <strong>Verschlagworten</strong>, das mir später beim Strukturieren des Materials hilft, wichtig. Zu meinen Windows-Zeiten habe ich Exzerpte und Zitatensammlung gleich in <a href="http://www.citavi.com/">citavi</a> gemacht. Will ich andere teilhaben lassen oder gar mit anderen gemeinsam arbeiten, verwende ich <a href="http://openetherpad.org/">Openetherpad</a>. Zur <strong>Technik des Exzerpierens</strong> habe ich vor einiger Zeit auf imgriff.com etwas geschrieben: <a href="http://imgriff.com/2010/07/12/zuverlaessig-zusammenfassen-exzerpte-fuer-studium-und-schule/">Zuverlässig zusammenfassen: Exzerpte für Studium und Schule</a>.</p>

<p><strong>Bibliographie</strong>
Wenn es ein Programm gibt, das ich unter Linux vermisse, dann ist es citavi. Da hilft mir wine leider nicht. Derzeit verwende ich für meine Bibliographie <strong>zotero</strong>. Das ist zwar nicht ganz so mächtig und nicht so sehr &#8220;ein Werkzeug, sie alle zu knechten&#8221;, aber für die Kernfunktion Literaturverwaltung ist es prima.</p>

<p><strong>Dateiverwaltung</strong>
Um Überblick zu halten, habe ich mich früher auf hierarchische Dateiorganisation verlassen und exzessiv den Windows Explorer bemüht. Mit meinem Umstieg auf Linux hat sich eine andere Strategie ergeben: Ich verwende inzwischen mehr die <strong>Suchfunktion</strong> von <a href="http://do.davebsd.com">Gnome Do</a>, die Dateisuche von Gnome oder das Kommandozeilen-Programm locate.</p>

<h3>Process/Material verarbeiten</h3>

<p>Nicht jede_r, der/die schreibt, geht so sehr von Struktur aus wie ich. Mein Ausgangspunkt für die meisten Texte ist, wie oben erwähnt, eine <strong>Mindmap</strong>, aus der, wenn das Ideengebäude einigermaßen Gestalt angenommen hat, via Exportfunktion das Skelett eines OpenOffice-Dokuments wird. Mein Lieblingstool dafür ist <a href="http://freeplane.sourceforge.net/">freeplane</a> geworden, zum einen, weil es relativ schnörkellos ist und doch alles kann, was ich von einem Mindmapping-Programm erwarte; zum anderen, weil es eine sehr komfortable Funktion für den Export nach OpenOffice bietet.
Für kollaborative Zwecke bietet sich <a href="http://www.mindmeister.com/?r=621">Mindmeister</a> (Affiliate-Link) an (mit einem freien Account kann man bis zu drei Mindmaps verwalten).</p>

<h3>Draft/Entwurf</h3>

<p>Im Stadium des &#8220;Drauflosschreibens&#8221; verwende ich gern <strong>OpenOffice</strong>. Wenn ich es störungsfreier brauche (und mir der Vollbildmodus von OpenOffice nicht reicht), verlasse ich mich auf <a href="http://pyroom.org">PyRoom</a> bzw. auf Windows-Systemen <a href="http://they.misled.us/dark-room">DarkRoom</a>. Manchmal ist mir aber auch nach dem guten alten <a href="http://vim.org">vim</a>.
Ein wichtiger Schritt ist, Ideen aus dem Zettelkasten in den Text einzupflegen. Das gehe ich dann an, wenn der Text wenigstens eine vorläufige inhaltliche Struktur hat; die Suchfunktion und die Schreibtisch-Funktion helfen mir dabei, die beim Materialsammeln erfaßten Zitate und &#8220;ins Unreine geschriebenen&#8221; Ideen zu sortieren.
Mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/LaTeX">LaTeX</a> freunde ich mich gerade erst zaghaft an. Der Editor <a href="http://lyx.org">LyX</a> ist hier sehr einsteigerfreundlich und vor allem strukturorientiert, außerdem arbeitet Zotero über das Firefox-Addon <a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/lyz/">LyZ</a> damit zusammen.</p>

<h3>Polish/Endredaktion</h3>

<p>Über die <a title="Mehr als Korrekturlesen: Vier Schritte zur Endredaktion eines Textes" href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/mehr-als-korrekturlesen-vier-schritte-zur-endredaktion-eines-textes/">vier Schritte zur Endredaktion eines Textes</a> habe ich ja bereits etwas geschrieben. Als Werkzeuge dafür setze ich neben der recht brauchbaren Rechtschreibprüfung von OpenOffice die guten alten Kommandozeilentools <a href="http://dsl.org/cookbook/cookbook_15.html#SEC220">diction und style</a> ein, um meine sprachlichen Stereotypen unter Kontrolle zu halten. <code>wc -w</code> hilft mir, die Länge eines Textes im Blick zu behalten.</p>

