Tag Archive for 'schreiben'

Vorlesungsfreie Zeit = Hausarbeitenzeit?

Eigentlich sitze ich gerade noch ein wenig angekränkelt auf dem Sofa, Netbook auf dem Schoß, eine Kanne Kräutertee in Griffweite. Uneigentlich schoß mir gerade eine Idee durch den Kopf, die ich ganz ins Unreine aufgeschrieben habe.

Ich will mal wieder für einen geplanten Artikel etwas wissen. Nämlich: Sind die sogenannten Semesterferien (ein Begriff, den ich für irreführend halte, denn auch in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten meiner Erfahrung nach viele Studenten für das Studium und oft noch viel mehr für die Studienfinanzierung), korrekter: ist die vorlesungsfreie Zeit zwischen dem Ende der Vorlesungszeit und dem Beginn des nächsten Semesters noch immer “Hausarbeitenzeit”?

Hier ein twtpoll dazu:


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Die alte deutsche Rechtschreibung – ist die noch richtig?

Da vor einiger Zeit eine Kommentatorin zu meinem Rechtschreibungs-Artikel anmerkte, “daß” sei doch mittlerweile falsch, und implizierte, ich solle vor meiner eigenen Tür kehren und die neue Rechtschreibung verwenden, stellte sich mir die Frage: Wie kann ich über Rechtschreibung schreiben, wenn ich selbst in diesem Blog konsequent eine Schreibweise (nämlich die alte deutsche Rechtschreibung) verwende, die nach Meinung vieler falsch ist?
Ich oute mich als Freundin der alten Rechtschreibung. Wenn ich die Vorgabe habe, die neue Schreibung zu verwenden, halte ich mich selbstverständlich daran, doch wenn ich die Wahl habe, verwende ich die alte Schreibweise. Ist das für jemanden, der den Anspruch hat, professionell mit Texten zu arbeiten, nicht kontraproduktiv? Ich meine: nicht notwendigerweise, solange ich eben auch bereit bin, bei Bedarf neue Schreibweisen zu verwenden und mich an eventuell vorhandene Hausregeln zu halten.
Bindend ist die neue deutsche Rechtschreibung ohnehin nur in Schulen und für amtliche Stellen, und viele namhafte Zeitungen und Zeitschriften verwenden mittlerweile sogenannte Hausorthographien.
Die meisten meiner Germanistik-Professoren bevorzugten die alte Rechtschreibung. Continue reading ‘Die alte deutsche Rechtschreibung – ist die noch richtig?’

Adieu Sauklaue: 6 Tips für eine lesbare Handschrift

In der Grundschule haßte ich Schönschreiben, die gesamte Schulzeit über hatte ich eine zwar lesbare, aber nicht sonderlich schöne Handschrift. Mit dem Studium besserte sich das etwas, aber es gibt Mitschriften, die ich heute kaum noch entziffern kann.
Heute gibt es Menschen, die kaum mehr von Hand schreiben. Gebraucht man sie nicht, degeneriert die Handschrift ebenso, wie wenn man immer nur hektisch schreibt, doch es gibt Situationen, wie etwa die Examensklausur, wo man nicht umhin kommt, von Hand zu schreiben und (strafverschärfend) andere es dann noch lesen müssen. Continue reading ‘Adieu Sauklaue: 6 Tips für eine lesbare Handschrift’

Konzentration aufs Wesentliche: Plain-Text-Editoren

Schreiben, einfach nur schreiben, ohne sich über Formatierungen Gedanken zu machen, sondern indem man sich erst einmal ganz auf den Sinn und den Wortlaut konzentriert: dafür reicht manchmal der Vollbildmodus von Word. Wer es gerne noch minimalistischer hat, der tut sich mit einem reinen Texteditor etwas Gutes. Zwar bringen alle Betriebssysteme einen solchen mit, die gewohnte Kontrolleiste mit all den Icons, die einen an das erinnern, was sonst noch gerade auf dem Computer vor sich geht, und die Menüleiste am oberen Rand bleiben einem erhalten – und locken mit Ablenkung. Dagegen helfen drei kleine Programme: Continue reading ‘Konzentration aufs Wesentliche: Plain-Text-Editoren’

Handwerkszeug I: Das Notizbuch

Seit zehn Jahren begleitet mich täglich ein Notizbuch. Ursprünglich habe ich diese Idee aus einem Ratgeber für Kreatives Schreiben, der empfahl, immer ein “Sudelbuch” bei sich zu haben. In diesem Notizbuch halte ich alles fest, was mir einfällt, ob das nun eine Idee für einen Artikel hier, eine Antwort auf eine private e-mail, eine Idee für eine Geschichte, ein Internetprojekt oder sonst irgendetwas ist. (Für To-Do-Listen verwende ich nach wie vor allerdings eher Karteikarten und digitale Tools.) Das Notizbuch ist ein Ort für Brainstorm, Freewriting, schnelles Festhalten von Geistesblitzen, ein Ort zum (Aus)Spinnen von Ideen. Von der Stichwortliste über Fließtext, Diagramme, Zeichnungen bis zur Mindmap ist fast jede Form von Notizen vertreten. Continue reading ‘Handwerkszeug I: Das Notizbuch’

Mehr als Korrekturlesen: Vier Schritte zur Endredaktion eines Textes

Wer anfängt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich den Produktionsprozeß oft reichlich simpel vor: Hinsetzen, Literatur beschaffen, Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, drucken, abgeben. Unter “Korrekturlesen” wird oft nur die Verbesserung von Rechtschreibung und Grammatik, vielleicht auch noch von Formulierungen verstanden.

Der produktive Prozeß ist jedoch wesentlich differenzierter und individueller. Ich gehe in diesem Artikel nur auf den letzten Teil, den Überarbeitungs- bzw. Redaktionsprozeß, ein; die anderen Phasen sind mir jeweils einen eigenen Artikel wert.

Der Überarbeitungsprozeß beginnt, wenn ich den alles Inhaltliche in einen Rohtext gegossen habe. Der Text ist zu diesem Zeitpunkt oft noch reichlich holprig, “Kraut und Rüben”. Um ihn zu ordnen und zu glätten, gehe ich in vier Schritten vor: Continue reading ‘Mehr als Korrekturlesen: Vier Schritte zur Endredaktion eines Textes’

Die Schere im Kopf: Der innere Zensor

Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gelöscht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung blöd ist oder man das Gefühl hat, sich dabei fachlich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Klingt bekannt? Dieses Phänomen nenne ich den “inneren Zensor”. Für mich ist er der Kreativitätskiller Nummer eins.

Das kritische Denken, von dem der innere Zensor eine Instanz ist, hat durchaus seine Berechtigung, nämlich daß es unsere Äußerungen und Gedanken hinterfragt und auf Qualität bedacht ist. Continue reading ‘Die Schere im Kopf: Der innere Zensor’




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