Mein Produktivitätssystem auf Papier: Kanban + roterfaden Taschenbegleiter + BulletJournal

Disclaimer: Auch wenn ich sehr begeistert vom Taschenbegleiter bin, habe ich meinen selbst bezahlt und für diesen Artikel keine Gegenleistung von der Fa. roterfaden erhalten.

Seit meinem letzten Post über mein Produktivitätssystem ist einige Zeit ins Land gegangen – hier ein nicht so kurzes Update:

Ich habe immer noch mein simples Kanban Board und bin damit nach wie vor sehr zufrieden. OK, es wäre mal wieder Zeit, ein paar „Sedimente“ zu entfernen… Unscheduling (hier der letzte Post dazu) dagegen halte ich auf die Dauer nicht durch, ich empfinde es als zu rigide und es spielt meinen destruktiven Selbstgesprächen in die Hände.

roterfaden Taschenbegleiter

Vor etwa einem Jahr ist ein weiteres, sehr wertvolles Tool, um das ich lange mit begehrlichen Blicken darum herumgeschlichen bin, bei mir eingezogen: ein roterfaden Taschenbegleiter. Damit verbunden bin ich auch wieder zu einem papierbasierten Kalender übergegangen. Ich empfinde den Papierkalender als flüssiger, übersichtlicher und organischer zu nutzen als einen elektronischen. Bonus: Ich kann ihn anmalen und darin herumkritzeln 🙂

Und was soll ich sagen: Der Taschenbegleiter ist für mich sehr definitiv ein tolles Organisationstool! So sieht meiner geschlossen aus:

Außenansicht meines Taschenbegleiters

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Mein Produktivitätssystem – alles neu oder so.

Irgendwann dieses Jahr ist es passiert: Mein Produktivitätssystem ist kaputtgegangen. Es paßte einfach nicht mehr in meinen Alltag zwischen Büro und zuhause und schon gar nicht in das Auf-Zuruf-Arbeiten in der Agentur.

Ich kam eigentlich ganz gut ohne klar.

Nur jetzt, wo ich bedeutend weniger Struktur von außen habe, habe ich wieder das Bedürfnis nach einem Anti-Verpeil-System. Und irgendwie fühlt sich digitale Aufgabenverwaltung gerade so irreal an; es bilden sich schnell „Sedimente“, die zwar nicht erledigt wurden, die ich aber auch nicht löschen mag und die trotzdem irgendwie nicht mehr aktuell sind; Aufgaben aus der „Ich könnte mal“-Kategorie, die auf einem Papiersystem schon längst bedenkenlos weggeschmissen worden wären (wenn’s wichtig ist, denke ich ohnehin irgendwann wieder daran). Andere, vor allem un-digitale Arbeiten, etwa „Badezimmerlampe reparieren“, werden darin gerne mal nicht erfaßt. „Mein Produktivitätssystem – alles neu oder so.“ weiterlesen

Zen To Done revisited, Teil VI: Handeln!

Tja, das trusted system und ich, das ist so eine Sache. Derzeit ist mein Desktop-Computer zu Hause in Reparatur, sprich: Ich habe gerade ein nur halb eingerichtetes ArchLinux zum Frickeln darauf und es soll sehr bald als „Brot und Butter“-Betriebssystem ein Linux Mint, vielleicht auch Linux Mint Debian Edition, dazukommen. Dazu gesellt sich die altbekannte Situation, daß ich auf Arbeit vor einem Windows ohne Adminrechte sitze, die Auswahl der Tools, die in Frage kommen, also dadurch sehr eingeschränkt ist. Der am besten verfügbare Ideenspeicher ist nach wie vor das Notizbuch, und da stelle ich fest, daß das derzeitige mit A6 ein wenig klein ist. Nicht nur das Papierformat ist mir zu klein, um ausführlichere Ideen niederzuschreiben, es in meinem Rucksack wiederzufinden, geht im Zweifelsfall auch nicht schnell genug. Trotzdem wird das derzeitige Notizbuch noch „aufgebraucht“, bevor ich mir ein größeres nehme (das Format A5 hat sich bewährt).

Ich selbst war die letzten Wochen in keinem so guten Zustand. Irgendwie war ich erschöpft, hatte zu viel um die Ohren und das mit dem Organisiert sein und Prioritäten setzen klappte nicht so gut. Tank auffüllen und Ressourcen pflegen kommen ein wenig kurz – dazu habe ich mich von einer Verpflichtung getrennt und beschlossen, mich mehr um meine körperliche Fitness zu kümmern (erfahrungsgemäß hilft mir Sport sehr beim „Kopf aufgeräumt halten“). „Zen To Done revisited, Teil VI: Handeln!“ weiterlesen

Alles auf Anfang! Zen to Done, revisited

Gibt es Menschen, die mit Dingen, die sie sich einmal vorgenommen haben, niemals, wirklich niemals, nachlässig werden? Ich glaube nicht. Letztens habe ich festgestellt, daß meine Produktivitäts-Gewohnheiten es vertragen könnten, einmal „nachgeschärft“ zu werden. Da ich mich nicht für einen Übermenschen halte, will ich das eine nach der anderen tun, wie es Leo Babauta in Zen To Done vorschlägt.

Mit der Auswahl dieser Gewohnheit halte ich mich auch an einen Vorschlag von Leo:

Wenn Du die Gewohnheitsänderungen nicht von 1 bis 10 angehen möchtest, schlage ich vor, dass Du mit denen beginnst, die die positivsten Effekte für Dein Leben versprechen.