<p><strong>Formatvorlagen</strong>, insbesondere für Absätze, richte ich von Anfang an ein und benutze sie im Verlauf der Arbeit mit OOo konsequent, statt Text &#8220;einzeln&#8221; zu formatieren. (Letzteres habe ich, einschließlich manuellem Numerieren von Überschriften, leider bei vielen FreundInnen und KommilitonInnen gesehen!) Sollte mir dann beim &#8220;Polieren&#8221; einfallen, daß ich statt Arial vielleicht lieber Garamond für meine Überschriften verwenden möchte oder der Zeilenabstand in Zitaten statt genau einer Zeile besser 1,15 Zeilen betragen sollte, ist das mit wenigen Mausklicks umgestellt. Arbeite ich mit Plain Text (weil z.B. der Artikel ohnehin online erscheinen soll), entfällt dieser Schritt natürlich, und in LaTeX bin ich ohnehin genötigt, Absatzstile zu verwenden.
Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, aber ich betone es zur Sicherheit: Es ist eine sehr gute Idee, <strong>Arbeiten als PDF zu exportieren</strong>. OpenOffice kann das von Haus aus, neue Versionen von Word auch. Unter Word/Openoffice ist nämlich nicht gesichert, daß z.b. auf allen Computern ein Bild am selben Platz steht, ein PDF sieht jedoch immer gleich aus. Darum habe ich mir bereits im Studium angewöhnt, PDF von meinen Arbeiten zu erzeugen und dann dieses PDF zu drucken. Als ich meine Magisterarbeit drucken ließ, war man mir im Copyshop recht dankbar dafür. Für komplexere Layouts bietet sich <a href="http://www.scribus.net/canvas/Scribus">Scribus</a> an.</p>
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		<title>Vorlesungsfreie Zeit = Hausarbeitenzeit?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 16:28:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sitze ich gerade noch ein wenig angekränkelt auf dem Sofa, Netbook auf dem Schoß, eine Kanne Kräutertee in Griffweite. Uneigentlich schoß mir gerade eine Idee durch den Kopf, die ich ganz ins Unreine aufgeschrieben habe.

Ich will mal wieder ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sitze ich gerade noch ein wenig angekränkelt auf dem Sofa, Netbook auf dem Schoß, eine Kanne Kräutertee in Griffweite. Uneigentlich schoß mir gerade eine Idee durch den Kopf, die ich ganz ins Unreine aufgeschrieben habe.</p>

<p>Ich will mal wieder für einen geplanten Artikel etwas wissen. Nämlich: Sind die sogenannten Semesterferien (ein Begriff, den ich für irreführend halte, denn auch in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten meiner Erfahrung nach viele Studenten für das Studium und oft noch viel mehr für die Studienfinanzierung), korrekter: ist die <strong>vorlesungsfreie Zeit</strong> zwischen dem Ende der Vorlesungszeit und dem Beginn des nächsten Semesters noch immer <strong>&#8220;Hausarbeitenzeit&#8221;</strong>?</p>

<p>Hier ein twtpoll dazu:
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<script src="http://twtpoll.com/badge/?twt=9lf7y2&#038;b=1" type="text/javascript"></script>
<span id="more-381"></span>Ich frage nicht nur, weil mein Studienabschluß inzwischen fast drei Jahre zurückliegt und bereits gut ein Jahr davor der Ausnahmezustand einer sich hinziehenden Prüfungsphase war. Ich gehöre auch zur letzten Generation derer, die noch auf Magister studiert haben, was wohl einen etwas anderen Studienalltag als das Bachelor-/Master-System mit sich brachte. Und ich weiß nicht, wie sehr sich der Unialltag seither verändert hat.</p>

<p>Darum also die Frage an die Studierenden unter meinen LeserInnen: Gibt es sie überhaupt noch so häufig, die typische studentische Seminararbeit, die man eigentlich erst zwischen Ende der Vorlesungszeit und Ende des Semesters so richtig angeht? Gibt es noch Dozenten, die Arbeiten für ein Seminar vor einem Jahr annehmen? Oder weht mittlerweile ein strengerer Wind? Vor allem jedoch: <strong>Wann schreibt Ihr Eure Arbeiten?</strong></p>

