Archive for the 'Vom guten Leben' Category

Heute ist nicht mein Tag!

Es gibt solche Tage, da habe ich schon morgens das Gefühl: “Heute ist nicht mein Tag”. Vielleicht habe ich nicht so gut geschlafen, vielleicht fühle ich mich körperlich nicht so toll, oder aber es passiert mir ein kleines oder auch größeres Mißgeschick nach dem anderen – heute etwa habe ich meine Lieblingsjacke, die ich eigentlich ins Büro mitnehmen wollte, vergessen. Wie kann ich mit solchen Tagen umgehen?
Mir hilft es vor allem, an solchen Tagen erst einmal das Gefühl von Druck loszuwerden und Konfusion und Hektik, die oft mit dem Gefühl der Katastrophe zusammenhängen, abzuschütteln. Continue reading ‘Heute ist nicht mein Tag!’

Manchmal überrasche ich mich selbst…

… zum Beispiel in puncto Sport. Da konnte ich mich heute morgen etwa zu einer gar nicht so kurzen Trainingseinheit aufraffen, wo ich vor einigen Monaten noch meinem Artikel über Sport schrieb, daß ich mich morgens damit nur quäle. Wegen der Schneeglätte war ich allerdings eher gemächlich unterwegs, aber hinterher habe ich sogar etwas Krafttraining und Stretching angehängt. So könnte ich direkt mal öfter den Tag anfangen.

Adventsstreß? Weihnachtsrummel? Och nö.

Wie überlebt Ihr Weihnachten?” fragte Julian Heißler am Montag auf derfreitag.de. Und der user motorradblogger präzisierte, die Zeit vor Weihnachten sei die eigentlich stressige.

Ich meine, beides kann in Streß ausarten, aber in den letzten Jahren war alles gut, sobald ich in den Weihnachtsurlaub aufgebrochen war. Für den Streß an Weihnachten selbst war in der Regel ein simples Faktum verantwortlich: Man hockt zu eng aufeinander und erwartet Familienharmonie, aber schwelende Konflikte, die nur mangels Gelegenheit nicht ausgetragen wurden, warten eben nicht bis nach den Feiertagen.

Mittlerweile hat sich die Sache entspannt. Die Erwartungen sind einfach heruntergeschraubt worden – auch weil inzwischen meine leibliche Familie nicht mehr auf einem Fleck wohnt und wir uns vielleicht ein- oder zweimal im Jahr sehen – Weihnachten ist eine der Gelegenheiten, alle mal auf einen Fleck zu bekommen. Dadurch wissen alle viel mehr als früher, wie kostbar die gemeinsame Zeit ist. Die Bereitschaft, große Erwartungen aufzubauen und unbedingt viel unternehmen zu wollen, ist jedoch gesunken. Statt eines großen Festessens gab es letztes Jahr einen Videoabend mit selbstgebackenen Muffins bei meinem Bruder und später mal einen informellen Kaffee mit meiner Großmutter. Statt einer Bescherung werden Geschenke, wenn überhaupt, einfach informell übergeben. Und vielleicht gehen wir auch dieses Jahr, wenn das Wetter mitmacht und wir Lust haben, wieder in den Pfälzer Wald wandern.

Schwieriger ist für mich tatsächlich die Zeit vor Weihnachten. Continue reading ‘Adventsstreß? Weihnachtsrummel? Och nö.’

So klappt’s auch mit dem Sport

“Sport treiben!” steht in der Reihe der guten Vorsätze, die man zu Neujahr faßt und doch nicht umsetzt, oder auf der “Eigentlich sollte ich”-Liste oft weit vorne.
Sicher ist regelmäßiger Sport vor allem eine Sache der Gewohnheit, und sich Gewohnheiten anzutrainieren, ist bekanntlich nicht leicht – aber machbar. Auch ich war früher keine Sportskanone, in der Schule war Sport eigentlich eher eine peinliche Quälerei für mich, erst im Erwachsenenalter habe ich meine Freude daran gefunden. Die folgenden Prinzipien haben mir dabei geholfen:

Motivation

  • Prioritäten setzen und Gleichgewicht herstellen: Wozu soll Sport gut sein? Wenn ich mir sage: “Ich sollte mal wieder mehr Sport machen”, dann ist eher nicht Leistungssport gemeint. Wenn ich aber weiß, daß ich Sport treibe, um mich dabei zu entspannen, meinen Kopf freizukriegen und vielleicht den beginnenden Rückenschmerzen vom vielen Sitzen entgegenzuwirken, kann ich mit den richtigen Erwartungen herangehen und reduziere die Wahrscheinlichkeit, daß ich bald enttäuscht wieder aufhöre.
  • Es muß nicht gleich der klassische Sportverein sein, aber eine Gruppe kann ungeheuer motivieren, hält einen bei der Stange, wenn man eigentlich nur noch gehen statt laufen möchte oder eigentlich heute keine Lust hat, zum Training zu gehen. Eine Gruppe motiviert mich, tatsächlich dabei zu bleiben, wenn ich weiß, daß die anderen sich auf mich freuen und mich vielleicht sogar fragen, was los war, wenn ich mal eine Woche nicht da war. In einer Gruppe kommt der Spaß manchmal, wenn ich trotz nicht so ausgeprägter Motivation auf der Matte stehe.
  • Ein regelmäßig wiederkehrender Termin integriert die Bewegung in den Wochenrhythmus. Sturheit zahlt sich aus: Auch wenn ich nach einem stressigen Bürotag eigentlich nur aufs Sofa sinken und eine dumme Serie im Fernsehen anschauen möchte, um das Hirn auszuschalten – wenn ich mir vorgenommen hatte, joggen zu gehen, dann tue ich das auch. Auf der anderen Seite lasse ich dabei gesunden Menschenverstand walten, wenn ich mich körperlich nicht wohl fühle.
  • Lieber mäßig und regelmäßig als selten, aber exzessiv. Dreimal pro Woche 20 Minuten bringen wesentlich eher etwas als alle zwei Wochen einmal zwei Stunden.
  • Ein Trainingstagebuch kann helfen, die eigenen Erfolge sichtbar zu machen und sich daran zu freuen, solange das Buchführen nicht zu einer lästigen Pflicht wird.
  • Halte die Erwartungen realistisch. Mit einer 45-Stunden-Woche ist es eher unwahrscheinlich, daß ich fünf Stunden Sport pro Woche treiben kann.
  • Finde Deinen besten Zeitpunkt im Tageslauf. Ich persönlich trainiere lieber abends, morgens direkt nach dem Aufstehen quäle ich mich beim Sport eher. Eine ausgesprochene ‘Lerche’ mag das anders empfinden.
  • Ein beliebter Anfängerfehler bei Ausdauersportarten ist, viel zu schnell loszurennen und fünf Minuten später mit stechender Lunge zu beschließen: “Sport ist nichts für mich!” Besser ist es, langsam und mit kurzen Trainingsdauern anzufangen, dafür oft zu trainieren und Dauer und Geschwindigkeit nach und nach zu steigern.
  • Finde deine Sportart. Wenn Du Dich mit Laufen nur quälst, ist vielleicht Rudern, Klettern oder T’ai Chi etwas für Dich. Ist Dir Kachelzählen zu langweilig, dann findest Du Dich beim Handball vielleicht auf einmal voller Freude verausgabt. Die Auswahl an Sportarten ist riesig – hast Du schon mal Futsal gespielt, Naginata ausprobiert oder dich im zeitgenössischen Ballett versucht?
  • Ich lege morgens (oder am Vorabend) meine Sachen bereit, damit ich sie gleich nach der Arbeit griffbereit habe, mich nur umzuziehen brauche und gleich loslegen kann. Die Versuchung, erst einmal mit einem Buch aufs Sofa zu sinken, ist so wesentlich geringer.
  • Eine Woche Couch Potato gewesen?  Mach Dir keine Vorwürfe, das ist kontraproduktiv. Fang einfach wieder an.
  • Last not least: Bewegung soll Freude machen und keine Selbstkasteiung sein.