Ich habe mich gefragt: Welche Gewohnheit kann mir derzeit am meisten bringen? Es ist ganz klar der Wochenrückblick. „Alles auf Anfang! Zen to Done, revisited“ weiterlesen

Deutschsprachige Zen To Done-User-Group

Es ist so ein Floh im Ohr, der mir immer wieder kommt: Eine Anwendergruppe für Zen to Done. Auf deutsch.

Da ich glaube, daß gegenseitige Unterstützung beim Gewohnheiten-Ändern eine ganz wunderbare Sache ist, habe ich dem Floh nachgegeben und mal eine deutschsprachige Zen To Done-Google-Group ins Leben gerufen.
Wer Lust hat: einfach anmelden, man braucht für viele Funktionalitäten nicht mal ein Google-Konto. Kurze Vorstellungen a la „Ich bin die und die/der und der, mache das und das und interessiere mich für ZTD, weil… “ sind nicht verkehrt, aber keine Pflicht.

Ich habe das Archiv jetzt erst einmal bewußt öffentlich gelassen (damit man sich einen einigermaßenen Überblick verschaffen kann), es kann also jede/r, der/die diese Gruppe findet, im Archiv lesen. (Eventuell denke ich darüber später nochmal nach.) Darum: Erst denken, dann posten.

Arbeitsalltag auf der ISS

Passend zum letzten Space Shuttle-Start überhaupt habe ich dieser Tage ein Video gefunden, das einen kleinen Einblick in die Arbeitsorganisation der Besatzung der Internationalen Raumstation gibt. Der belgische Astronaut Frank de Winne erläutert, wie ein Arbeitstag für ihn und seine Kollegen abläuft:

Work in progress: Phasen einer wissenschaftlichen Arbeit

In der Literatur über das Schreiben wird der Prozeß des Schreibens höchst unterschiedlich strukturiert. Die Anzahl geht von vier Phasen (Lutz von Werder) bis zu sieben (Otto Kruse). Nun sind die Übergänge von einer Phase in die nächste natürlich fließend, manchmal stellt man schon im weit fortgeschrittenen Prozeß der Textentstehung fest, daß man ein bestimmtes Werk noch einmal genauer auseinandernehmen muß oder gar: daß man für eine bestimmte Präzisierung noch einmal recherchieren muß; daß man vielleicht ein Kapitel anders strukturieren muß oder oder oder. Grundsätzlich ist es aber sehr sinnvoll, eine längere Arbeit im vorhinein zu strukturieren und zeitlich zu planen, wie vorläufig auch immer. Ich gehe ja auch nicht ohne Etappenplanung, Landkarte, Uhr und Kompaß los, um einen Sechstausender zu besteigen. Ich arbeite gerade an einer Artikelserie zu diesem Thema und da ich für mich nie der Weisheit letzten Schluß gefunden habe, wenn es um die Struktur meines Arbeitsprozesses ging, bin ich mir auch gerade nicht so schlüssig, wie ich die Serie unterteilen soll. Mein eigener Arbeitsprozeß neigt dazu, hochgradig iterativ zu sein und etliche Schleifen von Ideensammlung, Recherche, Materialauswertung, Strukturierung und Schreiben zu durchlaufen. Das ist in meiner Situation – ich kann recht frei gestalten, was und wann ich schreibe – praktikabel, unter den Bedingungen eines Studiums vielleicht deutlich weniger. Darum mal wieder eine Frage an Euch, liebe LeserInnen: Wenn Ihr (wissenschaftlich) schreibt – wie strukturiert Ihr Euren Arbeitsprozeß?

Wie ich mit E-mails zurechtkomme

Dauerthema E-mail: Da die Kollegen von imgriff.com gerade die „Inbox-Zero-Tipps“ von Kevin Rose als Link am Morgen hatten, inspiriert mich das, aufzuschreiben, wie ich denn mit der Flut von E-mails zurechtkomme, die tagtäglich in meinem Postfach landet.

Ich sorge in der Hinsicht nämlich nicht gerade für wenig Input: Beruflich ist e-mail mein Haupt-Kommunikationsmedium, auch privat mache ich eine Menge über Mail (SMS schreibe ich nur, wenn es nicht anders geht – das Tippen auf dem Handy ist mir zuwider), ich bin auf einigen Mailinglisten, und dann sind da noch die unvermeidlichen Newsletter von Diensten, bei denen ich angemeldet bin, Kommentar-Benachrichtigungen vom Blog und so weiter. Eine ziemlich produktivitätstötende Informationsflut, möchte man meinen. Wie bleibe ich trotzdem „obenauf“? „Wie ich mit E-mails zurechtkomme“ weiterlesen

Seminare besuchen – wann lohnt sich das?

Welche Universitätsseminare ich besuchte, habe ich im Studium vor allem nach pragmatischen Gesichtspunkten entschieden: oft blieben im Puzzlespiel zwischen zwei Fächern, Veranstaltungen an mehreren Universitäten und wechselnden Brotjobs nur wenige Optionen übrig. Und von diesen wählte ich dann meist das Seminar, dessen Thema mich mehr interessierte.

Wann aber lohnt es sich, ein Seminar zu besuchen, das nicht Pflicht ist und vielleicht neben der Investition in Zeit auch noch Geld kostet? Zweifellos nicht immer: Manche Fähigkeiten kann man sich leicht selbst aneignen, z.B. aus Büchern oder aus dem Internet lernen.

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