<p>Falls HochschuldozentInnen unter meinen LeserInnen sind: Gibt es an Euren Instituten diese Form des Leistungsnachweises (noch)? Und wenn ja, wann legt Ihr die Deadlines und wann bekommt Ihr den Löwenanteil der Arbeiten in der Regel eingereicht?</p>
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		<title>Die alte deutsche Rechtschreibung &#8211; ist die noch richtig?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 20:51:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da vor einiger Zeit eine Kommentatorin zu meinem Rechtschreibungs-Artikel anmerkte, "daß" sei doch mittlerweile falsch, und implizierte, ich solle vor meiner eigenen Tür kehren und die neue Rechtschreibung verwenden, stellte sich mir die Frage: Wie kann ich über Rechtschreibung ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da vor einiger Zeit eine Kommentatorin zu meinem <a href="/2010/05/rechtschreibung-online-ein-paar-anmerkungen/">Rechtschreibungs-Artikel</a> anmerkte, &#8220;daß&#8221; sei doch mittlerweile falsch, und implizierte, ich solle vor meiner eigenen Tür kehren und die neue Rechtschreibung verwenden, stellte sich mir die Frage: Wie kann ich über Rechtschreibung schreiben, wenn ich selbst in diesem Blog konsequent eine Schreibweise (nämlich die alte deutsche Rechtschreibung) verwende, die nach Meinung vieler falsch ist?
Ich oute mich als Freundin der alten Rechtschreibung. Wenn ich die Vorgabe habe, die neue Schreibung zu verwenden, halte ich mich selbstverständlich daran, doch <em>wenn ich die Wahl habe</em>, verwende ich die alte Schreibweise. Ist das für jemanden, der den Anspruch hat, professionell mit Texten zu arbeiten, nicht kontraproduktiv? Ich meine: nicht notwendigerweise, solange ich eben auch bereit bin, bei Bedarf neue Schreibweisen zu verwenden und mich an eventuell vorhandene Hausregeln zu halten. 
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reform_der_deutschen_Rechtschreibung_von_1996#Rechtliche_Verbindlichkeit_der_reformierten_Rechtschreibregeln">Bindend</a> ist die neue deutsche Rechtschreibung ohnehin nur in Schulen und für amtliche Stellen, und viele namhafte Zeitungen und Zeitschriften verwenden mittlerweile sogenannte Hausorthographien. 
Die meisten meiner Germanistik-Professoren bevorzugten die alte Rechtschreibung. <span id="more-357"></span>Sie stellten ihren Studenten jedoch frei, welches Regelwerk sie verwenden &#8211; mit der Bitte, sich klar für eines zu entscheiden und dieses konsequent und vollständig anzuwenden. Nur ein Musikwissenschaftsprofessor war eisern: Die alte deutsche Schreibweise sei die einzige, die man denkenden Wesen zumuten könne, schrieb er in einer Leitlinie für eine renommierte musikwissenschaftliche Fachzeitschrift. So oder so: Mit der Anmerkung &#8220;Diese Arbeit folgt den Regelungen der alten deutschen Rechtschreibung&#8221; in der Einleitung war das Thema an der Universität immer abgehakt.
Was die öffentliche Akzeptanz betrifft: Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung lehnt die Reform ab, und auch <a href="http://www.sprachforschung.org/index.php">von fachlicher Seite</a> mangelt es nicht an Kritik. &#8220;Richtig&#8221; oder &#8220;falsch&#8221; kann man, wie <a href="http://svenscholz.de">Sven</a> mich auf facebook wissen ließ, nur innerhalb eines Regelsystems bestimmen. Streng genommen ist die Richtigkeit oder Falschheit alter Schreibweisen also eine Glaubensfrage, sofern man nicht in der Eigenschaft als Beamtin oder Lehrer schreibt.</p>

<p>Meine primären Motive für meinen Rechtschreibartikel haben mit alter oder neuer Rechtschreibung wenig zu tun. Sie heißen Lesbarkeit und Verständlichkeit. Um das vielstrapazierte &#8220;das vs. dass/daß&#8221; abermals zu bemühen: Wird ein Nebensatz mit &#8220;das&#8221; angefangen, erwarte ich einen Relativsatz; wenn sich erst aus dem Inhalt ergibt, daß es sich eigentlich um einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adverbialsatz">Adverbialsatz</a> handeln muß, erregt das ein Gefühl von Unwillen bei mir, denn ich muß den Nebensatz neu bewerten, um den Sinn des gesamten Satzes zu erfassen.
Ich beobachte sogar an mir, daß der Korrekturmodus, den ich ja im Studium ständig aktiv halten mußte (weil ich selbst sehr viel schrieb), derart das Lesegeschehen übernehmen kann, daß ich mich auf den Sinn nicht mehr konzentrieren kann und entnervt Strg-W drücke. Dadurch entgeht mir vielleicht der eine oder andere inhaltlich interessante Text, so manchen Forenbeitrag habe ich dadurch eben nicht gelesen. Ob alte oder neue Rechtschreibung, ist dabei unwichtig. 
Es gibt ein Maß an orthographischer Fahrlässigkeit oder &#8220;eigenwilliger Schreibung&#8221;, das die Lesbarkeit von Texten beeinträchtigt.</p>

