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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; Methoden</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Das Gr&#252;ndungsdokument der Schreibstube</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 15:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gleichgewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hatte den Gedanken schon l&#228;nger: Meine "Schreibstu [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte den Gedanken schon l&#228;nger: Meine &#8220;Schreibstube&#8221; wurde ja aus einem einzigen Forenbeitrag geboren. Ich glaube, auf dem urspr&#252;nglichen Forum ist er l&#228;ngst nicht mehr vorhanden. Diesen Beitrag wollte ich gern mit Euch teilen. Hier ist er &#8211; Usernamen habe ich ausgelassen:</p>
<p><span id="more-224"></span><br />
Hallo xx,</p>
<blockquote><p>
Irgendwie f&#252;hle ich mich gerade von meinem Studium &#252;berfordert. [...] Ihr kennt nicht zuf&#228;llig eine gute Methode, etwas Ordnung in mein Studienchaos zu bringen und das Ganze irgendwie halbwegs systematisch anzugehen?</p></blockquote>
<p>Herzlich willkommen im Club der Aufschiebe-Geplagten! Und gut, da&#223; Du das schon im ersten Semester angehen willst. Viele bemerken das Problem ja erst viel sp&#228;ter&#8230; *sigh* *auf ihren Ava schiel*</p>
<p>Vielleicht solltest Du erst einmal eine Bestandsaufnahme machen: Was ist alles liegengeblieben? Was mu&#223;t Du an laufenden Arbeiten noch erledigen?<br />
Ich habe lange auch mit liegengebliebenen Arbeiten gek&#228;mpft und versucht, gleichzeitig &#8220;normal&#8221; weiterzumachen mit dem Studium &#8211; h&#228;tte ich mir zwischendrin mal ein Semester Auszeit genommen und nur das Liegengebliebene zuende gef&#252;hrt, h&#228;tte ich diesen Berg schneller abtragen k&#246;nnen&#8230;</p>
<p>Hier sind die Dinge, die in meiner Trickkiste obenauf liegen:</p>
<p><strong>1. Arbeitszeit eingrenzen und Freizeit</strong><br />
Ich habe lange den Fehler gemacht (und gelegentlich, wenn ich den Zeitdruck sp&#252;re, mache ich ihn heute noch), zu denken, da&#223; ich kein Leben neben dem Studium haben darf. Blo&#223; keine Projekte nebenher. Nat&#252;rlich habe ich trotzdem andere Sachen gemacht und dabei ein rebellisches &#8220;Das nehm ich mir jetzt!&#8221;-Gef&#252;hl gehabt, danach ein schlechtes Gewissen. Und dann wollte ich nat&#252;rlich erst recht nicht mehr ans Arbeiten denken &#8211; verflixter Teufelskreis!<br />
Ein Psychologe meinte zu mir mal: Jede Planung f&#228;ngt mit der Planung der Freizeit an. Das wollte ich nat&#252;rlich nicht glauben, aber auf die lange Sicht ist es wichtig, nicht im Ausnahmezustand zu leben, keine &#8220;Gef&#228;ngnisstrafe&#8221; aus dem Studium zu machen. Mir hilft es, die Studienzeit zu begrenzen und, sagen wir, um 20 Uhr (ich bin eine Sp&#228;t-Arbeiterin) zu sagen: Feierabend! Allein schon, weil irgendwann solche Dinge wie Essen, K&#246;rperpflege, Kommunikation usw. ja auch stattfinden m&#252;ssen.<br />
In der letzten Lernphase ging es allerdings auch, da&#223; ich mich nach dem Abendessen usw. noch einmal eine Stunde hingesetzt habe, aber da hatte ich dann auch schon Freizeit gehabt.<br />
Entscheidend ist f&#252;r mich gar nicht mal die [i]Quantit&#228;t[/i] der Freizeit, sondern die Balance zwischen Leben und Arbeit und die Qualit&#228;t der Freizeit. Sie soll wirklich erholsam sein. Dementsprechend g&#246;nne ich mir auch das eine oder andere Vorhaben nebenher, das Spa&#223; macht und Befriedigung bringt.</p>
