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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; nebenjob</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Lohnt sich der Nebenjob? Einige Gedanken zu Studentenjobs</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 14:14:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe einen großen Teil meiner Studienzeit nebenher, manchmal auch fast halbtags, gejobbt. Und ich weiß, daß man nicht immer die Wahl hat, daß vielleicht sogar ein großer Teil der jobbenden Studenten hart darum kämpfen, überhaupt einen Job abzugreifen. Ich weiß auch, daß Studienfinanzierung in Zeiten, da das Bachelor/Master-System immer weniger Zeit läßt, nebenher zu arbeiten, zu einem echten Kraftakt werden kann.
Trotzdem habe ich mir, wann immer ich auf Jobsuche war, auch einige Gedanken darum gemacht, ob ich von einem Job überhaupt leben kann &#8211; beziehungsweise: ob ich damit die Lücken stopfen konnte, die ohne Berufstätigkeit in meiner Studienfinanzierung klafften.
Ich habe damals folgende Überlegungen angestellt: <span id="more-334"></span></p>

<ol>
<li>Wie hoch sind die tatsächlichen Lebenshaltungskosten? Die Fixkosten lassen sich leicht zusammenrechnen, um über schwankende Ausgaben wie Lebensmittel, Kleidung, Schreibwaren und Kopien vernünftige Berechnungen anstellen zu können, habe ich einen Monat lang Buch geführt.</li>
<li>Wieviel muß ich / will ich dazuverdienen? Der Mindestwert dessen, was ich verdienen muß, ergibt sich logischerweise aus der Differenz zwischen anderen Finanzierungsquellen (BAFöG, Unterhalt von den Eltern&#8230;) und den errechneten Lebenshaltungskosten.</li>
<li>Wieviel Zeit kann ich investieren, ohne daß mein Studium vollkommen auf der Strecke bleibt, bzw. wieviel Zeit steht mir zur Verfügung? Das hängt auch davon ab, 
<ol><li>wie flexibel sind die Arbeitszeiten sind und wie sehr sie mit den Lehrveranstaltungszeiten an der Uni kollidieren: Ich habe zum Beispiel einmal für eine Versicherung an der Hotline gearbeitet, und die Arbeitszeiten lagen in Vierstundenschichten Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr, freitags bis 13 Uhr. Zusammen mit der Neigung vieler Dozenten, ihre Vorlesungen zwischen 10 und 16 Uhr an Dienstagen, Mittwochen und Donnerstagen anzubieten, gab das einen Termin-Supergau.</li>
<li>wie anstrengend der Job ist: bin ich zum Beispiel war nach einer Callcenterschicht so alle, daß ich nach einer Schicht nur noch geistlos in der Ecke hängen und fernsehen will und mich noch nicht einmal mehr auf einfache Aufgaben konzentrieren kann?</li>
<li>wieviel für Fahrzeiten draufgeht: Das Büro, in dem ich in dem oben erwähnten Job arbeitete, lag so ziemlich am entgegengesetzten Ende von Berlin wie meine Uni. Ich hatte, je nach Institut, mindestens eine Stunde Fahrzeit dorthin.</li>
</ol></li>
<li>Bei Jobs nach Leistung: wie lange brauche ich z.B., um einen Text zu schreiben, wenn ich fürs Texten bezahlt werde? kann ich [evtl. nach Probe-Tagen festlegen] damit rechnen, einen akzeptablen Stundenlohn erzielen, bzw. ist es realistisch, daß ich in der Zeit, die ich für einen Job erübrigen kann, das Einkommen erziele, das ich brauche?</li>
<li>Bei Jobs, bei denen ich nach Leistung oder auch nach geleisteten Stunden bezahlt werde, sollte ein Polster für Krankheits- und Urlaubszeiten bleiben. Urlaub ist kein Luxus, sondern notwendige Zeit zur Erholung! Analoges gilt für erholsame Freizeit und (Und es ist eine <em>sehr</em> schlechte Idee, sich mit dem Studienabschluß so sehr zu verausgaben, daß man seine Berufstätigkeit schon mit einem Burnout beginnt.)</li>
<li>Der notwendige Hinzuverdienst durch die Anzahl der Stunden, die man monatlich arbeiten kann, ergibt den Nettostundenlohn, den man anstreben sollte. Zu berücksichtigen ist dabei: Brutto ist auch für Studenten nicht immer gleich netto, Steuer, Rentenversicherung, eventuell auch Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fallen durchaus an und knapsen einen beträchtlichen Teil ab.</li>
</ol>

<p>Um das alles auszurechnen, hilft vielleicht auch Studenten der <a href="http://www.guru-20.info/freelancehour/">Stundensatztrechner für Freelancer</a> von guru 2.0.</p>

<p>Bevor man sich als Student ins Jobben stürzt, sollte man sich auch erkundigen, welche Finanzierungsmöglichkeiten noch in Frage kommen: das können BAFöG oder ein Studienkredit sein, aber vielleicht kommt auch ein <a href="http://www.check24.de/kredit/">Online-Kredit</a> oder ein Kredit innerhalb der Familie in Frage. Wer kein BAFöG beziehen kann, kann vielleicht Wohngeld bekommen (das hat mir einen großen Teil meines Studiums wesentlich geholfen). Meines Erachtens ist es ein echter Kraftakt, ein Studium mit Job ohne wesentliche Verlängerung der Studienzeit zu schaffen &#8211; und ohne Geldsorgen studiert es sich wesentlich besser. Im Zweifelsfall lohnt es sich, besser früher als später beim örtlichen Studentenwerk oder auch beim AStA um Rat zu fragen, wenn sich eine ernste Finanzierungslücke abzeichnet.</p>
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