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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; Zeitmanagement</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Seminare besuchen &#8211; wann lohnt sich das?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 07:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
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		<description><![CDATA[Welche Universit&#228;tsseminare ich besuchte, habe ich im  [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche Universit&#228;tsseminare ich besuchte, habe ich im Studium vor allem nach pragmatischen Gesichtspunkten entschieden: oft blieben im Puzzlespiel zwischen zwei F&#228;chern, Veranstaltungen an mehreren Universit&#228;ten und wechselnden Brotjobs nur wenige Optionen &#252;brig. Und von diesen w&#228;hlte ich dann meist das Seminar, dessen Thema mich mehr interessierte.</p>
<p>Wann aber lohnt es sich, ein Seminar zu besuchen, das nicht Pflicht ist und vielleicht neben der Investition in Zeit auch noch Geld kostet? Zweifellos nicht immer: Manche F&#228;higkeiten kann man sich leicht selbst aneignen, z.B. aus B&#252;chern oder aus dem Internet lernen.</p>
<p><span id="more-300"></span></p>
<p>Die Zeit und eventuell das Geld zu investieren, lohnt sich indessen, wenn</p>
<ul>
<li>man einen schnellen Einstieg in ein Thema braucht und sich rasch Grundlagen aneignen mu&#223;,</li>
<li>man allein nicht “reinkommt” – so ging es mir mit Excel, erst in einem Kurs an der <a href="http://www.zedat.fu-berlin.de/Home">ZEDAT</a> begriff ich, wozu dieses Programm gut ist und wie es funktioniert;</li>
<li>es hilft, die theoretisch angeeigneten Kenntnisse gleich zusammen mit anderen praktisch zu erproben,  z.b. beim Lernen von Fremdsprachen, oder</li>
<li>es um ein Thema, eine Fertigkeit, geht, die sogar nur in der Interaktion mit anderen zu lernen ist, ob das nun Dirigieren, Ensemblemusik, Gespr&#228;chsf&#252;hrungstechnik oder ein Teamsport ist.</li>
<p>Nicht zuletzt gibt einem ein Seminar oft auch Impulse, die man nicht erhielte, wenn man ganz allein vor sich hin lernt. Zum Gl&#252;ck mu&#223; man heute auch nicht mehr immer physisch anwesend sein: Webinare oder Trainings am Telefon machen gemeinsames Lernen auch auf Distanz m&#246;glich.</ul>
<ul>Meiner Erfahrung nach ist gegen&#252;ber dem autodidaktischen Lernen der Zeitgewinn durch ein gut gestaltetes Seminar auch nicht zu vernachl&#228;ssigen. Zwar investiert man erst einmal einige Stunden, einen Tag oder auch ein Wochenende. Sich Recherchetechniken, Bibliotheksnutzung, die Bedienung von Word oder Zeitmanagement auf diese Weise anzueignen statt in kompletter Eigenregie, zahlt sich sehr bald aus – gerade, wenn man es eilig hat.</ul>
<ul>Was gute Lehrveranstaltungen, ob Universit&#228;tsvorlesung oder betriebliche Weiterbildung, kennzeichnet, dar&#252;ber habe ich mir auf <a href="http://imgriff.com">imgriff.com</a> schon Gedanken gemacht: <a href="http://imgriff.com/2009/11/10/studium-muessen-vorlesungen-immer-langweilig-sein/">M&#252;ssen Vorlesungen immer langweilig sein?</a></ul>


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		<title>Produktiv mit Papier: Die vorl&#228;ufige Bilanz</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 06:14:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
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		<category><![CDATA[Balance]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit bald einem halben Jahr nutze ich fast ausschlie&#223;lich <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2009/02/selbstversuch-zuruck-zu-papier/">Papier f&#252;r mein Zeitmanagement</a>. Zeit f&#252;r eine (vorl&#228;ufige) Bilanz: Mein <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2009/03/zeitmanagement-mit-papier-und-stift-die-details/">Setup</a> hat sich im wesentlichen nicht ver&#228;ndert (au&#223;er, da&#223; ich den Archiv-Teil abgeschafft habe und erledigte Agenda-K&#228;rtchen gleich wegwerfe); ich nutze nach wie vor einen Karteikasten, einen Hipster PDA und einen Taschenkalender.</p>
<p><strong>Was hat sich ver&#228;ndert?</strong><br />
Ich bin <em>weniger perfektionistisch</em>. Ab und zu entgeht mir tats&#228;chlich etwas, aber das ist nicht schlimm, da ich mich im Gro&#223;en und Ganzen <em>entspannter</em> f&#252;hle; vor allem die Zen To Done-Empfehlung, nur die drei wichtigsten Aufgaben des Tages festzulegen, ist eine gro&#223;artige Entlastung. Nicht, da&#223; ich dann nicht trotzdem jede Menge Kleinigkeiten nebenbei erledige; aber durch den Fokus auf &#8220;wichtigste&#8221;, nicht unbedingt dringlichste Aufgaben f&#252;hle ich mich gleichzeitig <em>fokussierter</em>.</p>