<p><strong>2. Agenda</strong><br />
Ich schreibe mir oft am Montag eine Agenda f&#252;r die Woche. Wenn ich alles aufgelistet habe, was ich diese Woche vorhabe, vergebe ich Priorit&#228;ten, ungef&#228;hr:<br />
Rot &#8211; objektiv dringend (z.B. B&#252;cher, die ablaufen und nicht zu verl&#228;ngern sind)<br />
Blau &#8211; mu&#223; gemacht werden, scheint dringend, kann aber (wenns sein mu&#223;) noch warten<br />
Gelb &#8211; das w&#228;re sch&#246;n, mu&#223; aber nicht unbedingt sein, auch Sachen, die noch l&#228;nger warten k&#246;nnen</p>
<p>Und dann versuche ich, jeden Tag einen Punkt von jeder Kategorie zu erledigen. Ich streiche erledigte Aufgaben gr&#252;n durch, damit ich sie von weggefallenen Aufgaben unterscheiden kann. Meistens steht am Sonntag immer noch was drauf, und meistens kommt im Lauf der Woche noch was dazu. That&#8217;s life. Wenn ich am Sonntag zumindest nichts Rotes mehr dastehen habe, bin ich zufrieden.</p>
<p><strong>3. Arbeitstagebuch</strong><br />
Ich f&#252;hre ein Arbeitstagebuch, in das ich reinschreibe, was ich wann an welchem Ort gemacht habe, mit ein, zwei Worten zum Gef&#252;hl dabei und zur Zufriedenheit. Das hilft mir 1. gegen das &#8220;Ich hab gar nix getan!&#8221;-Gef&#252;hl und 2. kann ich damit feststellen, wann und wo ich am besten arbeite, wieviel Arbeitszeit ich realistischerweise in einem Tag unterbringen kann, ohne mich kaputtzumachen, was wieviel Zeit in Anspruch nimmt und welche Arbeiten ich tendenziell am l&#228;ngsten vor mir herschiebe &#8211; also zusammenfassend: es erlaubt mir, mein Arbeitsverhalten zu analysieren und dementsprechend auch realistischer zu planen.</p>
<p><strong>4. Einzelschritte</strong><br />
Ich zerlege die anstehende Arbeit, soweit m&#246;glich, in Einzelschritte. Das macht das Ganze besser zu bew&#228;ltigen und &#252;berhaupt erst planbar. Ich vergleiche wissenschaftliche Arbeit gerne damit, einen Berg zu besteigen. Wenn ich zu Fu&#223; auf einen Sechstausender rauf will, gehe ich ja nicht einfach los, sondern ich schaue mir eine Karte an: wo kann ich lang, wie weit ist das, wo kann ich mich unterwegs versorgen, wo kann ich &#252;bernachten, was mu&#223; ich mitnehmen ins Basislager?<br />
Wenn ich diese Einzelschritte habe, macht das zugleich den Fortschritt f&#252;hlbarer, ich finde es immer schon befriedigend, wenn ich einen davon als erledigt abhaken kann.</p>
<p><strong>5. &#220;bersicht behalten</strong><br />
Ich verschaffe mir immer wieder &#220;bersicht: Wo stehe ich in meinem Projekt? Was ist schon gemacht, was mu&#223; noch sein, wie weit bin ich mit einzelnen Teilaufgaben? Es ist manchmal unangenehm, die eigene Planung revidieren zu m&#252;ssen, aber der &#8220;Uhrenvergleich&#8221; mit der Realit&#228;t mu&#223; sein. Um im Bergsteigerbild zu bleiben: Wenn das Wetter gut ist, kann ich lange Tagesetappen gehen, wenn ich dagegen feststelle, da&#223; die Route, die auf der Karte gangbar aussah, doch nicht begehbar ist (sei es, weil ich die Steigung falsch eingesch&#228;tzt habe, weil die Karte veraltet war oder weil da gestern ein Bergrutsch niedergegangen ist), mu&#223; ich eine andere suchen. Beim Bergsteigen mu&#223; ich mich auch aufs Wetter einstellen, und wenn es st&#252;rmt, tue ich mir keinen Gefallen damit, dann eine Gletscher&#252;berquerung zu wagen.<br />
