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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; notieren</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Handwerkszeug II: Der Kalender</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 14:39:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das neue Jahr kommt bald - und damit auch (für die Papiernutzer unter uns) ein neuer Kalender. Doch welcher Kalender ist der ideale?
Darauf gibt es selbstverständlich keine Standardantwort. Für viele ist der Kalender das Herzstück des Zeitmanagements. Kalender und ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Jahr kommt bald &#8211; und damit auch (für die Papiernutzer unter uns) ein neuer Kalender. Doch welcher Kalender ist der ideale?
Darauf gibt es selbstverständlich keine Standardantwort. Für viele ist der Kalender das Herzstück des Zeitmanagements. Kalender und die Ansprüche an sie sind so verschieden wie ihre Nutzer. Natürlich muß ein Kalender für das tägliche Business taugen, eventuell sogar repräsentativ sein. Als Student hat man da eventuell mehr Freiheiten als z.B. in einer Position als Bankangestellte. Er sollte robust genug sein, um täglichen Gebrauch, das eine oder andere weniger sanfte Wegstecken, tägliches Mitgenommenwerden im Rucksack etc. auszuhalten und nach einem Jahr noch brauchbar zu sein. <span id="more-119"></span>Und er muß Platz bieten, damit man das tun kann, wozu ein persönlicher Terminkalender da ist: Termine notieren und verwalten.</p>

<p><strong>Liebe Deinen Kalender!</strong>
Der Kalender muß einfach passen. Es nützt nichts, einen tollen Kalender mit sich herumzuschleppen, den man nicht benutzt, weil man ihn nicht liebt.
Hier sind die Präferenzen sehr verschieden, dem einen ist Handlichkeit oberstes Gebot, die andere braucht Platz für Notizen, wieder jemand anderes möchte astrologische Daten mit im Kalender haben, die Vierte benutzt am liebsten kleine Kunstwerke, der Fünfte mag es minimalistisch. Ich persönlich brauche die richtige Balance zwischen Handlichkeit und Platz für Notizen (A5 oder knapp darunter muß es schon sein), ein Jahresüberblick und Monatsüberblicksteil, Feiertage und Schulferientermine sollten enthalten sein, und der Kalender sollte erlauben, mehrere Termine pro Tag zu notieren, ohne daß es gequetscht und unordentlich aussieht. Hübsche Optik darf für mich auch sein, aber der Innenteil darf nicht allzu bunt und zugekünstelt sein &#8211; ohnehin krakele ich beim Telefonieren auch einmal gerne freie Flächen in meinem Kalender voll.
Beim Kalenderkauf geht m.E. nichts über das In-die-Hand-Nehmen und Anschauen in der Buchhandlung des Vertrauens. Erst da stelle ich fest, ob ein Kalender für mich richtig ist, ob es &#8220;funkt&#8221;, ob ich mir vorstellen kann, damit ein Jahr lang tagtäglich meine Termine festzuhalten.</p>

<p>Ich habe mich dieses Jahr für einen luxuriösen Paperblanks-Kalender entschieden und zusätzlich einen Jahreskalender an der Wand meines Wohn- und Arbeitszimmers &#8211; der dient einzig dem Überblick und manchmal auch der langfristigen Vorfreude (etwa auf die Reise zu Freunden und Familie &#8220;zwischen den Jahren&#8221;).</p>

<p><strong>Was kommt in den Kalender?</strong>
Ich persönlich notiere mir alle Außentermin in meinem Kalender, d.h. alle Termine, die ich mit anderen Menschen ausgemacht habe, ob nun Leute zu mir kommen, ob ich mich mit Freunden zu einem Gang über den Weihnachtsmarkt verabredet habe, ob ich den jährlichen Termin bei meiner Zahnärztin oder ein Geschäftsessen habe. Selten steht da ein Eintrag ohne exakte Uhrzeit oder Ort, manchmal ergänzt um Informationen zum Weg dorthin (etwa die nächste Haltestelle). Ebenfalls in den Kalender kommen Urlaubspläne und Geburtstage von guten Freunden und Familie.
Aufgaben hingegen verwalte ich selten mit dem Kalender; dafür verwende ich elektronische Helfer und papierene To-Do-Listen.
Wie für das Notizbuch gilt auch für den Kalender: er begleitet mich so gut wie immer. Ob ich nun zuhause bin, auf Arbeit, ob ich mit Freunden in der Kneipe sitze, er ist dabei.</p>

<p>Das sind nun natürlich nur meine Angewohnheiten. Liebe Leserinnen, liebe Leser: welche Kalender verwendet Ihr, und wie gebraucht Ihr sie?</p>
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		<title>Handwerkszeug I: Das Notizbuch</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 21:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit zehn Jahren begleitet mich täglich ein Notizbuch. Ursprünglich habe ich diese Idee aus einem Ratgeber für Kreatives Schreiben, der empfahl, immer ein "Sudelbuch" bei sich zu haben. In diesem Notizbuch halte ich alles fest, was mir einfällt, ob ...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zehn Jahren begleitet mich täglich ein Notizbuch. Ursprünglich habe ich diese Idee aus einem Ratgeber für Kreatives Schreiben, der empfahl, immer ein &#8220;Sudelbuch&#8221; bei sich zu haben. In diesem Notizbuch halte ich alles fest, was mir einfällt, ob das nun eine Idee für einen Artikel hier, eine Antwort auf eine private e-mail, eine Idee für eine Geschichte, ein Internetprojekt oder sonst irgendetwas ist. (Für To-Do-Listen verwende ich nach wie vor allerdings eher Karteikarten und digitale Tools.) Das Notizbuch ist ein Ort für Brainstorm, Freewriting, schnelles Festhalten von Geistesblitzen, ein Ort zum (Aus)Spinnen von Ideen. Von der Stichwortliste über Fließtext, Diagramme, Zeichnungen bis zur Mindmap ist fast jede Form von Notizen vertreten.<span id="more-85"></span></p>