<p>Zeit f&#252;r den w&#246;chentlichen R&#252;ckblick zu finden, bleibt anstrengend (wen wundert es: <a href="http://www.jobisjob.de/">40-Stunden-Job</a> plus Schreiben f&#252;r imgriff.com sind viel). Auch an der Balance zwischen dem &#8220;Zeug, das so anf&#228;llt&#8221; und dem gro&#223;en &#220;berblick arbeite ich noch &#8211; und an der gesamten Work-Life-Balance ohnehin. <span id="more-237"></span>Solange ich jedoch den Wochenr&#252;ckblick konsequent praktiziere, hat das Paper-only-System einen sehr positiven Effekt auf die gef&#252;hlte Verbindung von langfristigen Zielen und &#8220;Tagesgesch&#228;ft&#8221;. Das wichtigste f&#252;r mich ist jedoch nach wie vor, da&#223; Papier &#252;berall greifbar ist und ich dadurch unabh&#228;ngig vom Computer bin, den ich tats&#228;chlich gerne auch mal ausschalte.</p>
<p>Teilweise bin ich zum Digitalen zur&#252;ckgekehrt: f&#252;r Aufgaben, die ausschlie&#223;lich mit Digitalem zu tun haben, nutze ich inzwischen wieder erg&#228;nzend <a href="http://rememberthemilk.com">Remember The Milk</a>, au&#223;erdem f&#252;r die Aufgabenverwaltung im B&#252;ro (ein reiner Computerjob) und die Terminkoordination mit den Kollegen Outlook sowie das CRM <a href="http://www.vtiger.de/">vtiger</a>. Reine Lehre ist das nicht (zumindest Leo Babauta predigt &#8220;Ein System f&#252;r alles&#8221;), aber es ist praktisch und RTM ist zudem unschlagbar simpel.</p>
<p>Soweit also meine Bilanz. Kann ich es empfehlen, Zeitmanagement mit Papier und Stift zu treiben? Ich w&#252;rde sagen, es ist zum einen Geschmackssache und zum anderen auch davon abh&#228;ngig, ob man &#8220;always on&#8221; ist oder nicht; ich bin davon &#252;berzeugt, da&#223; jedes Zeitmanagementsystem, ob nun analog oder digital, prim&#228;r eine Sache der Gewohnheiten ist.</p>


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		<title>Das Gr&#252;ndungsdokument der Schreibstube</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2009/04/das-gruendungsdokument-der-schreibstube/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 15:40:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gleichgewicht]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte den Gedanken schon l&#228;nger: Meine "Schreibstu [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte den Gedanken schon l&#228;nger: Meine &#8220;Schreibstube&#8221; wurde ja aus einem einzigen Forenbeitrag geboren. Ich glaube, auf dem urspr&#252;nglichen Forum ist er l&#228;ngst nicht mehr vorhanden. Diesen Beitrag wollte ich gern mit Euch teilen. Hier ist er &#8211; Usernamen habe ich ausgelassen:</p>
<p><span id="more-224"></span><br />
Hallo xx,</p>
<blockquote><p>
Irgendwie f&#252;hle ich mich gerade von meinem Studium &#252;berfordert. [...] Ihr kennt nicht zuf&#228;llig eine gute Methode, etwas Ordnung in mein Studienchaos zu bringen und das Ganze irgendwie halbwegs systematisch anzugehen?</p></blockquote>
<p>Herzlich willkommen im Club der Aufschiebe-Geplagten! Und gut, da&#223; Du das schon im ersten Semester angehen willst. Viele bemerken das Problem ja erst viel sp&#228;ter&#8230; *sigh* *auf ihren Ava schiel*</p>
<p>Vielleicht solltest Du erst einmal eine Bestandsaufnahme machen: Was ist alles liegengeblieben? Was mu&#223;t Du an laufenden Arbeiten noch erledigen?<br />
Ich habe lange auch mit liegengebliebenen Arbeiten gek&#228;mpft und versucht, gleichzeitig &#8220;normal&#8221; weiterzumachen mit dem Studium &#8211; h&#228;tte ich mir zwischendrin mal ein Semester Auszeit genommen und nur das Liegengebliebene zuende gef&#252;hrt, h&#228;tte ich diesen Berg schneller abtragen k&#246;nnen&#8230;</p>
<p>Hier sind die Dinge, die in meiner Trickkiste obenauf liegen:</p>
<p><strong>1. Arbeitszeit eingrenzen und Freizeit</strong><br />
Ich habe lange den Fehler gemacht (und gelegentlich, wenn ich den Zeitdruck sp&#252;re, mache ich ihn heute noch), zu denken, da&#223; ich kein Leben neben dem Studium haben darf. Blo&#223; keine Projekte nebenher. Nat&#252;rlich habe ich trotzdem andere Sachen gemacht und dabei ein rebellisches &#8220;Das nehm ich mir jetzt!&#8221;-Gef&#252;hl gehabt, danach ein schlechtes Gewissen. Und dann wollte ich nat&#252;rlich erst recht nicht mehr ans Arbeiten denken &#8211; verflixter Teufelskreis!<br />
Ein Psychologe meinte zu mir mal: Jede Planung f&#228;ngt mit der Planung der Freizeit an. Das wollte ich nat&#252;rlich nicht glauben, aber auf die lange Sicht ist es wichtig, nicht im Ausnahmezustand zu leben, keine &#8220;Gef&#228;ngnisstrafe&#8221; aus dem Studium zu machen. Mir hilft es, die Studienzeit zu begrenzen und, sagen wir, um 20 Uhr (ich bin eine Sp&#228;t-Arbeiterin) zu sagen: Feierabend! Allein schon, weil irgendwann solche Dinge wie Essen, K&#246;rperpflege, Kommunikation usw. ja auch stattfinden m&#252;ssen.<br />
