Alles auf Anfang! Zen to Done, revisited

Gibt es Menschen, die mit Dingen, die sie sich einmal vorgenommen haben, niemals, wirklich niemals, nachlässig werden? Ich glaube nicht. Letztens habe ich festgestellt, daß meine Produktivitäts-Gewohnheiten es vertragen könnten, einmal „nachgeschärft“ zu werden. Da ich mich nicht für einen Übermenschen halte, will ich das eine nach der anderen tun, wie es Leo Babauta in Zen To Done vorschlägt.

Mit der Auswahl dieser Gewohnheit halte ich mich auch an einen Vorschlag von Leo:

Wenn Du die Gewohnheitsänderungen nicht von 1 bis 10 angehen möchtest, schlage ich vor, dass Du mit denen beginnst, die die positivsten Effekte für Dein Leben versprechen.

Ich habe mich gefragt: Welche Gewohnheit kann mir derzeit am meisten bringen? Es ist ganz klar der Wochenrückblick. „Alles auf Anfang! Zen to Done, revisited“ weiterlesen

Symptomatisch?

Ich lese gerade „Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin“ von Kathrin Passig und Sascha Lobo. Und prompt habe ich meinen Hipster PDA verlegt. Koinzidenz?

  • edit sagt: Hab ihn wieder. Er steckte in der Hosentasche meiner Jeans, die ich gestern, aber nicht heute anhatte. Tatsächlich bereitete es mir in diesen paar Stunden am meisten Kopfzerbrechen, welche Ideen mir da wohl verloren gegangen sind und welche möglicherweise sensiblen ToDos unbefugten Augen ausgesetzt sein könnten.

Ein Plädoyer für das JETZT

„Wenn du erst dein Studium abgeschlossen hast und in Lohn und Brot bist, wird alles gut“, sagten mir während meines Studiums enge Verwandte, um mich über Durststrecken hinwegzutrösten. Was lieb gemeint war, hinterließ bei mir einen bitteren Nebengeschmack: ich wußte, daß mit dem Studienabschluß eben nicht alles in trockenen Tüchern sein würde, und die Festanstellung ist längst kein Garant für Wohlstand mehr. Zudem beeinträchtigten manche von diesen Sorgen mein Studium auch. Nun kann ich diesen (mir sehr lieben) Menschen zugute halten, daß sie aus einer Generation stammten, in der Berufstätigkeit und vor allem eine Festanstellung, namentlich als Akademiker, noch eher und zuverlässiger zu materieller Sicherheit führte als heute. Doch die Logik des „Entweder oder“ dahinter – entweder es geht mir jetzt gut ODER später – hat mir schon immer mißfallen. Zudem bin ich kein Mensch, der sich allzu lang mit vagen Hoffnungen auf eine schöne Zukunft vertrösten läßt.

Sehen wir einem ins Auge: Die Zukunft ist unsicher. Sie kommt selten so, wie wir uns das vorher vorgestellt haben. „Wenn ich erst XY habe, wird alles gut“ ist eine Illusion. Nach dem Studienabschluß kommt vielleicht erst einmal eine längere Jobsuche, bin ich fest angestellt, habe ich da vielleicht Sorgen mit Kunden oder Kollegen; mache ich mich selbständig, erweist sich  meine Geschäftsidee vielleicht nicht als tragfähig genug; habe ich eine tolle Wohnung gefunden, ist sie vielleicht renovierungsbedürftig. Habe ich eine/n Partner/in gefunden, den/die ich liebe, gibt es vielleicht bei aller Liebe auch Streit und Konflikte. Aber das Schöne an all diesen möglichen zukünftigen Kümmernissen ist: es ist vollkommen müßig, sich den Kopf darüber zu zerbrechen. Sie können eintreffen, müssen das aber nicht, und kein Mensch kann allen negativen Entwicklungen zuvorkommen. Sorgen kommen und gehen – in jeder Lebenssituation.

Das Jetzt ist der einzige Moment, in dem ich tatsächlich etwas tun kann und auch der einzige Moment, in dem ich das Leben genießen kann. Dabei gibt es kein Entweder-Oder: Vieles, was mich Zielen wirklich näher bringt, tue ich genau wegen dieses Wissens mit Freude. Ziele sind für mich inspirierend und geben mir Richtung, aber wer hält nicht auf einer Wanderung einmal inne und genießt die Aussicht?

In diesem Sinne: genießt Euer Leben – und verzeiht mir diesen pathetischen Ausbruch: das wollte ich mal loswerden.

Überlegung in eigener Sache: Was ist der ideale Computer für mich?

Ich bin zur Zeit dabei, mir zu überlegen, was mein nächster Computer wird. Mein derzeitiger hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, wird’s aber noch eine ganze Weile tun (klopfaufholz – seine Vorgänger, beides sehr antiquierte Geräte, starben eines sehr plötzlichen Todes), und die Peripherie (Tastatur, Maus, Monitor, evtl. auch eine externe Festplatte) zu verbessern, ist im Prinzip dringlicher. Dennoch denke ich nach, was die ideale Maschine für mich wäre. „Überlegung in eigener Sache: Was ist der ideale Computer für mich?“ weiterlesen