<p>Ich teile in der Tendenz den Standpunkt meiner Professoren: Alte oder neue Rechtschreibung &#8211; das ist weniger wichtig, als überhaupt Sorgfalt für das Thema aufzubringen, Schreibweisen zu wählen, die (wenn das nicht Teil eines künstlerischen Konzepts ist) sich im Ganzen an gängigen Rechtschreibkonventionen orientieren und diese konsistent anzuwenden.</p>
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		<title>Adieu Sauklaue: 6 Tips für eine lesbare Handschrift</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 17:34:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der Grundschule haßte ich Schönschreiben, die gesamte Schulzeit über hatte ich eine zwar lesbare, aber nicht sonderlich schöne Handschrift. Mit dem Studium besserte sich das etwas, aber es gibt Mitschriften, die ich heute kaum noch entziffern kann.
Heute gibt ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Grundschule haßte ich Schönschreiben, die gesamte Schulzeit über hatte ich eine zwar lesbare, aber nicht sonderlich schöne Handschrift. Mit dem Studium besserte sich das etwas, aber es gibt Mitschriften, die ich heute kaum noch entziffern kann.
Heute gibt es Menschen, die kaum mehr von Hand schreiben. Gebraucht man sie nicht, degeneriert die Handschrift ebenso, wie wenn man immer nur hektisch schreibt, doch es gibt Situationen, wie etwa die Examensklausur, wo man nicht umhin kommt, von Hand zu schreiben und (strafverschärfend) andere es dann noch lesen müssen.<span id="more-210"></span></p>

<p>Eine unleserliche Handschrift ist nichts, was man einfach so ertragen muß. Auch wenn nicht jede/r seine Einkaufslisten so schreibt, daß ein Kalligraph seine Freude daran hätte, gibt es ein paar simple Tricks, die die Handschrift lesbar erhalten:</p>