In der letzten Lernphase ging es allerdings auch, da&#223; ich mich nach dem Abendessen usw. noch einmal eine Stunde hingesetzt habe, aber da hatte ich dann auch schon Freizeit gehabt.<br />
Entscheidend ist f&#252;r mich gar nicht mal die [i]Quantit&#228;t[/i] der Freizeit, sondern die Balance zwischen Leben und Arbeit und die Qualit&#228;t der Freizeit. Sie soll wirklich erholsam sein. Dementsprechend g&#246;nne ich mir auch das eine oder andere Vorhaben nebenher, das Spa&#223; macht und Befriedigung bringt.</p>
<p><strong>2. Agenda</strong><br />
Ich schreibe mir oft am Montag eine Agenda f&#252;r die Woche. Wenn ich alles aufgelistet habe, was ich diese Woche vorhabe, vergebe ich Priorit&#228;ten, ungef&#228;hr:<br />
Rot &#8211; objektiv dringend (z.B. B&#252;cher, die ablaufen und nicht zu verl&#228;ngern sind)<br />
Blau &#8211; mu&#223; gemacht werden, scheint dringend, kann aber (wenns sein mu&#223;) noch warten<br />
Gelb &#8211; das w&#228;re sch&#246;n, mu&#223; aber nicht unbedingt sein, auch Sachen, die noch l&#228;nger warten k&#246;nnen</p>
<p>Und dann versuche ich, jeden Tag einen Punkt von jeder Kategorie zu erledigen. Ich streiche erledigte Aufgaben gr&#252;n durch, damit ich sie von weggefallenen Aufgaben unterscheiden kann. Meistens steht am Sonntag immer noch was drauf, und meistens kommt im Lauf der Woche noch was dazu. That&#8217;s life. Wenn ich am Sonntag zumindest nichts Rotes mehr dastehen habe, bin ich zufrieden.</p>
<p><strong>3. Arbeitstagebuch</strong><br />
Ich f&#252;hre ein Arbeitstagebuch, in das ich reinschreibe, was ich wann an welchem Ort gemacht habe, mit ein, zwei Worten zum Gef&#252;hl dabei und zur Zufriedenheit. Das hilft mir 1. gegen das &#8220;Ich hab gar nix getan!&#8221;-Gef&#252;hl und 2. kann ich damit feststellen, wann und wo ich am besten arbeite, wieviel Arbeitszeit ich realistischerweise in einem Tag unterbringen kann, ohne mich kaputtzumachen, was wieviel Zeit in Anspruch nimmt und welche Arbeiten ich tendenziell am l&#228;ngsten vor mir herschiebe &#8211; also zusammenfassend: es erlaubt mir, mein Arbeitsverhalten zu analysieren und dementsprechend auch realistischer zu planen.</p>
<p><strong>4. Einzelschritte</strong><br />
Ich zerlege die anstehende Arbeit, soweit m&#246;glich, in Einzelschritte. Das macht das Ganze besser zu bew&#228;ltigen und &#252;berhaupt erst planbar. Ich vergleiche wissenschaftliche Arbeit gerne damit, einen Berg zu besteigen. Wenn ich zu Fu&#223; auf einen Sechstausender rauf will, gehe ich ja nicht einfach los, sondern ich schaue mir eine Karte an: wo kann ich lang, wie weit ist das, wo kann ich mich unterwegs versorgen, wo kann ich &#252;bernachten, was mu&#223; ich mitnehmen ins Basislager?<br />
Wenn ich diese Einzelschritte habe, macht das zugleich den Fortschritt f&#252;hlbarer, ich finde es immer schon befriedigend, wenn ich einen davon als erledigt abhaken kann.</p>
<p><strong>5. &#220;bersicht behalten</strong><br />
Ich verschaffe mir immer wieder &#220;bersicht: Wo stehe ich in meinem Projekt? Was ist schon gemacht, was mu&#223; noch sein, wie weit bin ich mit einzelnen Teilaufgaben? Es ist manchmal unangenehm, die eigene Planung revidieren zu m&#252;ssen, aber der &#8220;Uhrenvergleich&#8221; mit der Realit&#228;t mu&#223; sein. Um im Bergsteigerbild zu bleiben: Wenn das Wetter gut ist, kann ich lange Tagesetappen gehen, wenn ich dagegen feststelle, da&#223; die Route, die auf der Karte gangbar aussah, doch nicht begehbar ist (sei es, weil ich die Steigung falsch eingesch&#228;tzt habe, weil die Karte veraltet war oder weil da gestern ein Bergrutsch niedergegangen ist), mu&#223; ich eine andere suchen. Beim Bergsteigen mu&#223; ich mich auch aufs Wetter einstellen, und wenn es st&#252;rmt, tue ich mir keinen Gefallen damit, dann eine Gletscher&#252;berquerung zu wagen.<br />
Ich habe z.B. auch gerne eine B&#252;cherliste dabei, auf der alle B&#252;cher draufstehen, die ich f&#252;r das jeweilige Projekt brauche, und ggf. auch, ob ich sie besorgt habe, wo sie stehen etc. &#8211; f&#252;r Literaturverwaltung kann ich &#252;brigens nur empfehlen, sich ein Bibliographieprogramm zuzulegen. Dazu gab&#8217;s hier auch schon mal einen Thread.</p>
<p><strong>6. Kreative Methoden</strong><br />
Ich wei&#223; nicht, ob Dir Mindmapping, Clustering, Brainstorming, Rapid Writing etc. was sagen. Ich m&#246;chte jedenfalls nicht mehr ohne diese Methoden arbeiten &#8211; dazu gibt&#8217;s aber auch reichlich B&#252;cher.</p>
<p>Viele Gr&#252;&#223;e<br />
xx</p>


