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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; meditation</title>
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		<title>Gezielt entspannen: Den Stre&#223; abschalten</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 17:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Erf&#252;llende Hobbies sind ein gutes Gegengewicht zu Stre&#223; im Studium oder im Beruf; manchmal aber hat man entweder keine Zeit daf&#252;r oder der Entspannungsfaktor durch angenehme Besch&#228;ftigung reicht nicht ganz, um einen vom Stre&#223; herunterzubringen. Im Unterschied zu gew&#246;hnlichen Freizeitaktivit&#228;ten bin ich beim gezielten Entspannen ganz bei mir und ganz im Augenblick. Auch bei einer angenehmen Besch&#228;ftigung bin ich mit etwas &#8220;au&#223;er mir&#8221; besch&#228;ftigt, und gerade &#8220;Ablenkung&#8221; geht mit geh&#246;rigem &#8220;geistigem Hintergrundger&#228;usch&#8221; vonstatten.<span id="more-171"></span> Mich von einem stressigen Alltag abzulenken, ist in etwa so, als w&#252;rde ich versuchen, Baustellenl&#228;rm durch laute Musik zu &#252;bert&#246;nen. Entspannung dagegen hei&#223;t f&#252;r mich zu sich selbst kommen. Wenn ich meditiere (meine bevorzugte Methode, mich zu entspannen), trete ich quasi einen Schritt zur&#252;ck und gehe auf Abstand zu meinen allt&#228;glichen Gedanken.</p>
<p>Der Unterschied zur Selbstreflektion, die stattfindet, wenn ich mich mit meiner Planung auseinandersetze, etwa bei meiner t&#228;glichen Arbeitsplanung und oder dem Wochenr&#252;ckblick, liegt in den Worten &#8220;Hier und Jetzt&#8221;. Beim R&#252;ckblicken und Planen befasse ich mich mit Vergangenheit und Zukunft. Auch ist diese Planung oft mit pragmatischen und organisatorischen Fragen, mit To-Do-Listen, Gedanken &#252;ber Orte und Aktivit&#228;ten verbunden. In der Entspannung dagegen geht es um das Nicht-Tun, um das Sein im Augenblick.</p>
<p>Es gibt eine ganze Reihe Entspannungstechniken. Manche davon sind einfach zu lernen, manche etwas komplexer, und mit welcher man gut loslassen und vom Alltag herunterkommen kann, ist eine Sache des pers&#246;nlichen Geschmacks und der Veranlagung. Im folgenden einige (unvollst&#228;ndige) Beispiele:</p>
<p><strong>Meditation</strong><br />
Bei diesem Stichwort denken viele wahrscheinlich zuerst an Indien oder an den Buddhismus. Meditation kann als spirituelle &#220;bung praktiziert werden, aber auch als reine Entspannungs&#252;bung. Ich empfehle dazu das Buch &#8220;Einfach meditieren&#8221; von Clark Strand, eine sehr simple und aufger&#228;umte Einf&#252;hrung ins Thema.</p>
<p><strong>Gef&#252;hrte Meditationen (&#8220;Phantasiereisen&#8221;)</strong><br />
Wem das stille Dasitzen bei der klassischen Meditation zu dr&#246;ge ist, der findet vielleicht an gef&#252;hrten Meditationen Gefallen. Hier &#8220;f&#252;hrt&#8221; ein Erz&#228;hler den Zuh&#246;rer durch Vorstellungen in die Enspannung, was gerade f&#252;r Anf&#228;nger sehr angenehm sein kann. Es erfordert allerdings die Bereitschaft, sich darauf einzulassen und sich der f&#252;hrenden Stimme anzuvertrauen. Bei manchen Phantasiereise-CDs erklingt im Hintergrund Entspannungsmusik; ich kenne Leute, die auf diese Musik aggressiv reagieren. Vor dem Kauf Probeh&#246;ren ist also Trumpf.</p>
<p><strong>Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson</strong><br />
Die Progressive Muskelrelaxation geht die Sache &#252;ber den K&#246;rper an. Bewu&#223;t werden einzelne Muskeln oder Muskelgruppen angespannt und wieder losgelassen, was eine tiefere Entspannung erm&#246;glicht als mit der reinen Entspannung.</p>
<p><strong>Autogenes Training</strong><br />
Das Autogene Training ist ein ganzer Komplex verschiedener &#220;bungen, die auf Autosuggestion beruhen &#8211; etwa die Vorstellung, da&#223; die Gliedma&#223;en schwer und warm sind. Mit zunehmendem Training ist damit immer leichter eine willentliche Enspannung m&#246;glich.</p>
<p><strong>Feldenkrais</strong><br />
Hier erreichen wir das Territorium der meditativen Bewegungspraktiken. Die Bewegungsarbeit nach Moshe Feldenkrais verfolgt eigentlich das Ziel, in Sachen Bewegung zu schulen, und zwar in dem Sinne, da&#223; man ineffiziente, unphysiologisch anstrengende Bewegungen durch effizientere, ges&#252;ndere ersetzt. Da diese Bewegungsschulung aber sehr langsam und achtsam vonstatten geht, hat sie auch einen sehr entspannenden Effekt.</p>
<p>Entspannungstechniken sind &#220;bungssache und m&#252;ssen, damit sie ihre ganze Wirkung entfalten, regelm&#228;&#223;ig ge&#252;bt werden, bestenfalls zur Gewohnheit werden. Auch hier gilt: &#8216;nicht anstatt, sondern zusammen mit anderen erf&#252;llenden Freizeitaktivit&#228;ten&#8217; hei&#223;t der K&#246;nigsweg. Es braucht auch nicht jeder diese ruhige Art der Entspannung; manchen bringt vielleicht ein k&#246;rperlich und geistig forderndes Kampfkunsttraining mehr als alle Meditation. K&#246;rper, Geist, Seele, Soziales und der Spa&#223; am Leben wollen ins Gleichgewicht gebracht sein.</p>


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