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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; notizbuch</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Handwerkszeug I: Das Notizbuch</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 21:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit zehn Jahren begleitet mich t&#228;glich ein Notizbuch. [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zehn Jahren begleitet mich t&#228;glich ein Notizbuch. Urspr&#252;nglich habe ich diese Idee aus einem Ratgeber f&#252;r Kreatives Schreiben, der empfahl, immer ein &#8220;Sudelbuch&#8221; bei sich zu haben. In diesem Notizbuch halte ich alles fest, was mir einf&#228;llt, ob das nun eine Idee f&#252;r einen Artikel hier, eine Antwort auf eine private e-mail, eine Idee f&#252;r eine Geschichte, ein Internetprojekt oder sonst irgendetwas ist. (F&#252;r To-Do-Listen verwende ich nach wie vor allerdings eher Karteikarten und digitale Tools.) Das Notizbuch ist ein Ort f&#252;r Brainstorm, Freewriting, schnelles Festhalten von Geistesblitzen, ein Ort zum (Aus)Spinnen von Ideen. Von der Stichwortliste &#252;ber Flie&#223;text, Diagramme, Zeichnungen bis zur Mindmap ist fast jede Form von Notizen vertreten.<span id="more-85"></span></p>
<p>Mein Notizbuch, als sozusagen ausgelagerter Teil meiner kreativen Prozesse, enth&#228;lt auch das eine oder andere L&#228;cherliche, Peinliche, vollkommen ins Unreine gedachte oder aus irgendeinem anderen Grund &#228;u&#223;erst Intime, darum zeige ich es nicht einmal meiner besten Freundin. Erst dieses Tabu gibt mir die Freiheit, vollkommen frei vor mich hin schreibend Dinge darin zu entwickeln und erst nach dem Niederschreiben kritisch zu bewerten. Diese Art des Notierens ist eine Gewohnheit, die man sich erst aneignen mu&#223;: in den ersten Wochen mag es einem seltsam vorkommen, in der S-Bahn das Notizbuch auszupacken und eine Gedichtstrophe oder eine Idee f&#252;r den ersten Satz der Hausarbeit zu notieren. F&#252;r mich ist das mittlerweile vollkommen normal.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es im digitalen Zeitalter auch etliche digitale L&#246;sungen, und ich pers&#246;nlich benutze durchaus beides parallel &#8211; sitze ich gerade am Computer, fange ich Ideen z.B. mit <a href="http://www.evernote.com">Evernote </a>oder auch mit einfachen Textanwendungen (unter Windows z.b. das Notepad oder Kate unter Linux) ein. Habe ich jedoch ein wirklich kniffliges intellektuelles Problem zu l&#246;sen oder auch nur einen diffizilen Text zu entwerfen, greife ich oft doch zu Papier und F&#252;ller; in meiner Studienzeit habe ich Exzerpte grunds&#228;tzlich handschriftlich angefertigt, da es mir vor dem Computer nicht so leicht fiel, den Text in ganzer Tiefe zu durchdringen.</p>
<p><strong>Besser analog oder digital?</strong><br />
Mit welcher L&#246;sung man besser f&#228;hrt, ist umstritten. Leo Babauta etwa schw&#246;rt <a href="http://zenhabits.net/2007/04/ztd-habit-1-collect/">zum Festhalten von Ideen</a> aus praktischen Gr&#252;nden auf Papier:</p>
<blockquote><p><strong>I recommend analogue (paper) over digital for this habit</strong>, but if your PDA or smartphone works for you, go for it. The reason I think analogue works better is that it’s much faster — for digital, you not only have to pull it out, but you have to turn it on, go to the right program, click on an entry, and then enter through your entry system. With analogue, you just pull out the notebook and pen and write. Either way works, but I think that the simpler and easier the tools, the more likely you are to use them. Do what works for you, though. <sup class='footnote'><a href='#fn-85-1' id='fnref-85-1'>1</a></sup></p></blockquote>
<p>F&#252;r mich pers&#246;nlich ist Papier da &#252;berlegen, wo Freiheit und Intuition wichtig sind. Die freie, intuitive Gestaltung, die Papier und Stift erm&#246;glichen, wirkt anregend auf meinen kreativen Flu&#223;. Man vergleiche einmal Mindmapping mit Mindmapping-Software und Mindmaps, die mit Papier und Stift entstanden sind. Zus&#228;tzlich bleibe ich vor dem Computer (aus welchen Gr&#252;nden auch immer) eher in eingefahrenen Denkmustern stecken als vor einem Blatt Papier oder meinem Notizbuch.</p>
<p>Joe Falconer listet in einem sehr ausf&#252;hrlichen <a href="http://www.lifehack.org/articles/productivity/the-art-of-note-taking-in-the-digital-age.html]">Artikel auf lifehack.org</a> pro und contra beider M&#246;glichkeiten auf und &#252;berl&#228;&#223;t am Ende dem Leser die Wahl:</p>
<blockquote><p>Note taking is one of those things where the best course of action is totally dependent on what you need to do. Do you need to sketch ideas for your graphic design job? Go paper. Do you need to keep track of shopping lists, things you’ve got to do tomorrow and ideas for articles? Go digital. Need the benefits of both? Then go with both. <sup class='footnote'><a href='#fn-85-2' id='fnref-85-2'>2</a></sup></p></blockquote>
<p>Letztlich ist es eine Sache des Geschmacks und der technischen Ausstattung, ob man sich lieber auf digitale oder analoge Notizen verl&#228;&#223;t. F&#252;r mich pers&#246;nlich erg&#228;nzen sich digitale und analoge Notizen ganz hervorragend &#8211; jedes hat seinen Platz.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-85-1'>Leo Babauta, http://zenhabits.net/2007/04/ztd-habit-1-collect/ <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-85-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-85-2'>Joe Falconer, http://www.lifehack.org/articles/productivity/the-art-of-note-taking-in-the-digital-age.html <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-85-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
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