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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; freude</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Ein Plädoyer für das JETZT</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 20:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wenn du erst dein Studium abgeschlossen hast und in Lohn und Brot bist, wird alles gut&#8221;, sagten mir während meines Studiums enge Verwandte, um mich über Durststrecken hinwegzutrösten. Was lieb gemeint war, hinterließ bei mir einen bitteren Nebengeschmack: ich wußte, daß mit dem Studienabschluß eben nicht alles in trockenen Tüchern sein würde, und die Festanstellung ist längst kein Garant für Wohlstand mehr. Zudem beeinträchtigten manche von diesen Sorgen mein Studium auch. Nun kann ich diesen (mir sehr lieben) Menschen zugute halten, daß sie aus einer Generation stammten, in der Berufstätigkeit und vor allem eine Festanstellung, namentlich als Akademiker, noch eher und zuverlässiger zu materieller Sicherheit führte als heute. Doch die Logik des &#8220;Entweder oder&#8221; dahinter &#8211; entweder es geht mir jetzt gut ODER später &#8211; hat mir schon immer mißfallen. Zudem bin ich kein Mensch, der sich allzu lang mit vagen Hoffnungen auf eine schöne Zukunft vertrösten läßt.</p>

<p>Sehen wir einem ins Auge: Die Zukunft ist unsicher. Sie kommt selten so, wie wir uns das vorher vorgestellt haben. &#8220;Wenn ich erst XY habe, wird alles gut&#8221; ist eine Illusion. Nach dem Studienabschluß kommt vielleicht erst einmal eine längere Jobsuche, bin ich fest angestellt, habe ich da vielleicht Sorgen mit Kunden oder Kollegen; mache ich mich selbständig, erweist sich  meine Geschäftsidee vielleicht nicht als tragfähig genug; habe ich eine tolle Wohnung gefunden, ist sie vielleicht renovierungsbedürftig. Habe ich eine/n Partner/in gefunden, den/die ich liebe, gibt es vielleicht bei aller Liebe auch Streit und Konflikte. Aber das Schöne an all diesen möglichen zukünftigen Kümmernissen ist: es ist vollkommen müßig, sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Sie können eintreffen, müssen das aber nicht, und kein Mensch kann allen negativen Entwicklungen zuvorkommen. Sorgen kommen und gehen &#8211; in jeder Lebenssituation.</p>

<p>Das Jetzt ist der einzige Moment, in dem ich tatsächlich etwas tun kann und auch der einzige Moment, in dem ich das Leben genießen kann. Dabei gibt es kein Entweder-Oder: Vieles, was mich Zielen wirklich näher bringt, tue ich genau wegen dieses Wissens mit Freude. Ziele sind für mich inspirierend und geben mir Richtung, aber wer hält nicht auf einer Wanderung einmal inne und genießt die Aussicht?</p>

<p>In diesem Sinne: genießt Euer Leben &#8211; und verzeiht mir diesen pathetischen Ausbruch: das wollte ich mal loswerden.</p>
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		<title>Relax! Wie Freizeit wirklich erholsam wird</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 19:31:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vom guten Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Die meisten von uns dürften das kennen: Man kommt nach einem anstrengenden Arbeitstag heim und sinkt entseelt aufs Sofa. Glotze an. Und dann klebt man den ganzen Abend davor. Wahlweise auch sinnlos surfend im Internet. Irgendwann geht man dann ...
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_27" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://ckutzner.files.wordpress.com/2008/08/relaximgras.jpg"><img class="size-full wp-image-27" title="relax!" src="http://ckutzner.files.wordpress.com/2008/08/relaximgras.jpg" alt="" width="250" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Bildquelle: www.pixelio.de</p></div>