<ul>
    <li>Es einfach tun: Auch Handschrift ist Übungs- und Trainingssache.</li>
    <li>an einer Tafel schreiben: Seit ich meine Einkaufsliste auf einer kleinen Tafel führe, die in meiner Küche hängt, hat sich meine Handschrift verbessert, weil es mit Kreide einfacher ist, in langen Linien mit wenig Absetzen zu schreiben, als jeden Buchstaben neu anzusetzen.</li>
    <li>Schreiben wie ein Erstklässler: Es hilft, wenn man dann und wann zwischendrin, vielleicht nur ein paar Zeilen, versucht, so zu schreiben, wie einem Schreibschrift in der Grundschule einmal beigebracht worden ist. Dadurch prägt sich einem die konventionelle Gestalt von Buchstaben wieder ein. Meiner Schrift hat es in ähnlicher Weise gutgetan, Sütterlin schreiben zu lernen und meine To Do-Liste einige Tage in Sütterlin zu führen.</li>
    <li>Das richtige Werkzeug finden: Deine Handschrift ist mit Kugelschreiber eine Katastrophe? Dann probiere andere Schreibwerkzeuge: Tintenroller, Fineliner, Gelschreiber, Füller. Mir persönlich kommt der Füller am meisten entgegen, weil er sehr wenig Druck benötigt.</li>
    <li>Das richtige Papier: Das fängt schon bei der Oberfläche an. Saugendes Recyclingpapier mit ultraglatter Oberfläche ist nichts für Füllerbenutzer, und auf den Rückseiten ausrangierter Uniskripten schreibt es sich bisweilen nur wenig komfortabler als auf Sandpapier. Mit der Lineatur geht es weiter: Ob einem liniertes, kariertes oder Blankopapier am ehesten entgegenkommt, findet man am besten im Selbstversuch heraus.</li>
    <li>Im eigenen Tempo schreiben: Hektisches Schreiben macht die beste Hand zur Sauklaue. Manchmal kommt man nicht um hektisches Mitschreiben herum, generell tut es der Handschrift aber gut, wenn man immer wieder mit Muße oder einfach nur in seinem eigenen Tempo schreibt. Vielleicht schreibt der eine von Natur aus schnell, der anderen liegt ein gelasseneres Tempo. Mir ging es in der Grundschule so, daß ich nur entweder schnell oder schön schreiben konnte &#8211; heute kann ich mir nicht immer, aber doch in vielen Situationen aussuchen, wie schnell ich schreibe.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Konzentration aufs Wesentliche: Plain-Text-Editoren</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/12/konzentration-aufs-wesentliche-plain-text-editoren/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 06:40:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Schreiben, einfach nur schreiben, ohne sich über Formatierungen Gedanken zu machen, sondern indem man sich erst einmal ganz auf den Sinn und den Wortlaut konzentriert: dafür reicht manchmal der Vollbildmodus von Word. Wer es gerne noch minimalistischer hat, der ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Schreiben, einfach nur schreiben, ohne sich über Formatierungen Gedanken zu machen, sondern indem man sich erst einmal ganz auf den Sinn und den Wortlaut konzentriert: dafür reicht manchmal der Vollbildmodus von Word. Wer es gerne noch minimalistischer hat, der tut sich mit einem reinen Texteditor etwas Gutes. Zwar bringen alle Betriebssysteme einen solchen mit, die gewohnte Kontrolleiste mit all den Icons, die einen an das erinnern, was sonst noch gerade auf dem Computer vor sich geht, und die Menüleiste am oberen Rand bleiben einem erhalten &#8211; und locken mit Ablenkung. Dagegen helfen drei kleine Programme:<span id="more-105"></span> <a href="http://hogbaysoftware.com/projects/writeroom">WriteRoom </a>(für den Mac), <a href="http://they.misled.us/dark-room">DarkRoom</a> (für Windows) und <a href="http://www.pyroom.org/">PyRoom</a> (für Linux). Diese drei Texteditoren arbeiten im Vollbildmodus, bedient werden sie über Tastenkürzel &#8211; die Auswahl ist, wie ich aus eigener Erfahrung mit DarkRoom sagen kann, so minimal, daß man sie sich leicht merkt (Strg+N für ein neues Dokument, Strg+S zum Speichern, Alt+F4 zum Beenden).</p>

<p>Wenn ich die Aufgabe habe, &#8220;mal eben schnell&#8221; einen Text mit guten Formulierungen zu entwerfen, greife ich (auf dem Windowsrechner im Büro) inzwischen am liebsten zu DarkRoom.</p>

<p>Auf diese Anwendungen bin ich abermals nicht allein gestoßen, sondern über das <a href="http://emblog.midgardr.net">emblog</a> (den genauen Artikel finde ich leider nicht mehr) und über diesen Artikel auf imgriff.com: <a href="http://imgriff.com/2007/08/15/nur-du-und-dein-text/">Nur du und dein Text</a>.</p>
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		<title>Handwerkszeug I: Das Notizbuch</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/11/handwerkszeug-i-das-notizbuch/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 21:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[analog]]></category>
		<category><![CDATA[kreativer Prozeß]]></category>
		<category><![CDATA[notieren]]></category>
		<category><![CDATA[notizbuch]]></category>
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		<category><![CDATA[Werkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit zehn Jahren begleitet mich täglich ein Notizbuch. Ursprünglich habe ich diese Idee aus einem Ratgeber für Kreatives Schreiben, der empfahl, immer ein "Sudelbuch" bei sich zu haben. In diesem Notizbuch halte ich alles fest, was mir einfällt, ob ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zehn Jahren begleitet mich täglich ein Notizbuch. Ursprünglich habe ich diese Idee aus einem Ratgeber für Kreatives Schreiben, der empfahl, immer ein &#8220;Sudelbuch&#8221; bei sich zu haben. In diesem Notizbuch halte ich alles fest, was mir einfällt, ob das nun eine Idee für einen Artikel hier, eine Antwort auf eine private e-mail, eine Idee für eine Geschichte, ein Internetprojekt oder sonst irgendetwas ist. (Für To-Do-Listen verwende ich nach wie vor allerdings eher Karteikarten und digitale Tools.) Das Notizbuch ist ein Ort für Brainstorm, Freewriting, schnelles Festhalten von Geistesblitzen, ein Ort zum (Aus)Spinnen von Ideen. Von der Stichwortliste über Fließtext, Diagramme, Zeichnungen bis zur Mindmap ist fast jede Form von Notizen vertreten.<span id="more-85"></span></p>