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		<title>Zeitmanagement mit Papier und Stift: Die Details</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 07:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich neulich &#252;ber meinen Selbstversuch, <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2009/02/selbstversuch-zuruck-zu-papier/">meine Agenda analog zu verwalten</a>, schrieb, will ich hier einen Zwischenstand geben und Euch berichten, wie ich das in ein System umgesetzt habe.<br />
Die beiden Herzst&#252;cke meines Setups sind ein kleiner Karteikasten und ein reichlicher Packen Karteikarten im Format A7. Das Format habe ich gew&#228;hlt, weil ich fr&#252;her mit A6 gearbeitet habe und sich diese Karten als zu gro&#223; erwiesen haben. Ich konnte darauf zu viele Aufgaben notieren. Das kleinere Format zwingt mich zu mehr Fokussierung, au&#223;erdem pa&#223;t es in die Ges&#228;&#223;tasche einer Jeans.<br />
Ein kleines B&#252;ndel dieser Karteikarten nehme ich t&#228;glich mit, zusammgehalten mit einer gro&#223;en Aktenklammer. Auf eine Seite des Stapels kommt eine Karte mit dem Datum und den drei wichtigsten Aufgaben (die ich am Abend vorher, sp&#228;testens aber morgens festlege), auf der anderen Seite notiere ich im Lauf des Tages Einf&#228;lle, sei das ein Buch, das ich aus der Bibliothek leihen will, eine Einkaufsliste, eine Aufgabe oder ein Stichwort f&#252;r ein Artikelthema.<br />
Abends kommt der Karteikasten zum Einsatz. Als ich ihn kaufte, waren alphabetische Registerkarten dabei, mit denen ich ein paar F&#228;cher gebildet habe:<span id="more-194"></span></p>
<ul>
<li> <strong>E</strong> markiert meinen Eingang. Neue Aufgaben, alles, was noch verarbeitet werden mu&#223; (etwa meine Notizen des Tages), kommt erst einmal dort hinein, abends werden sie durchgegangen und sortiert &#8211; neue Aufgaben werden der Wochenagenda hinzugef&#252;gt, wenn ich sie sinnvollerweise diese Woche erledige, Ideen und anderes in die entsprechenden F&#228;cher einsortiert.</li>
<li><strong>A</strong> ist die Ablage. Alte Aufgabenkarten kommen dorthin, damit ich sie beim Wochenr&#252;ckblick griffbereit habe und noch einmal ansehen kann. Nach dem Wochenr&#252;ckblick werfe ich sie weg.</li>
<li> <strong>M</strong> &#8211; &#8220;maybe/someday&#8221;. Aufgabe, die ich umsetzen m&#246;chte, f&#252;r die ich aber jetzt keine Zeit habe, all die &#8220;ich w&#252;rde gerne mal&#8221;- Dinge.</li>
<li> <strong>I</strong> &#8211; mein Sub-Zettelkasten z.b. f&#252;r Artikelideen, k&#252;nstlerische Projekte etc.</li>
<li><strong>R</strong> bezeichnet Referenz: Ideen, die ich nicht unmittelbar umsetze und auch nicht auf die &#8220;maybe/someday&#8221;-Liste setze, aber trotzdem behalten m&#246;chte (als &#8220;da hatte ich doch mal eine Idee&#8221;-Reserve).</li>
<li> <strong>W</strong> &#8211; Wiedervorlage: diese Woche noch nicht f&#228;llig, wird sinnvollerweise erst zu einem sp&#228;teren Zeitpunkt getan.</li>
</ul>
<p>Am Samstag mache ich dann einen R&#252;ckblick: Was ist erledigt? Was mu&#223; auf die Agenda der n&#228;chsten Woche, was geh&#246;rt in eins der anderen F&#228;cher? Dazu lege ich auf einem A4-Blatt eine Liste an, auf der ich meine Wochenziele nach <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/rollen-identitaten-und-ziele/">Lebensbereichen</a> gegliedert aufschreibe: optimalerweise notiere ich pro Lebensbereich nicht mehr als drei Aufgaben. Ich werfe auch meistens einen Blick auf meine Jahresziele, die ich auf einer analogen Liste notiert habe, und sehe nach, wo ich einen Schritt auf ein Jahresziel zu machen kann. (Auch hier habe ich pro Lebensbereich etwa drei Ziele notiert.)</p>
<p>Ich gebe zu: das ist ein komplexes Setup, einiges ginge vielleicht einfacher, und vielleicht ver&#228;ndere ich auch nochmal einiges daran.</p>
<p>Wie f&#252;hlt sich das Projekt bisher an? Entspannter und fokussierter als mit Software. Wahrscheinlich w&#228;re die Zen to Done-Regel, nur die drei wichtigsten Aufgaben am Tag verbindlich festzulegen, auch mit Software realisierbar &#8211; auf Papier gelingt es mir besser. Zudem ist es mir in den letzten zwei Wochen ganz gut gelungen, etwas entspannter damit umzugehen, wenn einmal etwas liegenbleibt. Mit dieser Entwicklung bin ich durchaus zufrieden.</p>