Ich habe z.B. auch gerne eine B&#252;cherliste dabei, auf der alle B&#252;cher draufstehen, die ich f&#252;r das jeweilige Projekt brauche, und ggf. auch, ob ich sie besorgt habe, wo sie stehen etc. &#8211; f&#252;r Literaturverwaltung kann ich &#252;brigens nur empfehlen, sich ein Bibliographieprogramm zuzulegen. Dazu gab&#8217;s hier auch schon mal einen Thread.</p>
<p><strong>6. Kreative Methoden</strong><br />
Ich wei&#223; nicht, ob Dir Mindmapping, Clustering, Brainstorming, Rapid Writing etc. was sagen. Ich m&#246;chte jedenfalls nicht mehr ohne diese Methoden arbeiten &#8211; dazu gibt&#8217;s aber auch reichlich B&#252;cher.</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e<br />
xx</p>


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		<title>Die Schere im Kopf: Der innere Zensor</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 08:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gel&#246;scht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung bl&#246;d ist oder man das Gef&#252;hl hat, sich dabei fachlich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Klingt bekannt? Dieses Ph&#228;nomen nenne ich den &#8220;inneren Zensor&#8221;. F&#252;r mich ist er der Kreativit&#228;tskiller Nummer eins.</p>
<p>Das kritische Denken, von dem der innere Zensor eine Instanz ist, hat durchaus seine Berechtigung, n&#228;mlich da&#223; es unsere &#196;u&#223;erungen und Gedanken hinterfragt und auf Qualit&#228;t bedacht ist.<span id="more-72"></span> Nur pflegt der innere Zensor sich zum falschen Zeitpunkt am st&#228;rksten einzumischen, n&#228;mlich beim ersten Niederschreiben der Gedanken. Das ist die empfindlichste Phase. Steht erst einmal ein Text da, ist ein Gedanke erst einmal niedergeschrieben, erscheint er oft gar nicht mehr so banal wie beim reinen Nachdenken. Oft l&#228;&#223;t sich die Qualit&#228;t einer Idee dann erst richtig beurteilen. In der Phase der &#220;berarbeitung, wenn es um das (selbst)kritische Konsolidieren von Ideen geht, hat der Zensor seine Berechtigung, aber meist ist er dann nicht mehr gar so &#252;bereifrig.</p>
<p>Aber was kann man dagegen tun, da&#223; der innere Zensor sich zur Unzeit, n&#228;mlich beim Verfassen des Rohtexts, einmischt?</p>
<ul>
<li>Per Hand schreiben. Da&#223; man am Computer sofort editieren kann, macht dem Zensor n&#228;mlich das Leben leichter. Zudem mu&#223; man Handgeschriebenes noch abtippen, was ein Schritt der besonders intensiven &#220;berarbeitung sein kann.</li>
<li>Beim Niederschreiben erster Ideen nichts durchstreichen oder editieren, sondern das auf die &#220;berarbeitung des Textes verschieben.</li>
<li>Brainstorm: Unterschiedslos alles niederschreiben, was einem einf&#228;llt, ohne zu beurteilen oder abzuw&#228;gen, Beurteilung auf sp&#228;ter verschieben.</li>
<li>Freischreiben/Freewriting: Schnelles Schreiben ohne Absetzen oder Pause. Lutz von Werder beschreibt die Technik so:</li>
</ul>
<blockquote><p>&#8220;Motivieren Sie sich f&#252;nf Minuten, ohne Halt einfach zu schreiben. Wenn Ihnen nichts einf&#228;llt, schreiben Sie &#252;ber Ihren Schreibblock. Die einzige Bedingung des &#8216;Free-Writing&#8217; ist es, im Schreibproze&#223; zu bleiben. Das Ziel des &#8216;Free-Writing&#8217; ist der Proze&#223;, nicht das Produkt.&#8221; (Lutz von Werder, Kreatives Schreiben von Diplom- und Doktorarbeiten, Berlin [Schibri] 2000, S. 22.)</p></blockquote>
<ul>
<li>Clustering/Mindmapping. Die sichtbare Hierarchisierung bringt Struktur, System und Ordnung in die Gedanken, die Methode hat trotzdem etwas Spielerisches &#8211; da bleibt der gestrenge Zensor au&#223;en vor. (Siehe auch: von Werder, Kreatives Schreiben&#8230;, S. 27-31.)</li>