<p>Mein Notizbuch, als sozusagen ausgelagerter Teil meiner kreativen Prozesse, enthält auch das eine oder andere Lächerliche, Peinliche, vollkommen ins Unreine gedachte oder aus irgendeinem anderen Grund äußerst Intime, darum zeige ich es nicht einmal meiner besten Freundin. Erst dieses Tabu gibt mir die Freiheit, vollkommen frei vor mich hin schreibend Dinge darin zu entwickeln und erst nach dem Niederschreiben kritisch zu bewerten. Diese Art des Notierens ist eine Gewohnheit, die man sich erst aneignen muß: in den ersten Wochen mag es einem seltsam vorkommen, in der S-Bahn das Notizbuch auszupacken und eine Gedichtstrophe oder eine Idee für den ersten Satz der Hausarbeit zu notieren. Für mich ist das mittlerweile vollkommen normal.</p>

<p>Natürlich gibt es im digitalen Zeitalter auch etliche digitale Lösungen, und ich persönlich benutze durchaus beides parallel &#8211; sitze ich gerade am Computer, fange ich Ideen z.B. mit <a href="http://www.evernote.com">Evernote </a>oder auch mit einfachen Textanwendungen (unter Windows z.b. das Notepad oder Kate unter Linux) ein. Habe ich jedoch ein wirklich kniffliges intellektuelles Problem zu lösen oder auch nur einen diffizilen Text zu entwerfen, greife ich oft doch zu Papier und Füller; in meiner Studienzeit habe ich Exzerpte grundsätzlich handschriftlich angefertigt, da es mir vor dem Computer nicht so leicht fiel, den Text in ganzer Tiefe zu durchdringen.</p>

<p><strong>Besser analog oder digital?</strong>
Mit welcher Lösung man besser fährt, ist umstritten. Leo Babauta etwa schwört <a href="http://zenhabits.net/2007/04/ztd-habit-1-collect/">zum Festhalten von Ideen</a> aus praktischen Gründen auf Papier:</p>

<blockquote><strong>I recommend analogue (paper) over digital for this habit</strong>, but if your PDA or smartphone works for you, go for it. The reason I think analogue works better is that it’s much faster — for digital, you not only have to pull it out, but you have to turn it on, go to the right program, click on an entry, and then enter through your entry system. With analogue, you just pull out the notebook and pen and write. Either way works, but I think that the simpler and easier the tools, the more likely you are to use them. Do what works for you, though. <sup class='footnote'><a href='#fn-85-1' id='fnref-85-1'>1</a></sup></blockquote>

<p>Für mich persönlich ist Papier da überlegen, wo Freiheit und Intuition wichtig sind. Die freie, intuitive Gestaltung, die Papier und Stift ermöglichen, wirkt anregend auf meinen kreativen Fluß. Man vergleiche einmal Mindmapping mit Mindmapping-Software und Mindmaps, die mit Papier und Stift entstanden sind. Zusätzlich bleibe ich vor dem Computer (aus welchen Gründen auch immer) eher in eingefahrenen Denkmustern stecken als vor einem Blatt Papier oder meinem Notizbuch.</p>

<p>Joe Falconer listet in einem sehr ausführlichen <a href="http://www.lifehack.org/articles/productivity/the-art-of-note-taking-in-the-digital-age.html]">Artikel auf lifehack.org</a> pro und contra beider Möglichkeiten auf und überläßt am Ende dem Leser die Wahl:</p>

<blockquote>Note taking is one of those things where the best course of action is totally dependent on what you need to do. Do you need to sketch ideas for your graphic design job? Go paper. Do you need to keep track of shopping lists, things you’ve got to do tomorrow and ideas for articles? Go digital. Need the benefits of both? Then go with both. <sup class='footnote'><a href='#fn-85-2' id='fnref-85-2'>2</a></sup></blockquote>

<p>Letztlich ist es eine Sache des Geschmacks und der technischen Ausstattung, ob man sich lieber auf digitale oder analoge Notizen verläßt. Für mich persönlich ergänzen sich digitale und analoge Notizen ganz hervorragend &#8211; jedes hat seinen Platz.</p>