Finanzielle Aspekte

  • Sport muß nicht teuer sein, und es muß nicht immer das Fitnesstudio sein. Natürlich ist eine Kampfkunstschule meist teurer als der örtliche Schwimmverein, aber viele Sportvereine kommen deutlich günstiger als Studios.
  • Am Anfang braucht man in vielen Disziplinen nicht viel; mit guter Ausrüstung macht Sport jedoch einfach mehr Spaß. In einem guten Schwimmanzug schwimme ich nicht nur schneller und besser, sondern auch lieber als in einem abgenutzten, minderwertigen, der sich wie ein Bremssegel verhält. Wer viel läuft, tut seinen Füßen und Gelenken mit guten Laufschuhen auf die Dauer einen Gefallen. Funktionskleidung macht das Training bei widrigem Wetter gleich etwas weniger unangenehm. Und Frauen möchte ich die Investition in einen guten Sport-BH sehr ans Herz legen. Mein Tip: Erst einmal probieren, ob die Sportart etwas für einen ist und nicht gleich Unmengen von Ausrüstung kaufen. Wenn man später dabei bleibt, kann man sich immer noch nach Herzenslust Ausrüstung zulegen.

Gerade am Anfang ist Unterricht oder ein Kurs in vielen Sportarten sehr hilfreich bis unabdingbar. Handelt es sich dabei um einen regelmäßigen Termin, hat man so ein wenig Starthilfe bei der Gewohnheitsbildung bzw. auch dabei, sich erst einmal an Sport zu gewöhnen. Auch bei scheinbar einfachen Sportarten wie Schwimmen möchte ich Unterricht zumindest für die Grundlagen wärmstens empfehlen: Mit einer guten Technik tut man seinem Körper nämlich einen echten Gefallen, ganz zu schweigen von den sportlichen Ergebnissen, die gleich viel motivierender sind.

Das Gründungsdokument der Schreibstube

Ich hatte den Gedanken schon länger: Meine “Schreibstube” wurde ja aus einem einzigen Forenbeitrag geboren. Ich glaube, auf dem ursprünglichen Forum ist er längst nicht mehr vorhanden. Diesen Beitrag wollte ich gern mit Euch teilen. Hier ist er – Usernamen habe ich ausgelassen:

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Gezielt entspannen: Den Streß abschalten

Erfüllende Hobbies sind ein gutes Gegengewicht zu Streß im Studium oder im Beruf; manchmal aber hat man entweder keine Zeit dafür oder der Entspannungsfaktor durch angenehme Beschäftigung reicht nicht ganz, um einen vom Streß herunterzubringen. Im Unterschied zu gewöhnlichen Freizeitaktivitäten bin ich beim gezielten Entspannen ganz bei mir und ganz im Augenblick. Auch bei einer angenehmen Beschäftigung bin ich mit etwas “außer mir” beschäftigt, und gerade “Ablenkung” geht mit gehörigem “geistigem Hintergrundgeräusch” vonstatten. Continue reading ‘Gezielt entspannen: Den Streß abschalten’

Rollen, Identitäten und Ziele

Ein persönliches Leitbild zu erstellen, ist in der Regel eine lohnenswerte Investition, kann sich aber auch als überwältigende Aufgabe herausstellen, wenn man nicht weiß, was man von seinem Leben eigentlich will und welche Identitäten man lebt. Manchmal ist darum ein hilfreicher Schritt, vor dem Losschreiben am Leitbild erst einmal zu überlegen, in welchen Rollen man eigentlich durchs Leben geht. Continue reading ‘Rollen, Identitäten und Ziele’

Relax! Wie Freizeit wirklich erholsam wird

Bildquelle: www.pixelio.de

Die meisten von uns dürften das kennen: Man kommt nach einem anstrengenden Arbeitstag heim und sinkt entseelt aufs Sofa. Glotze an. Und dann klebt man den ganzen Abend davor. Wahlweise auch sinnlos surfend im Internet. Irgendwann geht man dann ins Bett mit einem leisen Ärger darüber, daß man seine Freizeit mal wieder sinnlos verbracht hat – und wirklich erholsam war das auch nicht.
Was kann man tun, damit Freizeit wirklich erholsam wird? Continue reading ‘Relax! Wie Freizeit wirklich erholsam wird’




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