Wie ich organisiert bleibe

Vor kurzem brachte mich ein kurzer Austausch auf Twitter dazu, darüber nachzudenken, wie ich denn eigentlich organisiert bleibe. Vielleicht ist das Geheimnis meines derzeitigen Organisiert-Seins eigentlich nur, dass ich nicht überlastet bin – auf der anderen Seite habe ich eigentlich so viel zu tun, wie ich mir gerade Arbeit machen mag, die ToDo-Liste ist potenziell unendlich. Beim Nachdenken über meine Organisation kam mir dann der Gedanke, dass ich wesentlich mehr Werkzeuge nutze als das, was ich bisher als mein „eigentliches Produktivitätssystem“ betrachtete (derzeit das BulletJournal). Nach dem Link kommt der Versuch einer vorläufigen Auflistung. „Wie ich organisiert bleibe“ weiterlesen

Aus der Linux-Trickkiste: Schlauer drucken von der Kommandozeile

Heute habe ich mal wieder eine fast triviale Kleinigkeit aus meiner bash-Werkzeugkiste. Erfahrene Linux-Nutzende werden da wahrscheinlich abwinken (steht ja auch alles in manpages), aber für weniger Erfahrene auf der bash ist das vielleicht wissenswert 🙂

Der Anwendungsfall: Ich brauche zum Beispiel von einem bestimmten Zeitraum – sagen wir, dem letzten Halbjahr – Ausdrucke von Rechnungen, die ich per Mail bekomme. Nun könnte ich sechs Dateien im Dokumentenbetrachter öffnen, jede einzelne über den Menübefehl „Drucken“ ausdrucken, dabei jeweils daran denken, nur die dritte Seite anzugeben… oder ich kann das mit einem Einzeiler auf der bash erledigen. Vorausgesetzt, die Dateien folgen einem einheitlichen Dateinamen-Schema. „Aus der Linux-Trickkiste: Schlauer drucken von der Kommandozeile“ weiterlesen

Warum ich vim zum Schreiben verwende

Disclaimer: Jahaaa, ich weiß vom ewigen Streit zwischen vim- und emacs-Usern, was denn nun der bessere Editor sei. Ich kann dazu keine Stellung nehmen, weil ich nie mit emacs gearbeitet habe – ich habe vor ein paar Jahren vim kennen gelernt und bin dabei geblieben. Also, liebe emacs-User: Dieser Artikel geht nicht gegen Euch! Vielleicht gilt vieles vom unten Geschriebenen analog für emacs.

Es ist wahrscheinlich vielen schon aufgefallen: Ich verwende für alles und jedes, wo ich kann, vim. Warum gebe ich mich mit diesem Dinosaurier von Software ab? Und warum schreibe ich nicht einfach in Word bzw. LibreOffice?

Nun, zunächst: vim ist zwar alt (vi wurde ab 1976 entwickelt, vim wurde 1988 zuerst präsentiert – vgl. WP: Vim), aber nicht antiquiert – die letzte Version ist 2013 erschienen. Und es gibt immer noch eine Community, die Plugins für diesen Editor schreibt. (Wie das, mit dem ich jetzt gerade via vim blogge. Cool, oder?)

An vim mag ich vier Dinge. „Warum ich vim zum Schreiben verwende“ weiterlesen

Aus der Werkzeugkiste: Mein Unschedule-Vordruck

Letztens schrieb ich über meine Experimente mit unscheduling.

Da ich keine Vordrucke fand, die meinen Wünschen gerecht wurden, habe ich einfach selbst einen erstellt. Ich tracke nur Montag bis Freitag und 22 Uhr ist die harte Grenze, an der ich allerspätestens mit Dingen mit Arbeitscharakter aufhöre.

Hier ist das pdf, und für diejenigen, die den Vordruck modifizieren wollen, ist hier meine OpenOffice-Datei.

Aus der Werkzeugkiste: Pomodoro-Timer für Arme

Ich bin ja so ein Konsolenkind: Ich habe einen Mordsspaß daran, alles, was irgendwie geht, auf meinen heimischen Linux-Systemen per Kommandozeile zu machen.

Und ich arbeite bekanntermaßen gerne mit Zeitbeschränkungen.

Letztens suchte ich nach einer Möglichkeit, einen Kurzzeitwecker auf der Konsole zu realisieren. Das muß doch irgendwie gehen, dachte ich mir. Hat bestimmt schon jemand gemacht.