<div class='footnotes'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-85-1'>Leo Babauta, http://zenhabits.net/2007/04/ztd-habit-1-collect/ <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-85-1'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-85-2'>Joe Falconer, http://www.lifehack.org/articles/productivity/the-art-of-note-taking-in-the-digital-age.html <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-85-2'>&#8617;</a></span></li></ol></div>
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		<title>Mehr als Korrekturlesen: Vier Schritte zur Endredaktion eines Textes</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/mehr-als-korrekturlesen-vier-schritte-zur-endredaktion-eines-textes/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 10:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitsprozeß]]></category>
		<category><![CDATA[handwerk]]></category>
		<category><![CDATA[korrekturlesen]]></category>
		<category><![CDATA[redaktion]]></category>
		<category><![CDATA[überarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaftliches Arbeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer anfängt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich den Produktionsprozeß oft reichlich simpel vor: Hinsetzen, Literatur beschaffen, Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, drucken, abgeben. Unter "Korrekturlesen" wird oft nur die Verbesserung von Rechtschreibung und Grammatik, vielleicht auch noch von Formulierungen ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer anfängt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich den Produktionsprozeß oft reichlich simpel vor: Hinsetzen, Literatur beschaffen, Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, drucken, abgeben. Unter &#8220;Korrekturlesen&#8221; wird oft nur die Verbesserung von Rechtschreibung und Grammatik, vielleicht auch noch von Formulierungen verstanden.</p>

<p>Der produktive Prozeß ist jedoch wesentlich differenzierter und individueller. Ich gehe in diesem Artikel nur auf den letzten Teil, den Überarbeitungs- bzw. Redaktionsprozeß, ein; die anderen Phasen sind mir jeweils einen eigenen Artikel wert.</p>

<p>Der Überarbeitungsprozeß beginnt, wenn ich den alles Inhaltliche in einen Rohtext gegossen habe. Der Text ist zu diesem Zeitpunkt oft noch reichlich holprig, &#8220;Kraut und Rüben&#8221;. Um ihn zu ordnen und zu glätten, gehe ich in vier Schritten vor:<span id="more-78"></span></p>

<ol>
    <li>Vollständigkeit: Ist der Text inhaltlich vollständig, habe ich alles Wichtige untergebracht?</li>
    <li>Konsistenz/Widerspruchsfreiheit: Widerspreche ich mir irgendwo oder ergeben meine Aussagen ein logisches Gefüge?</li>
    <li>Stimmige Reihenfolge und Übergänge: Stehen alle Teile in der richtigen Reihenfolge? Muß ich eventuell die Gliederung noch einmal umstrukturieren? Leite ich meine Leser gut von einem Teil in den nächsten?</li>
    <li>Sprachliches und Formales: z.B. Satzbau, Formulierung, Rechtschreibung, Zeichensetzung, Formatierung, Überprüfung der Literaturhinweise.</li>
</ol>

<p><strong>Vier Augen</strong>
&#8230; sehen bekanntlich mehr als zwei. Im studentischen Leben findet sich aber selten jemand, der einem in so umfangreichem Maß zur Seite stehen kann und Fachkenntnisse mitbringt. Fachkompetenz ist aber nicht immer unbedingt vonnöten, es sei denn, man braucht gleichzeitig eine fachlich-inhaltliche Überprüfung. Dafür wirkt das Vier-Augen-Prinzip der Betriebsblindheit entgegen, die sich nahezu unweigerlich einstellt, wenn man längere Zeit, möglicherweise unter großem Druck und sehr intensiv mit einem sehr speziellen Thema befaßt ist. Wer sich also einen bereitwilligen Freund als Lektor sichern kann, sollte das unbedingt tun.</p>

<p><strong>Vorarbeiten</strong>
Bei einigen Dingen halte ich es für sehr sinnvoll, sie vom Beginn der Arbeit an im Blick zu haben, am besten sich von den ersten Semestern an ein durchdachtes Konzept anzugewöhnen:</p>

<ol>
    <li>Eine konsistente Zitierweise und</li>
    <li>ein System, das einem erlaubt, über die verwendete Literatur einen Überblick zu behalten, beides am besten zu bewerkstelligen über die Einrichtung einer zuverlässigen und bequem zu bedienenden Literaturverwaltungssoftware.</li>
    <li>Häufig benötigte Formatvorlagen, die dem Usus am Institut/des Dozenten/allgemein üblichen Standards entsprechen, herzustellen und von Anfang an zu verwenden.</li>
</ol>

<p>Achtung allerdings: Die richtigen Zitierregeln zu finden, Literaturverwaltung zu konfigurieren und Formatvorlagen herzustellen, können Zeitfresser sein &#8211; und klassische Ablenkungs- und Aufschiebefallen. Im Zweifelsfall hilft hier strikte Zeitbegrenzung.</p>
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		<title>Die Schere im Kopf: Der innere Zensor</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/die-schere-im-kopf-der-innere-zensor/</link>
		<comments>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/die-schere-im-kopf-der-innere-zensor/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 08:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[brainstorm]]></category>
		<category><![CDATA[cluster]]></category>
		<category><![CDATA[freewriting]]></category>
		<category><![CDATA[innerer Zensor]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[mindmap]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gelöscht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung blöd ist oder ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gelöscht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung blöd ist oder man das Gefühl hat, sich dabei fachlich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Klingt bekannt? Dieses Phänomen nenne ich den &#8220;inneren Zensor&#8221;. Für mich ist er der Kreativitätskiller Nummer eins.</p>

