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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; schenken</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Adventsstre&#223;? Weihnachtsrummel? Och n&#246;.</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 18:06:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vom guten Leben]]></category>
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		<description><![CDATA["Wie &#252;berlebt Ihr Weihnachten?" fragte Julian Hei&#223;ler [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<a href="http://www.freitag.de/community/blogs/julian-heissler/wie-ueberlebt-ihr-weihnachten">Wie &#252;berlebt Ihr Weihnachten?</a>&#8221; fragte Julian Hei&#223;ler am Montag auf derfreitag.de. Und der user motorradblogger pr&#228;zisierte, die Zeit vor Weihnachten sei die eigentlich stressige.</p>
<p>Ich meine, beides kann in Stre&#223; ausarten, aber in den letzten Jahren war alles gut, sobald ich in den Weihnachtsurlaub aufgebrochen war. F&#252;r den Stre&#223; an Weihnachten selbst war in der Regel ein simples Faktum verantwortlich: Man hockt zu eng aufeinander und erwartet Familienharmonie, aber schwelende Konflikte, die nur mangels Gelegenheit nicht ausgetragen wurden, warten eben nicht bis nach den Feiertagen.</p>
<p>Mittlerweile hat sich die Sache entspannt. Die <strong>Erwartungen</strong> sind einfach <strong>heruntergeschraub</strong>t worden &#8211; auch weil inzwischen meine leibliche Familie nicht mehr auf einem Fleck wohnt und wir uns vielleicht ein- oder zweimal im Jahr sehen &#8211; Weihnachten ist eine der Gelegenheiten, alle mal auf einen Fleck zu bekommen. Dadurch wissen alle viel mehr als fr&#252;her, wie kostbar die <strong>gemeinsame Zeit</strong> ist. Die Bereitschaft, gro&#223;e Erwartungen aufzubauen und unbedingt viel unternehmen zu wollen, ist jedoch gesunken. Statt eines gro&#223;en Festessens gab es letztes Jahr einen Videoabend mit selbstgebackenen Muffins bei meinem Bruder und sp&#228;ter mal einen informellen Kaffee mit meiner Gro&#223;mutter. Statt einer Bescherung werden Geschenke, wenn &#252;berhaupt, einfach informell &#252;bergeben. Und vielleicht gehen wir auch dieses Jahr, wenn das Wetter mitmacht und wir Lust haben, wieder in den Pf&#228;lzer Wald wandern.</p>
<p>Schwieriger ist f&#252;r mich tats&#228;chlich <strong>die Zeit vor Weihnachten</strong>. <span id="more-286"></span>Der Dezember ist irgendwie nur ein halber Arbeitsmonat, und ich habe im dunkelsten Monat des Jahres eigentlich das Bed&#252;rfnis, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Sich dem Rummel um Weihnachten zu entziehen, erfordert f&#252;r mich eine ganze Menge Widerstandskraft, zumal mir Weihnachten als Fest nichts bedeutet. Und richtig &#228;tzend wird es, wenn das Geld knapp ist und einen die Werbung mit Konsumbotschaften noch und n&#246;cher bombardiert, wenn man sich einsam f&#252;hlt und einem das angesichts des beschworenen &#8220;Festes der Liebe&#8221; so richtig schmerzlich bewu&#223;t wird, oder wenn &#252;berall &#252;ber Besinnlichkeit geredet wird und einem da erst so richtig ins Bewu&#223;tsein kommt, wie sehr man eigentlich unter Druck steht und gar nicht zur Besinnung kommt.</p>
<p>Dieses Jahr habe ich das so bew&#228;ltigt: <strong>Die Reiseplanung</strong> &#8211; reichlich komplex, da meine &#252;bliche Dezemberreise diesmal mehrere Stationen hat &#8211; <strong>lief schon im Oktober a</strong>n. Das Wann und Wo sind jetzt festgelegt, so gut wie alle Mitfahrgelegenheiten organisiert und Bahnverbindungen herausgesucht (Tickets im Voraus buchen ist dieses Mal bei keiner Strecke lohnend), ich gehe an das Reisen sehr gelassen heran.<br />
Schwieriger waren schon all die <strong>Adventstermine</strong>. Bis auf die betriebliche Weihnachtsfeier habe ich dieses Jahr zu allen <strong>nein gesagt</strong>, eine Entscheidung, die mir jetzt eine gute Portion Gelassenheit verleiht.<br />
Ein weiteres gro&#223;es Thema, das gern f&#252;r Stre&#223; sorgt: <strong>Weihnachtsgeschenke</strong>. Ich werde dieses Jahr einigen wenigen Menschen, die mir viel bedeuten, Geschenke machen, keines wird mehr als 10 Euro wert sein (und nur eins verursacht nennenswerten Arbeitsaufwand). Da ich in aller Regel auch kaum Geschenke bekomme (und manchmal sehr froh bin, da&#223; ich mich damit auch keine verwandtschaftlichen Fehlgriffe dezent entsorgen mu&#223;), f&#252;hle ich mich nicht &#8220;in der Pflicht&#8221;. F&#252;r den Fall eines Falles, da&#223; jemand darauf besteht, mir etwas zu schenken, und danach fragt, f&#252;hre ich eine <strong>Wunschliste</strong>, die ich aber bisher nur Freunden zug&#228;nglich gemacht habe.</p>
<p>Ich schrieb oben, da&#223; mir Weihnachten als Fest nichts bedeutet. Es gibt jedoch im Dezember &#8211; dieses Jahr am 21.12. um 18:47 &#8211; ein f&#252;r mich wichtiges Ereignis, und das ist ein astronomisches: die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwende">Wintersonnenwende</a>. Die Dunkelheit im Dezember empfinde ich jedes Jahr als belastend und traurig, und wenn die Tage anfangen, wieder l&#228;nger zu werden, ist das f&#252;r mich ein Anla&#223; zur Freude. Angesichts der historisch-symbolischen Last, die dieser Termin wie alles, was irgendwie &#8220;germanisch&#8221; riecht, tr&#228;gt &#8211; wer Sonnwendfeiern begeht, wird in Deutschland immer noch leicht f&#252;r einen Nazi gehalten &#8211; mag ich diese Tatsache jedoch nicht mit gro&#223;em Brimborium feiern, und noch weniger schmeckt mir der Gedanke, die Wintersonnenwende zu einem Gegen-Weihnachten aufzubauen. Dementsprechend begehe ich dieses Datum zwar im Kreis einer meiner verschiedenen Wahl-Sippschaften, doch der Kreis ist ein sehr intimer.</p>
<p>Nun ist meine Lebenssituation nicht die von jedem. Ich habe keine Kinder, meine Geschwister haben mich auch noch nicht zur Tante gemacht, und Familie und Freunde sind in dieser Hinsicht sehr entspannt, dadurch kann ich mich vielen gesellschaftlichen Konventionen entziehen. Erz&#228;hlt mal, liebe LeserInnen: Wie gestaltet sich Eure Weihnachtszeit? Stressig, entspannt, besinnlich, konflikttr&#228;chtig? </p>


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