<p>Mein Notizbuch, als sozusagen ausgelagerter Teil meiner kreativen Prozesse, enthält auch das eine oder andere Lächerliche, Peinliche, vollkommen ins Unreine gedachte oder aus irgendeinem anderen Grund äußerst Intime, darum zeige ich es nicht einmal meiner besten Freundin. Erst dieses Tabu gibt mir die Freiheit, vollkommen frei vor mich hin schreibend Dinge darin zu entwickeln und erst nach dem Niederschreiben kritisch zu bewerten. Diese Art des Notierens ist eine Gewohnheit, die man sich erst aneignen muß: in den ersten Wochen mag es einem seltsam vorkommen, in der S-Bahn das Notizbuch auszupacken und eine Gedichtstrophe oder eine Idee für den ersten Satz der Hausarbeit zu notieren. Für mich ist das mittlerweile vollkommen normal.</p>

<p>Natürlich gibt es im digitalen Zeitalter auch etliche digitale Lösungen, und ich persönlich benutze durchaus beides parallel &#8211; sitze ich gerade am Computer, fange ich Ideen z.B. mit <a href="http://www.evernote.com">Evernote </a>oder auch mit einfachen Textanwendungen (unter Windows z.b. das Notepad oder Kate unter Linux) ein. Habe ich jedoch ein wirklich kniffliges intellektuelles Problem zu lösen oder auch nur einen diffizilen Text zu entwerfen, greife ich oft doch zu Papier und Füller; in meiner Studienzeit habe ich Exzerpte grundsätzlich handschriftlich angefertigt, da es mir vor dem Computer nicht so leicht fiel, den Text in ganzer Tiefe zu durchdringen.</p>

<p><strong>Besser analog oder digital?</strong>
Mit welcher Lösung man besser fährt, ist umstritten. Leo Babauta etwa schwört <a href="http://zenhabits.net/2007/04/ztd-habit-1-collect/">zum Festhalten von Ideen</a> aus praktischen Gründen auf Papier:</p>

<blockquote><strong>I recommend analogue (paper) over digital for this habit</strong>, but if your PDA or smartphone works for you, go for it. The reason I think analogue works better is that it’s much faster — for digital, you not only have to pull it out, but you have to turn it on, go to the right program, click on an entry, and then enter through your entry system. With analogue, you just pull out the notebook and pen and write. Either way works, but I think that the simpler and easier the tools, the more likely you are to use them. Do what works for you, though. <sup class='footnote'><a href='#fn-85-1' id='fnref-85-1'>1</a></sup></blockquote>

<p>Für mich persönlich ist Papier da überlegen, wo Freiheit und Intuition wichtig sind. Die freie, intuitive Gestaltung, die Papier und Stift ermöglichen, wirkt anregend auf meinen kreativen Fluß. Man vergleiche einmal Mindmapping mit Mindmapping-Software und Mindmaps, die mit Papier und Stift entstanden sind. Zusätzlich bleibe ich vor dem Computer (aus welchen Gründen auch immer) eher in eingefahrenen Denkmustern stecken als vor einem Blatt Papier oder meinem Notizbuch.</p>

<p>Joe Falconer listet in einem sehr ausführlichen <a href="http://www.lifehack.org/articles/productivity/the-art-of-note-taking-in-the-digital-age.html]">Artikel auf lifehack.org</a> pro und contra beider Möglichkeiten auf und überläßt am Ende dem Leser die Wahl:</p>

<blockquote>Note taking is one of those things where the best course of action is totally dependent on what you need to do. Do you need to sketch ideas for your graphic design job? Go paper. Do you need to keep track of shopping lists, things you’ve got to do tomorrow and ideas for articles? Go digital. Need the benefits of both? Then go with both. <sup class='footnote'><a href='#fn-85-2' id='fnref-85-2'>2</a></sup></blockquote>

<p>Letztlich ist es eine Sache des Geschmacks und der technischen Ausstattung, ob man sich lieber auf digitale oder analoge Notizen verläßt. Für mich persönlich ergänzen sich digitale und analoge Notizen ganz hervorragend &#8211; jedes hat seinen Platz.</p>

<div class='footnotes'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-85-1'>Leo Babauta, http://zenhabits.net/2007/04/ztd-habit-1-collect/ <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-85-1'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-85-2'>Joe Falconer, http://www.lifehack.org/articles/productivity/the-art-of-note-taking-in-the-digital-age.html <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-85-2'>&#8617;</a></span></li></ol></div>
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