<p>Das kritische Denken, von dem der innere Zensor eine Instanz ist, hat durchaus seine Berechtigung, nämlich daß es unsere Äußerungen und Gedanken hinterfragt und auf Qualität bedacht ist.<span id="more-72"></span> Nur pflegt der innere Zensor sich zum falschen Zeitpunkt am stärksten einzumischen, nämlich beim ersten Niederschreiben der Gedanken. Das ist die empfindlichste Phase. Steht erst einmal ein Text da, ist ein Gedanke erst einmal niedergeschrieben, erscheint er oft gar nicht mehr so banal wie beim reinen Nachdenken. Oft läßt sich die Qualität einer Idee dann erst richtig beurteilen. In der Phase der Überarbeitung, wenn es um das (selbst)kritische Konsolidieren von Ideen geht, hat der Zensor seine Berechtigung, aber meist ist er dann nicht mehr gar so übereifrig.</p>

<p>Aber was kann man dagegen tun, daß der innere Zensor sich zur Unzeit, nämlich beim Verfassen des Rohtexts, einmischt?</p>

<ul>
    <li>Per Hand schreiben. Daß man am Computer sofort editieren kann, macht dem Zensor nämlich das Leben leichter. Zudem muß man Handgeschriebenes noch abtippen, was ein Schritt der besonders intensiven Überarbeitung sein kann.</li>
    <li>Beim Niederschreiben erster Ideen nichts durchstreichen oder editieren, sondern das auf die Überarbeitung des Textes verschieben.</li>
    <li>Brainstorm: Unterschiedslos alles niederschreiben, was einem einfällt, ohne zu beurteilen oder abzuwägen, Beurteilung auf später verschieben.</li>
    <li>Freischreiben/Freewriting: Schnelles Schreiben ohne Absetzen oder Pause. Lutz von Werder beschreibt die Technik so:</li>
</ul>

<blockquote>&#8220;Motivieren Sie sich fünf Minuten, ohne Halt einfach zu schreiben. Wenn Ihnen nichts einfällt, schreiben Sie über Ihren Schreibblock. Die einzige Bedingung des &#8216;Free-Writing&#8217; ist es, im Schreibprozeß zu bleiben. Das Ziel des &#8216;Free-Writing&#8217; ist der Prozeß, nicht das Produkt.&#8221; (Lutz von Werder, Kreatives Schreiben von Diplom- und Doktorarbeiten, Berlin [Schibri] 2000, S. 22.)</blockquote>

<ul>
    <li>Clustering/Mindmapping. Die sichtbare Hierarchisierung bringt Struktur, System und Ordnung in die Gedanken, die Methode hat trotzdem etwas Spielerisches &#8211; da bleibt der gestrenge Zensor außen vor. (Siehe auch: von Werder, Kreatives Schreiben&#8230;, S. 27-31.)</li>
    <li>Vorerst einmal bewußt &#8220;doof&#8221; und &#8220;wie einem der Schnabel gewachsen ist&#8221; schreiben: Eine wissenschaftlich klingende Formulierung kann man später immer noch finden.</li>
    <li>Für einen Adressaten schreiben: Das Thema einem Kind, Lebensgefährte/in, der Großmutter&#8230; erklären. Viele Studenten haben Probleme damit, in &#8220;wissenschaftlicher&#8221; Sprache zu schreiben; entkoppelt man das Aufschreiben des Inhalts <em>vorerst</em> von der sprachlichen Darstellung, nimmt das die Hürde &#8220;Wissenschaftlichkeit&#8221; erst einmal weg. Zudem weiß man als StudentIn oft nicht so genau, für wen man nun eigentlich schreibt &#8211; für die Dozentin/den Dozenten oder doch für ein unterstelltes wissenschaftliches Publikum? Letzteres ist als Adressat reichlich diffus.</li>
    <li>Zeitdruck herstellen bzw. mit Zeitbegrenzung und in extremer Geschwindigkeit arbeiten, das heißt, sich gar keine Zeit nehmen, nachzudenken und das Geschriebene zu kritisieren.</li>
</ul>

<p>Mit diesen Strategien bin ich bisher zu gutem Rohmaterial gekommen. Und das ist die Grundlage für einen guten Sachtext.</p>
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