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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; Rhythmus</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Selbstbeobachtung als Grundlage der Planung</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 13:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrhythmus]]></category>
		<category><![CDATA[Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Rhythmus]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren meines Studiums f&#252;hrte ich ein Arbeitstagebuch, in dem ich festhielt, was ich wann an welchem Ort gemacht habe, mit ein, zwei Worten zum Gef&#252;hl dabei und zur Zufriedenheit. Das half mir erstens gegen das &#8220;Ich hab gar nix getan!&#8221;-Gef&#252;hl und zweitens konnte ich damit feststellen, wann und wo ich am besten arbeite, wieviel Arbeitszeit ich realistischerweise in einem Tag unterbringen kann, ohne mich kaputtzumachen, was wieviel Zeit in Anspruch nimmt und welche Arbeiten ich tendenziell am l&#228;ngsten vor mir herschiebe &#8211; also zusammenfassend: es erlaubte mir, mein Arbeitsverhalten zu analysieren und dementsprechend auch realistischer zu planen.<span id="more-21"></span></p>
<p>Ein anderer Weg zur Selbstbeobachtung ist das farbige Tagesprotokoll. (Diese Methode habe ich von Roland Hahne gelernt.) Dazu benutze ich eine Tabelle (leicht in Excel, OpenOffice oder Google Docs anzufertigen), die je ein Feld f&#252;r die 24 Stunden des Tages hat, mit sieben Spalten (eine pro Wochentag), und vier bis f&#252;nf farbige Stifte. Wo die Woche anf&#228;ngt, mu&#223; jeder selbst entscheiden, auch, ob der Tag f&#252;r einen um 0 Uhr, um 6 Uhr oder zu einer ganz anderen Tageszeit anf&#228;ngt.<br />
F&#252;r jeden Lebensbereich w&#228;hlt man eine Farbe.</p>
<p>Meine Farben waren die folgenden:</p>
<ul>
<li>Rot &#8211; Lebensnotwendiges (Einkaufen, Essen, K&#246;rperpflege&#8230;)</li>
<li>Blau &#8211; Schlaf</li>
<li>Gr&#252;n &#8211; Studium (ich wandte diese Methode in einer schwierigen Phase meines Studiums an)</li>
<li>Braun &#8211; Erwerbst&#228;tigkeit</li>
<li>Gelb &#8211; Freizeit</li>
</ul>
<p>Wegzeiten z&#228;hlten jeweils in den Lebensbereich, mit dem die T&#228;tigkeit, die am Zielort ausgef&#252;hrt wird, zu tun hatte, also der Arbeitsweg zum Bereich Erwerbst&#228;tigkeit.</p>
<p>Mindestens am Abend, besser zwei- oder dreimal t&#228;glich tr&#228;gt man dann mit den entsprechenden Farben ein, wie man die Zeit verbracht hat, indem man einfach die Fl&#228;che ausmalt, die zur jeweiligen Zeit geh&#246;rt.</p>
<p>Um auch noch die Zeitqualit&#228;t festzuhalten, gibt es folgende Qualit&#228;tsabstufungen:</p>
<ul>
<li>Voll ausgemalt: So soll&#8217;s sein. Ich bin voll zufrieden mit dieser Zeit.</li>
<li>Schraffiert: Nicht so gut. Ich bin nicht so zufrieden damit.</li>
<li>Nur umrandet: Total unzufrieden.</li>
</ul>
<p>Mit dieser Art des Protokolls wird die eigene Rhythmik schnell anschaulich, man erkennt auch, zu welchen Zeiten man tendenziell produktiver ist, in welchem Lebensbereich es &#8220;rund&#8221; l&#228;uft und wo es hakt.</p>
<p>Wozu diese Selbstbeobachtung? Manchmal h&#228;ngt es an ganz anderen Stellen, als man vorher vermutet hat. Einfaches Beispiel: Vielleicht bin ich unzufrieden mit meiner Leistung am Nachmittag und sehe auf meinem Protokoll dann, da&#223; ich mir gar keine Mittagspause g&#246;nne. Oder vielleicht habe ich gef&#252;hlterma&#223;en zu wenig Freizeit, bin aber in Wahrheit gar nicht mit der Quantit&#228;t unzufrieden, sondern mit der Qualit&#228;t. An einem guten Protokoll kann ich sehen, was ich eigentlich &#228;ndern will.</p>
<p>Vor allem aber hilft Selbstbeobachtung, eine Planung zu erstellen, die einem selbst gerecht wird und nicht irgendeinem abstrakten Ideal. Ich habe zum Beispiel eine Veranlagung zum Abendmenschen; versuchte ich aber einer verbreiteten Meinung gerecht zu werden, da&#223; man morgens um neun Uhr am produktivsten ist, w&#252;rde ich meinen pers&#246;nlichen Rhythmus vergewaltigen und mich wundern, warum ich meinen Plan nach drei Tagen nicht mehr einhalte. Kenne ich dagegen meinen Rhythmus, kann ich ihn auch &#228;ndern &#8211; behutsam und in kleinen Schritten.</p>


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