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		<title>Selbstversuch: Zur&#252;ck zu Papier</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2009/02/selbstversuch-zuruck-zu-papier/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Feb 2009 11:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit geraumer Zeit verwende ich digitale Helfer (erst <a href="http://trgtd.com.au" target="_blank" title="trusted system for GTD">ThinkingRock</a>, dann <a href="http://rememberthemilk.com" target="_blank" title="webbasierte ToDo-Liste">Remember The Milk</a>), um meine Aufgaben zu verwalten. Ich habe festgestellt, da&#223; es mit einem digitalen System zwar leicht f&#228;llt, alles, was einen so anspringt, zu erfassen und zu regeln, da&#223; ich mich aber allzu oft im Tagesgesch&#228;ft verliere und die l&#228;ngerfristigen Ziele aus den Augen verliere, mich reaktiv nur mit den Aufgaben besch&#228;ftige, die mir so hingeworfen werden, statt aktiv anzugehen, was mir wichtig ist und langfristiges Wachstum bringt. (Mir f&#228;llt gerade auf, da&#223; ich keine Aufgabenverwaltungssoftware kenne, die so etwas wie eine Anbindung von t&#228;glicher Agenda an langfristige Ziele beherzigt: kenne ich ein solches Programm nur nicht, oder gibt es keins?)<br />
Zudem bin ich kein Mensch, der ununterbrochen einen Computer oder ein internetf&#228;higes Handy in Reichweite hat. Meine fruchtbarsten Momente finden eher statt, wenn die Datenschleuder aus ist und das Handy nicht klingelt, und mit einem Stift in der Hand denke ich meist tiefer, mutiger und kreativer als auf eine Tastatur eintippend.<br />
Darum versuche ich jetzt, einen anachronistischen Weg einzuschlagen: Zur&#252;ck zum Papier. Ich werde in den n&#228;chsten vier Wochen meine Aufgaben mit einem <a href="http://www.43folders.com/2004/09/03/introducing-the-hipster-pda">Hipster PDA</a> verwalten, habe mir vorgenommen, die Gewohnheit Nr. 2 aus Zen To Done zu beherzigen, n&#228;mlich das Durcharbeiten, und mich zugleich bei der Planung auf drei Hauptaufgaben pro Tag zu beschr&#228;nken.<br />
Was ich davon erwarte, ist eine Verschiebung des Fokus weg vom &#8220;regeln&#8221; und reaktiven Verwalten hin zu klareren pers&#246;nlichen Priorit&#228;ten und aktiverem Angehen von Zielen, sowie eine bessere Verbindung zwischen meinen langfristigen Zielen und t&#228;glichen Agenda. Mal sehen, was ich in vier Wochen dar&#252;ber berichten kann.</p>


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		<title>Was tun, wenn alles zuviel wird?</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/12/was-tun-wenn-alles-zuviel-wird/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 17:49:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[planung]]></category>
		<category><![CDATA[Priorität]]></category>
		<category><![CDATA[ressourcen]]></category>
		<category><![CDATA[überforderung]]></category>
		<category><![CDATA[zuviel]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Tage, da st&#252;rzen die Aufgaben scheinbar nur so auf einen ein. Irgendwann ist alles zuviel, und man m&#246;chte am liebsten ins Bett kriechen und die Decke &#252;ber den Kopf ziehen. Doch gerade das kommt in so einer Situaltion nicht in Frage.</p>
<p>Meine Strategie dagegen sieht so aus:</p>
<p><span id="more-108"></span></p>
<ol>
<li>Einen Tee oder Kaffee kochen und mir eine kurze Atempause genehmigen.</li>
<li>Mich an einem ruhigen Ort hinsetzen und alle Aufgaben aufschreiben, die mir gerade im Kopf herumspuken.</li>
<li>F&#228;llt mir nichts weiter ein, wird von dieser Liste erst einmal alles gestrichen, was nicht <em>wirklich</em> sein mu&#223; oder was ich nicht <em>unbedingt</em> tun will. Hier ist auch der Punkt, zu schauen, ob man eine Aufgabe selbst erledigen mu&#223; oder ob man sie an jemand anderen abgeben kann &#8211; vielleicht kann z.B. mein Mitbewohner, wenn er morgen ohnehin in die Bibliothek geht, meine geliehenen B&#252;cher mitnehmen.</li>
<li>Die &#252;brigen Aufgaben werden mit einer Priorit&#228;t versehen, zum Beispiel nach <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/06/die-dreifarbige-agenda/">diesem System</a>.</li>
<li>Wahrscheinlich ist immer noch zuviel auf der Liste, um es an einem Tag zu erledigen: Was davon mu&#223; heute noch sein? Was hat die nachteiligsten Konsequenzen, wenn ich es nicht tue bzw. liegenlasse? Diese Aufgaben gehe ich gleich an. Wenn der Widerstand sehr gro&#223; ist, arbeite ich oft erst einmal zwei, drei kleinigkeiten ab, dann habe ich das Gef&#252;hl, schon einmal etwas erledigt zu haben und habe mich &#8220;warmgeschafft&#8221;. Hier lauert allerdings eine Prokrastinationsfalle, n&#228;mlich lauter Kleinigkeiten zu erledigen und dabei den wichtigen &#8220;gro&#223;en Brocken&#8221; immer weiter vor sich herzuschieben.</li>
</ol>