<li>Vorerst einmal bewu&#223;t &#8220;doof&#8221; und &#8220;wie einem der Schnabel gewachsen ist&#8221; schreiben: Eine wissenschaftlich klingende Formulierung kann man sp&#228;ter immer noch finden.</li>
<li>F&#252;r einen Adressaten schreiben: Das Thema einem Kind, Lebensgef&#228;hrte/in, der Gro&#223;mutter&#8230; erkl&#228;ren. Viele Studenten haben Probleme damit, in &#8220;wissenschaftlicher&#8221; Sprache zu schreiben; entkoppelt man das Aufschreiben des Inhalts <em>vorerst</em> von der sprachlichen Darstellung, nimmt das die H&#252;rde &#8220;Wissenschaftlichkeit&#8221; erst einmal weg. Zudem wei&#223; man als StudentIn oft nicht so genau, f&#252;r wen man nun eigentlich schreibt &#8211; f&#252;r die Dozentin/den Dozenten oder doch f&#252;r ein unterstelltes wissenschaftliches Publikum? Letzteres ist als Adressat reichlich diffus.</li>
<li>Zeitdruck herstellen bzw. mit Zeitbegrenzung und in extremer Geschwindigkeit arbeiten, das hei&#223;t, sich gar keine Zeit nehmen, nachzudenken und das Geschriebene zu kritisieren.</li>
</ul>
<p>Mit diesen Strategien bin ich bisher zu gutem Rohmaterial gekommen. Und das ist die Grundlage f&#252;r einen guten Sachtext.</p>


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		<title>Die Steter-Tropfen-Methode oder: Dranbleiben!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 18:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA["Auch eine Reise von zehntausend Meilen beginnt mit dem [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Auch eine Reise von zehntausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.&#8221; </em>(Laotse zugeschrieben)</p>
<p>Kann man eigentlich in einer Sache vorankommen, wenn man nur sehr beschr&#228;nkte Zeit investiert? Man kann. Vorausgesetzt, man tut das sehr regelm&#228;&#223;ig &#252;ber einen langen Zeitraum. &#8220;Steter Tropfen h&#246;hlt den Stein&#8221;, wei&#223; das alte Sprichwort. Und die Hemmung, sich eine halbe Stunde mit einer ungeliebten Aufgabe zu befassen, ist wesentlich geringer, als sich gleich eine lange Zeit vorzunehmen.<span id="more-18"></span></p>
<p>Ich habe dieses Prinzip z.B. angewendet, als ich mir j&#252;ngst Layout mit <a title="Scribus-Homepage" href="http://www.scribus.net" target="_blank">Scribus</a> beigebracht habe. Nat&#252;rlich hat es ein paar Wochen gedauert, bis ich mich in alle Features eingelesen hatte, aber ich bin &#252;berzeugt, da&#223; das Ergebnis nachhaltiger ist, als wenn ich mich ein Wochenende hingesetzt und mich am St&#252;ck durch das Intro-Tutorial auf der Scribus-Homepage gearbeitet h&#228;tte.</p>
<p>Wieviel Zeit man pro &#8220;Tropfen&#8221; investiert, ist dabei vom Inhalt abh&#228;ngig. Wenn ich einen riesigen Aktenstapel habe, den ich in F&#252;nf-Minuten-Einheiten abtragen will, kann ich damit vorankommen. F&#252;nf Minuten Sport oder f&#252;nf Minuten Klavier &#252;ben dagegen d&#252;rften eher sinnlos sein. Der Trick ist hier die <a href="http://http://ckutzner.wordpress.com/2008/07/03/wunderwaffe-kurzzeitweckerwunderwaffe-kurzzeitwecker/" target="_self">bewu&#223;te Zeitbegrenzung</a>, die ein &#8220;Sichverlieren&#8221; in der T&#228;tigkeit verhindert.</p>
<p>Wof&#252;r eignet sich diese Methode? F&#252;r stupide T&#228;tigkeiten, die nicht &#8220;in einem Rutsch&#8221; durchgef&#252;hrt werden m&#252;ssen, aber vor allem f&#252;r T&#228;tigkeiten mit Lern- und Trainingscharakter, auch Aufgaben mit dem Charakter des Entwickelns und f&#252;r alle T&#228;tigkeiten, die man in sehr kleine Schritte aufteilen kann.</p>