<p>Die meisten von uns dürften das kennen: Man kommt nach einem anstrengenden Arbeitstag heim und sinkt entseelt aufs Sofa. Glotze an. Und dann klebt man den ganzen Abend davor. Wahlweise auch sinnlos surfend im Internet. Irgendwann geht man dann ins Bett mit einem leisen Ärger darüber, daß man seine Freizeit mal wieder sinnlos verbracht hat &#8211; und wirklich erholsam war das auch nicht.
Was kann man tun, damit Freizeit wirklich erholsam wird? <span id="more-38"></span>Paradoxerweise braucht erholsame Freizeit einen gewissen Pegel an Aktivität, sei es auch nur der beherzte Druck auf den Aus-Knopf der Fernbedienung.
Das wichtigste Kriterium für Erholung ist eine Qualität, die sich von der Arbeit deutlich unterscheidet, und fast noch wichtiger: Freizeit darf nicht den Charakter von Pflicht haben. Natürlich kann auch ehrenamtliche Arbeit sehr bereichernd sein, aber wenn der Charakter von Pflicht zu überwiegen beginnt, würde ich mir überlegen, das Ganze sein zu lassen.</p>

<p>Gleich danach kommt für mich: Spaß. Freizeit soll Spaß machen, Farbe und Freude in den Alltag bringen. Last not least soll Freizeit ja auch der Erholung dienen. Erholung muß aber nicht immer nur etwas Passives sein: hier darf auch mal ein Projekt sein, das zwischendurch anstrengend wird. Wer schon einmal mit einem seligen Grinsen von einer Bergwanderung wiederkam, wird das bestätigen können.</p>

<p>Hier also meine Top 6:</p>

<ol>
<li><p>Sport
Sport ist ein wunderbarer Ausgleich. Streß produziert Adrenalin, ein Hormon, das eigentlich dazu da ist, uns in einer Gefahrensituation körperlich auf Hochtouren zu bringen &#8211; vorm Computer sitzend oder in der Bibliothek brütend gibt es selten Gelegenheit, das abzubauen. Zum Adrenalinabbau ist nichts besser als körperliche Betätigung, und nichts macht meinen Kopf nach einem Tag hinter dem Computer so frei wie eine halbe Stunde laufen.</p></li>
<li><p>Mal gar nichts tun
Man könnte das auch Meditieren nennen. Muß man aber nicht. <a href="http://zenhabits.net/2007/03/the-art-of-doing-nothing/">Leo Babautas</a> Beitrag zu diesem Thema habe ich nichts hinzuzufügen.</p></li>
<li><p>Ein kreatives oder handwerkliches Hobby
Egal ob Handarbeit, Heimwerken, Gartenarbeit oder Musizieren: Hauptsache, es unterscheidet sich merklich von dem, was man auf Arbeit tut und ist nicht überwiegend Pflicht. Für mich persönlich sind historische Handarbeitstechniken immer eine willkommene Abwechslung zum Sitzen vorm Computer.</p></li>
<li><p>Socialize!
Ein abend mit Freunden im echten Leben ist etwas unglaublich bereicherndes. Das kann, muß aber nicht der Stammtisch sein: gemeinsam Musik oder Theater machen oder sonst irgendwas unternehmen empfinde ich als erholsam. Wichtig ist dabei, daß ich mit anderen Leuten zu tun habe als bei der Arbeit.</p></li>
<li><p>Natur
Ob ich nur einen Sonntagnachmittag im Wald verbringe oder gleich mehrere Tage zelten gehe: Draußen sein, Wind und Wetter ausgesetzt, von Bäumen, Wiesen und Wäldern umgeben, hat einen sehr ausgleichenden Effekt auf mich. In der Natur zu sein, hilft mir, meine Prioritäten geradezurücken und mich an das zu erinnern, was mir in meinem Leben wirklich wichtig ist.</p></li>
<li><p>Körperpflege und Wellness
Vielleicht ist das eine spezifisch weibliche Idee, aber auch mal einen Abend lang bewußt etwas für meine Schönheit zu tun, kann gleichzeitig &#8220;mir etwas Gutes tun&#8221; heißen und entspannend sein, wenn es ohne Zeitdruck und Pflichtcharakter geschieht.</p></li>
</ol>

<p>Natürlich sind das nun meine Ideen, absolut subjektiv und unvollständig. Liebe Leserinnen, liebe Leser &#8211; was macht <em>Eure</em> Freizeit erholsam?</p>

<p>(Bildquelle: <a href="http://www.pixelio.de">pixelio</a>)</p>
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