<p>F&#252;r mich ist es gerade in so einer Situation wichtig, den &#220;berblick zu behalten, also z.B. mein <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/07/selbstbeobachtung-als-grundlage-der-planung/">Arbeitstagebuch</a> zu f&#252;hren, erledigte Aufgaben abzuhaken, meine Agenda, eventuell auch meine Projektplanung, in Sichtweite zu behalten, sowie darauf zu achten, da&#223; ich meine Ressourcen nicht &#252;berstrapaziere. Also: gerade nicht zu arbeiten, bis nichts mehr geht, sondern mir abends noch ein, zwei Stunden f&#252;r mich zu nehmen und ganz bewu&#223;t zu <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/08/relax-wie-freizeit-wirklich-erholsam-wird/">regenerieren</a>.</p>


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		<title>Rollen, Identit&#228;ten und Ziele</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/rollen-identitaten-und-ziele/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 08:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prinzipien]]></category>
		<category><![CDATA[Vom guten Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Vision]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein pers&#246;nliches Leitbild zu erstellen, ist in der Reg [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://imgriff.com/2008/03/16/wie-erstellt-man-ein-persoenliches-leitbild-und-wozu-ueberhaupt/" target="_blank">pers&#246;nliches Leitbild</a> zu erstellen, ist in der Regel eine lohnenswerte Investition, kann sich aber auch als &#252;berw&#228;ltigende Aufgabe herausstellen, wenn man nicht wei&#223;, was man von seinem Leben eigentlich will und welche Identit&#228;ten man lebt. Manchmal ist darum ein hilfreicher Schritt, vor dem Losschreiben am Leitbild erst einmal zu &#252;berlegen, in welchen Rollen man eigentlich durchs Leben geht. <span id="more-62"></span>Lothar Seiwert bezeichnet diese Identit&#228;ten als <em>Lebensh&#252;te:</em></p>
<blockquote><p>Man bringt nicht alles unter einen Hut, aber unter sieben schon, meint dazu Lothar Seiwert. Mit seinem Konzept der «Lebensh&#252;te» sind Rollen gemeint, die man im Leben einnimmt. So kann man Mutter respektive Vater sein und gleichzeitig Mitarbeiter/in einer Firma. Die Zahl der eingenommenen Rollen sollte nicht mehr als sieben betragen, denn sp&#228;testens dann k&#246;nnen sie kaum mehr richtig ausgef&#252;llt werden. Deshalb gilt es zu beachten: Die einzelnen Lebensbereiche k&#246;nnen durchaus mehrere Rollen beinhalten. Innerhalb der Familie etwa kann man sowohl Mutter/Vater als auch Ehefrau oder Ehemann sein.</p></blockquote>
<p><a href="http://imgriff.com/2008/07/17/zeitbudget-iein-zeitbudget-erstellen/#more-1138">(Zeitbudget I:Ein Zeitbudget erstellen » imgriff.com</a>.)</p>
<p>Wenn man sich dann &#252;berlegt: Was m&#246;chte ich in dieser Rolle in meinem Leben erreichen?, kommt man meiner Erfahrung nach schneller zu sinnvollen Zielen, eben rollenspezifischen, die dann zum Beispiel lauten: Wie m&#246;chte ich als Mutter/Vater/Liebste(r) sein? Als MitarbeiterIn? Was m&#246;chte ich als Autorin, als K&#252;nstlerin mit meinem Leben anfangen? Wie m&#246;chte ich meine Freundschaften gestalten? Meiner Erfahrung nach sind diese jeweils f&#252;r einen Lebensbereich spezifischen Ziele wesentlich leichter konkret zu fassen als globale Ziele f&#252;r das ganze Leben.</p>


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		<title>Selbstbeobachtung als Grundlage der Planung</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/07/selbstbeobachtung-als-grundlage-der-planung/</link>
		<comments>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/07/selbstbeobachtung-als-grundlage-der-planung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 13:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrhythmus]]></category>
		<category><![CDATA[Protokoll]]></category>
		<category><![CDATA[Rhythmus]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Jahren meines Studiums f&#252;hrte ich ein A [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren meines Studiums f&#252;hrte ich ein Arbeitstagebuch, in dem ich festhielt, was ich wann an welchem Ort gemacht habe, mit ein, zwei Worten zum Gef&#252;hl dabei und zur Zufriedenheit. Das half mir erstens gegen das &#8220;Ich hab gar nix getan!&#8221;-Gef&#252;hl und zweitens konnte ich damit feststellen, wann und wo ich am besten arbeite, wieviel Arbeitszeit ich realistischerweise in einem Tag unterbringen kann, ohne mich kaputtzumachen, was wieviel Zeit in Anspruch nimmt und welche Arbeiten ich tendenziell am l&#228;ngsten vor mir herschiebe &#8211; also zusammenfassend: es erlaubte mir, mein Arbeitsverhalten zu analysieren und dementsprechend auch realistischer zu planen.<span id="more-21"></span></p>