Etwas Googeln brachte diesen Einzeiler zutage. „Aus der Werkzeugkiste: Pomodoro-Timer für Arme“ weiterlesen

Zusammenfassen mit Mindmaps

Heute will ich nur kurz ein Tool vorstellen, das ich gelegentlich nutze, wenn ich mich intensiv mit einem Sachbuch auseinandersetze: Mindmaps als Werkzeug, um Texte zusammenfassend zu visualisieren. Als ich auf meine Abschlußklausuren an der Universität gelernt habe, habe ich diese Strategie angewendet, um meine Exzerpte zu verdichten und sie mir besser zu merken.

Ich arbeite derzeit das Buch „The Inner Game of Music“ von Barry Green und Timothy W. Gallwey durch. Es befaßt sich mit mentalen Aspekten des Musizierens und des musikalischen Übens und deren praktischen Anwendungen wie der Bewältigung von Bühnenangst und effektivem, genußvollem Üben.

So sieht die Mindmap aus, mit der ich dieses Buch zusammenfasse (die Zusammenfassung ist noch nicht fertig):

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Warum fasse ich dieses Buch zusammen? „Zusammenfassen mit Mindmaps“ weiterlesen

Aus LaTeX-Files txt-Dateien machen – kurz und schmerzlos mit detex

Zur Zeit schreibe ich viele Briefe mit LaTeX, deren Inhalt ich auch in einer Mail versende. Und bisher stand ich dabei vor einem nervigen Phänomen: Der Text des pdf, den pdflatex generiert, verwandelt sich beim Copypasten in Zeichensalat. Beim Kopieren aus dem LaTeX-Quelltext klaubte ich jedesmal Kommentare, manuell eingefügte Silbentrennungen und den einen oder anderen LaTeX-Befehl von Hand raus. Nervig! „Aus LaTeX-Files txt-Dateien machen – kurz und schmerzlos mit detex“ weiterlesen

Unschedule und ich.

Meine ersten Wochen mit Unscheduling liegen hinter mir. Ich stelle fest, daß ich nicht immer eintrage, was ich mache. Mit Protokollieren bin ich tatsächlich ausgesprochen schluderig. Aber wenn ich es mache, gibt es mir ein ganz gutes Feedback, wann ich wirklich konzentriert an etwas arbeite – und wann nicht; und welche Zeit für welche Tätigkeit eine gute Zeit ist.

Eine andere Erkenntnis: Ja, auch unkonzentriert bekomme ich Dinge erledigt. „Unschedule und ich.“ weiterlesen

Lilypond + LaTeX = Text mit schönen Notenbeispielen

Vor einigen Wochen habe ich etwas gerlernt, was ich im Musikwissenschafts-Studium gut hätte brauchen können: Die Notensatz-Markupsprache Lilypond mit LaTex zu „verheiraten“. Ich will das hier kurz einmal dokumentieren, damit Leute, die das aufgreifen wollen, es etwas leichter haben.

Lilypond: Die Notensatz-Schwester von LaTeX

Lilypond ist LaTeX recht ähnlich, ist eine sehr mächtige Auszeichnungssprache – es lassen sich sowohl Leadsheets mit Gitarrengriff-Symbolen, Neumen als auch Neue Musik damit setzen (natürlich aber auch notationstechnisch eher konventionelle Musik wie eine Mozart-Klaviersonate oder ein Bach-Choral) – und der Output ist typographisch wunderschön. Die Kehrseite ist die Komplexität und die nicht eben intuitive Notation. Und leider ist die vorhandene Dokumentation in meinen Augen etwas unübersichtlich. „Lilypond + LaTeX = Text mit schönen Notenbeispielen“ weiterlesen

Mein Produktivitätssystem – alles neu oder so.

Irgendwann dieses Jahr ist es passiert: Mein Produktivitätssystem ist kaputtgegangen. Es paßte einfach nicht mehr in meinen Alltag zwischen Büro und zuhause und schon gar nicht in das Auf-Zuruf-Arbeiten in der Agentur.

Ich kam eigentlich ganz gut ohne klar.

Nur jetzt, wo ich bedeutend weniger Struktur von außen habe, habe ich wieder das Bedürfnis nach einem Anti-Verpeil-System. Und irgendwie fühlt sich digitale Aufgabenverwaltung gerade so irreal an; es bilden sich schnell „Sedimente“, die zwar nicht erledigt wurden, die ich aber auch nicht löschen mag und die trotzdem irgendwie nicht mehr aktuell sind; Aufgaben aus der „Ich könnte mal“-Kategorie, die auf einem Papiersystem schon längst bedenkenlos weggeschmissen worden wären (wenn’s wichtig ist, denke ich ohnehin irgendwann wieder daran). Andere, vor allem un-digitale Arbeiten, etwa „Badezimmerlampe reparieren“, werden darin gerne mal nicht erfaßt. „Mein Produktivitätssystem – alles neu oder so.“ weiterlesen