<p>Wichtig ist, wie ich schon am Anfang schrieb, die Regelm&#228;&#223;igkeit, die begrenzten Schritte und da&#223; man irgendeine Form findet, sich zu merken, wo man beim letzten Schritt stehengeblieben ist. Da kann es durchaus ein Bestandteil des Trainings zu sein, schriftlich festzuhalten, was man das letzte Mal getan hat &#8211; nicht da&#223; man zehn Minuten von der geplanten Viertelstunde damit verbringt, zu r&#228;tseln, wo man gestern aufgeh&#246;rt hat.</p>
<p>(Ich habe diese Methode &#252;brigens nicht erfunden: Florian Steglich von imgriff.com schreibt etwa hier &#252;ber die <a href="http://imgriff.com/2008/05/25/das-kleine-einmaleins-die-salami-taktik/">Salami-Taktik</a> und hier &#8220;<a href="http://imgriff.com/2008/07/06/das-kleine-einmaleins-30-minuten-sind-ein-anfang/" target="_blank">30 Minuten sind ein Anfang</a>&#8220;.)</p>


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		<title>Wunderwaffe Kurzzeitwecker oder: Vom Nutzen der Zeitbeschr&#228;nkung</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 14:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
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<ul>
<li>Ein &#8220;sportliches&#8221;, aber zu bew&#228;ltigendes Zeitlimit hilft bei der Fokussierung.</li>
<li>Ein absehbares Ende senkt den Widerstand, eine Aufgabe &#252;berhaupt anzugehen.</li>
<li>Bin ich mir bewu&#223;t, da&#223; meine Zeit beschr&#228;nkt ist, bildet das ein Gegengewicht zu &#252;berzogenem Perfektionismus.</li>
<li>Zeitbeschr&#228;nkung hilft, mich nicht in kleinteiliger Detailarbeit zu verlieren bzw. daraus auch wieder aufzutauchen und das Ganze im Blick zu behalten.</li>
</ul>
<p>Ein Psychologe erz&#228;hlte mir dazu eine Geschichte aus der Schreibforschung, die mich sehr beeindruckt hat. Da gab es einmal einen Studenten, der nicht eine Minute konzentriert an einer Sache arbeiten konnte. Er fing damit an, sich nur eine Minute auf eine Sache zu konzentrieren &#8211; und danach sofort aufzuh&#246;ren. Nach einigen Tagen konnte er die Zeit auf zwei Minuten ausdehnen, nach einigen Wochen arbeitete er bereits eine Viertelstunde am St&#252;ck konzentriert. Ein Jahr sp&#228;ter war er soweit, da&#223; er hochkonzentriert eine Stunde arbeitete, eine kurze Pause machte und dann noch einmal eine Stunde arbeitete.</p>
<p>Was ist also wichtig bei der Zeitbeschr&#228;nkung?</p>
<ul>
<li>Wirklich ernst meinen und einhalten. Nicht den Kurzzeitwecker ausstellen und einfach weiterarbeiten, sondern nach der gesetzten Zeit wirklich aufh&#246;ren. Wenn ich regelm&#228;&#223;ig gesetzte Zeiten nicht einhalte, mu&#223; ich entweder am Arbeitspensum etwas verringern oder mir realistischere Zeiten setzen.</li>
<li>Mut zum Feierabend. Der Arbeit Grenzen setzen &#8211; denn dazu ist das Spiel mit der Zeitbeschr&#228;nkung ja gedacht. &#8220;Der Arbeit Grenzen setzen&#8221; hei&#223;t nicht faul sein, sondern im Gegenteil die Endlichkeit der eigenen Arbeitszeit ernst zu nehmen, sich auch Zeit zu nehmen, sich zu regenerieren und somit auf Dauer gut mit der eigenen Produktivit&#228;t umzugehen.</li>
</ul>
<p>Als Hilfsmittel dabei verwende ich verschiedene Tools: einen handels&#252;blichen Kurzzeitwecker, die Timerfunktion meines Handys und seit kurzem auch das Softwaretool <a href="http://www.workrave.org" target="_blank">Workrave</a>, das automatisiert zu Pausen auffordert und auch ein einstellbares t&#228;gliches Limit hat.</p>


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