<p>Ein anderer Weg zur Selbstbeobachtung ist das farbige Tagesprotokoll. (Diese Methode habe ich von Roland Hahne gelernt.) Dazu benutze ich eine Tabelle (leicht in Excel, OpenOffice oder Google Docs anzufertigen), die je ein Feld f&#252;r die 24 Stunden des Tages hat, mit sieben Spalten (eine pro Wochentag), und vier bis f&#252;nf farbige Stifte. Wo die Woche anf&#228;ngt, mu&#223; jeder selbst entscheiden, auch, ob der Tag f&#252;r einen um 0 Uhr, um 6 Uhr oder zu einer ganz anderen Tageszeit anf&#228;ngt.<br />
F&#252;r jeden Lebensbereich w&#228;hlt man eine Farbe.</p>
<p>Meine Farben waren die folgenden:</p>
<ul>
<li>Rot &#8211; Lebensnotwendiges (Einkaufen, Essen, K&#246;rperpflege&#8230;)</li>
<li>Blau &#8211; Schlaf</li>
<li>Gr&#252;n &#8211; Studium (ich wandte diese Methode in einer schwierigen Phase meines Studiums an)</li>
<li>Braun &#8211; Erwerbst&#228;tigkeit</li>
<li>Gelb &#8211; Freizeit</li>
</ul>
<p>Wegzeiten z&#228;hlten jeweils in den Lebensbereich, mit dem die T&#228;tigkeit, die am Zielort ausgef&#252;hrt wird, zu tun hatte, also der Arbeitsweg zum Bereich Erwerbst&#228;tigkeit.</p>
<p>Mindestens am Abend, besser zwei- oder dreimal t&#228;glich tr&#228;gt man dann mit den entsprechenden Farben ein, wie man die Zeit verbracht hat, indem man einfach die Fl&#228;che ausmalt, die zur jeweiligen Zeit geh&#246;rt.</p>
<p>Um auch noch die Zeitqualit&#228;t festzuhalten, gibt es folgende Qualit&#228;tsabstufungen:</p>
<ul>
<li>Voll ausgemalt: So soll&#8217;s sein. Ich bin voll zufrieden mit dieser Zeit.</li>
<li>Schraffiert: Nicht so gut. Ich bin nicht so zufrieden damit.</li>
<li>Nur umrandet: Total unzufrieden.</li>
</ul>
<p>Mit dieser Art des Protokolls wird die eigene Rhythmik schnell anschaulich, man erkennt auch, zu welchen Zeiten man tendenziell produktiver ist, in welchem Lebensbereich es &#8220;rund&#8221; l&#228;uft und wo es hakt.</p>
<p>Wozu diese Selbstbeobachtung? Manchmal h&#228;ngt es an ganz anderen Stellen, als man vorher vermutet hat. Einfaches Beispiel: Vielleicht bin ich unzufrieden mit meiner Leistung am Nachmittag und sehe auf meinem Protokoll dann, da&#223; ich mir gar keine Mittagspause g&#246;nne. Oder vielleicht habe ich gef&#252;hlterma&#223;en zu wenig Freizeit, bin aber in Wahrheit gar nicht mit der Quantit&#228;t unzufrieden, sondern mit der Qualit&#228;t. An einem guten Protokoll kann ich sehen, was ich eigentlich &#228;ndern will.</p>
<p>Vor allem aber hilft Selbstbeobachtung, eine Planung zu erstellen, die einem selbst gerecht wird und nicht irgendeinem abstrakten Ideal. Ich habe zum Beispiel eine Veranlagung zum Abendmenschen; versuchte ich aber einer verbreiteten Meinung gerecht zu werden, da&#223; man morgens um neun Uhr am produktivsten ist, w&#252;rde ich meinen pers&#246;nlichen Rhythmus vergewaltigen und mich wundern, warum ich meinen Plan nach drei Tagen nicht mehr einhalte. Kenne ich dagegen meinen Rhythmus, kann ich ihn auch &#228;ndern &#8211; behutsam und in kleinen Schritten.</p>


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		<title>Wunderwaffe Kurzzeitwecker oder: Vom Nutzen der Zeitbeschr&#228;nkung</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 14:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den Methoden, die meine Produktivit&#228;t am meisten ve [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/wecker.jpg"><img class="size-full wp-image-116 alignleft" title="Wecker" src="http://www.camilla-kutzner.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/wecker.jpg" alt="" width="150" height="207" /></a>Zu den Methoden, die meine Produktivit&#228;t am meisten verbessert haben, geh&#246;rt die Zeitbeschr&#228;nkung. Wenn ich an einer Aufgabe, die mir langwierig vorkommt und/oder bei der ich mich erfahrungsgem&#228;&#223; in Details verliere, arbeiten will, beschr&#228;nke ich gerne die Zeit, die ich am St&#252;ck daran arbeite, auf eine &#252;berschaubare Zeitspanne. <span id="more-15"></span>Denn:</p>
<ul>
<li>Ein &#8220;sportliches&#8221;, aber zu bew&#228;ltigendes Zeitlimit hilft bei der Fokussierung.</li>
<li>Ein absehbares Ende senkt den Widerstand, eine Aufgabe &#252;berhaupt anzugehen.</li>
<li>Bin ich mir bewu&#223;t, da&#223; meine Zeit beschr&#228;nkt ist, bildet das ein Gegengewicht zu &#252;berzogenem Perfektionismus.</li>
<li>Zeitbeschr&#228;nkung hilft, mich nicht in kleinteiliger Detailarbeit zu verlieren bzw. daraus auch wieder aufzutauchen und das Ganze im Blick zu behalten.</li>
</ul>
<p>Ein Psychologe erz&#228;hlte mir dazu eine Geschichte aus der Schreibforschung, die mich sehr beeindruckt hat. Da gab es einmal einen Studenten, der nicht eine Minute konzentriert an einer Sache arbeiten konnte. Er fing damit an, sich nur eine Minute auf eine Sache zu konzentrieren &#8211; und danach sofort aufzuh&#246;ren. Nach einigen Tagen konnte er die Zeit auf zwei Minuten ausdehnen, nach einigen Wochen arbeitete er bereits eine Viertelstunde am St&#252;ck konzentriert. Ein Jahr sp&#228;ter war er soweit, da&#223; er hochkonzentriert eine Stunde arbeitete, eine kurze Pause machte und dann noch einmal eine Stunde arbeitete.</p>
