Tag Archive for 'hipster pda'

Symptomatisch?

Ich lese gerade “Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin” von Kathrin Passig und Sascha Lobo. Und prompt habe ich meinen Hipster PDA verlegt. Koinzidenz?

- edit sagt: Hab ihn wieder. Er steckte in der Hosentasche meiner Jeans, die ich gestern, aber nicht heute anhatte.
Tatsächlich bereitete es mir in diesen paar Stunden am meisten Kopfzerbrechen, welche Ideen mir da wohl verloren gegangen sind und welche möglicherweise sensiblen ToDos unbefugten Augen ausgesetzt sein könnten.

Selbstversuch: Zurück zu Papier

Seit geraumer Zeit verwende ich digitale Helfer (erst ThinkingRock, dann Remember The Milk), um meine Aufgaben zu verwalten. Ich habe festgestellt, daß es mit einem digitalen System zwar leicht fällt, alles, was einen so anspringt, zu erfassen und zu regeln, daß ich mich aber allzu oft im Tagesgeschäft verliere und die längerfristigen Ziele aus den Augen verliere, mich reaktiv nur mit den Aufgaben beschäftige, die mir so hingeworfen werden, statt aktiv anzugehen, was mir wichtig ist und langfristiges Wachstum bringt. (Mir fällt gerade auf, daß ich keine Aufgabenverwaltungssoftware kenne, die so etwas wie eine Anbindung von täglicher Agenda an langfristige Ziele beherzigt: kenne ich ein solches Programm nur nicht, oder gibt es keins?)
Zudem bin ich kein Mensch, der ununterbrochen einen Computer oder ein internetfähiges Handy in Reichweite hat. Meine fruchtbarsten Momente finden eher statt, wenn die Datenschleuder aus ist und das Handy nicht klingelt, und mit einem Stift in der Hand denke ich meist tiefer, mutiger und kreativer als auf eine Tastatur eintippend.
Darum versuche ich jetzt, einen anachronistischen Weg einzuschlagen: Zurück zum Papier. Ich werde in den nächsten vier Wochen meine Aufgaben mit einem Hipster PDA verwalten, habe mir vorgenommen, die Gewohnheit Nr. 2 aus Zen To Done zu beherzigen, nämlich das Durcharbeiten, und mich zugleich bei der Planung auf drei Hauptaufgaben pro Tag zu beschränken.
Was ich davon erwarte, ist eine Verschiebung des Fokus weg vom “regeln” und reaktiven Verwalten hin zu klareren persönlichen Prioritäten und aktiverem Angehen von Zielen, sowie eine bessere Verbindung zwischen meinen langfristigen Zielen und täglichen Agenda. Mal sehen, was ich in vier Wochen darüber berichten kann.




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