<p>Was ist also wichtig bei der Zeitbeschr&#228;nkung?</p>
<ul>
<li>Wirklich ernst meinen und einhalten. Nicht den Kurzzeitwecker ausstellen und einfach weiterarbeiten, sondern nach der gesetzten Zeit wirklich aufh&#246;ren. Wenn ich regelm&#228;&#223;ig gesetzte Zeiten nicht einhalte, mu&#223; ich entweder am Arbeitspensum etwas verringern oder mir realistischere Zeiten setzen.</li>
<li>Mut zum Feierabend. Der Arbeit Grenzen setzen &#8211; denn dazu ist das Spiel mit der Zeitbeschr&#228;nkung ja gedacht. &#8220;Der Arbeit Grenzen setzen&#8221; hei&#223;t nicht faul sein, sondern im Gegenteil die Endlichkeit der eigenen Arbeitszeit ernst zu nehmen, sich auch Zeit zu nehmen, sich zu regenerieren und somit auf Dauer gut mit der eigenen Produktivit&#228;t umzugehen.</li>
</ul>
<p>Als Hilfsmittel dabei verwende ich verschiedene Tools: einen handels&#252;blichen Kurzzeitwecker, die Timerfunktion meines Handys und seit kurzem auch das Softwaretool <a href="http://www.workrave.org" target="_blank">Workrave</a>, das automatisiert zu Pausen auffordert und auch ein einstellbares t&#228;gliches Limit hat.</p>


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		<title>Die dreifarbige Agenda</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/06/die-dreifarbige-agenda/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 20:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werkzeugkasten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Priorität]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich anfing, mich mit Zeitmanagement zu besch&#228;ftige [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich anfing, mich mit Zeitmanagement zu besch&#228;ftigen, schrieb ich ToDo-Listen und irgendwann nervte mich diese lange, un&#252;bersichtliche Liste ohne Priorit&#228;ten, die auch nie k&#252;rzer zu werden schien. Dann &#228;nderte ich das System: am Montag (manchmal auch erst am Dienstag) schrieb ich eine Agenda f&#252;r die Woche. <span id="more-12"></span>Wenn ich alles aufgelistet habe, was ich diese Woche vorhabe, vergebe ich Priorit&#228;ten, ungef&#228;hr:</p>
<ul>
<li>Rot &#8211; objektiv dringend (z.B. B&#252;cher, die ablaufen und nicht zu verl&#228;ngern sind)</li>
<li>Blau &#8211; mu&#223; gemacht werden, scheint dringend, kann aber (wenn es sein mu&#223;) noch warten (z.B. den Papierstapel neben dem Schreibtisch wegr&#228;umen, in dem ein paar Dokumente liegen, die ich irgendwann wieder brauchen werde)</li>
<li>Gelb &#8211; das w&#228;re sch&#246;n, mu&#223; aber nicht unbedingt sein, auch Sachen, die noch l&#228;nger warten k&#246;nnen</li>
</ul>
<p>Und dann nahm ich mir vor, jeden Tag einen Punkt von jeder Kategorie zu erledigen. Meistens stand am Sonntag immer noch was drauf, und meistens kam im Lauf der Woche noch was dazu. That&#8217;s life. Wenn ich am Sonntag zumindest nichts Rotes mehr dastehen hatte, war ich zufrieden.</p>
<p>Eine Weile habe ich die Agenda <a title="imgriff.com/Zen To Done, Teil 5" href="http://imgriff.com/2008/01/25/zen-to-done-teil-8-gewohnheit-5-das-einfache-vertrauenswuerdige-system/" target="_blank">nach Kontexten bzw. Orten sortiert</a>. J&#252;ngst bin ich dazu &#252;bergegangen, sie wieder nach Lebensbereichen zu ordnen &#8211; dann sehe ich n&#228;mlich, welcher zu kurz gekommen ist und welchem Bereich ich viel Aufmerksamkeit gewidmet habe. Die Priorisierung habe ich mittlerweile an die <a title="Ivan Blatter &#252;ber die Eisenhower-Matrix" href="http://www.blatternet.ch/index.php/2008/02/04/eisenhower/" target="_blank">Eisenhower-Matrix</a> angelehnt:</p>
<ul>
<li>Rot ist wichtig <em>und</em> dringend,</li>
<li>Blau ist &#8220;nur&#8221; dringend und</li>
<li>gelb sind die &#8220;QuadrantII&#8221;-Aufgaben, die wirklich wichtig sind, ohne schon dringend zu sein, und zum Teil auch Freude und Qualit&#228;t in den Alltag bringen.</li>
</ul>
<p>Die unwichtigen, nicht dringenden Aufgaben schreibe ich eigentlich gar nicht erst auf. (Alternativ k&#246;nnte man denen einfach gar keine Farbe geben.) Was wichtig und was unwichtig ist, entscheide nat&#252;rlich ich. Erg&#228;nzt wird diese Matrix durch zwei weitere Farben: Mit blauer Tinte streiche ich Aufgaben, die entfallen sind. Braun wird durchgestrichen, was ich verschoben habe und gr&#252;n alles, was ich erledigt habe. Wenn am Wochenende ganz viel gr&#252;n durchgestrichen ist, kann ich mich freuen und ohne schlechtes Gewissen die Seele baumeln lassen.</p>


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