Wie ich organisiert bleibe

Vor kurzem brachte mich ein kurzer Austausch auf Twitter dazu, darüber nachzudenken, wie ich denn eigentlich organisiert bleibe. Vielleicht ist das Geheimnis meines derzeitigen Organisiert-Seins eigentlich nur, dass ich nicht überlastet bin – auf der anderen Seite habe ich eigentlich so viel zu tun, wie ich mir gerade Arbeit machen mag, die ToDo-Liste ist potenziell unendlich. Beim Nachdenken über meine Organisation kam mir dann der Gedanke, dass ich wesentlich mehr Werkzeuge nutze als das, was ich bisher als mein „eigentliches Produktivitätssystem“ betrachtete (derzeit das BulletJournal). Nach dem Link kommt der Versuch einer vorläufigen Auflistung. „Wie ich organisiert bleibe“ weiterlesen

Mein Produktivitätssystem auf Papier: Kanban + roterfaden Taschenbegleiter + BulletJournal

Disclaimer: Auch wenn ich sehr begeistert vom Taschenbegleiter bin, habe ich meinen selbst bezahlt und für diesen Artikel keine Gegenleistung von der Fa. roterfaden erhalten.

Seit meinem letzten Post über mein Produktivitätssystem ist einige Zeit ins Land gegangen – hier ein nicht so kurzes Update:

Ich habe immer noch mein simples Kanban Board und bin damit nach wie vor sehr zufrieden. OK, es wäre mal wieder Zeit, ein paar „Sedimente“ zu entfernen… Unscheduling (hier der letzte Post dazu) dagegen halte ich auf die Dauer nicht durch, ich empfinde es als zu rigide und es spielt meinen destruktiven Selbstgesprächen in die Hände.

roterfaden Taschenbegleiter

Vor etwa einem Jahr ist ein weiteres, sehr wertvolles Tool, um das ich lange mit begehrlichen Blicken darum herumgeschlichen bin, bei mir eingezogen: ein roterfaden Taschenbegleiter. Damit verbunden bin ich auch wieder zu einem papierbasierten Kalender übergegangen. Ich empfinde den Papierkalender als flüssiger, übersichtlicher und organischer zu nutzen als einen elektronischen. Bonus: Ich kann ihn anmalen und darin herumkritzeln 🙂

Und was soll ich sagen: Der Taschenbegleiter ist für mich sehr definitiv ein tolles Organisationstool! So sieht meiner geschlossen aus:

Außenansicht meines Taschenbegleiters

„Mein Produktivitätssystem auf Papier: Kanban + roterfaden Taschenbegleiter + BulletJournal“ weiterlesen

Mein Produktivitätssystem – alles neu oder so.

Irgendwann dieses Jahr ist es passiert: Mein Produktivitätssystem ist kaputtgegangen. Es paßte einfach nicht mehr in meinen Alltag zwischen Büro und zuhause und schon gar nicht in das Auf-Zuruf-Arbeiten in der Agentur.

Ich kam eigentlich ganz gut ohne klar.

Nur jetzt, wo ich bedeutend weniger Struktur von außen habe, habe ich wieder das Bedürfnis nach einem Anti-Verpeil-System. Und irgendwie fühlt sich digitale Aufgabenverwaltung gerade so irreal an; es bilden sich schnell „Sedimente“, die zwar nicht erledigt wurden, die ich aber auch nicht löschen mag und die trotzdem irgendwie nicht mehr aktuell sind; Aufgaben aus der „Ich könnte mal“-Kategorie, die auf einem Papiersystem schon längst bedenkenlos weggeschmissen worden wären (wenn’s wichtig ist, denke ich ohnehin irgendwann wieder daran). Andere, vor allem un-digitale Arbeiten, etwa „Badezimmerlampe reparieren“, werden darin gerne mal nicht erfaßt. „Mein Produktivitätssystem – alles neu oder so.“ weiterlesen

Google-Calendar-Alternative, selbstgehostet: OwnCloud + Lightning + Caldav-Sync Beta

Das Thema „Was will ich [Google|Facebook|$anderer_Konzern] eigentlich anvertrauen“ ist ja nichts, was mich vollkommen kalt läßt. Bis vor einiger Zeit war der Google-Kalender aber eine sehr bequeme Lösung und vor allem: ich hatte ihn, seit ich ein Smartphone besitze, immer dabei.

Vor kurzem habe ich eine Alternative gefunden und vor allem endlich eingerichtet. Ich verwende jetzt das folgende Setup für meine Terminverwaltung: „Google-Calendar-Alternative, selbstgehostet: OwnCloud + Lightning + Caldav-Sync Beta“ weiterlesen

Zen To Done revisited, Teil VI: Handeln!

Tja, das trusted system und ich, das ist so eine Sache. Derzeit ist mein Desktop-Computer zu Hause in Reparatur, sprich: Ich habe gerade ein nur halb eingerichtetes ArchLinux zum Frickeln darauf und es soll sehr bald als „Brot und Butter“-Betriebssystem ein Linux Mint, vielleicht auch Linux Mint Debian Edition, dazukommen. Dazu gesellt sich die altbekannte Situation, daß ich auf Arbeit vor einem Windows ohne Adminrechte sitze, die Auswahl der Tools, die in Frage kommen, also dadurch sehr eingeschränkt ist. Der am besten verfügbare Ideenspeicher ist nach wie vor das Notizbuch, und da stelle ich fest, daß das derzeitige mit A6 ein wenig klein ist. Nicht nur das Papierformat ist mir zu klein, um ausführlichere Ideen niederzuschreiben, es in meinem Rucksack wiederzufinden, geht im Zweifelsfall auch nicht schnell genug. Trotzdem wird das derzeitige Notizbuch noch „aufgebraucht“, bevor ich mir ein größeres nehme (das Format A5 hat sich bewährt).

Ich selbst war die letzten Wochen in keinem so guten Zustand. Irgendwie war ich erschöpft, hatte zu viel um die Ohren und das mit dem Organisiert sein und Prioritäten setzen klappte nicht so gut. Tank auffüllen und Ressourcen pflegen kommen ein wenig kurz – dazu habe ich mich von einer Verpflichtung getrennt und beschlossen, mich mehr um meine körperliche Fitness zu kümmern (erfahrungsgemäß hilft mir Sport sehr beim „Kopf aufgeräumt halten“). „Zen To Done revisited, Teil VI: Handeln!“ weiterlesen

Zen to Done revisited, Teil IV: Durcharbeiten.

Nachdem ich mich die letzten Wochen mit dem Thema Sammeln auseinandergesetzt habe, ist die nächste Gewohnheit, die ich aufpoliere, logischerweise das Durcharbeiten.

Es wird sich zeigen, wie ich das zur Gewohnheit machen kann. Im Moment erscheint es mir sinnvoll, meine Tage mit einer vorher festgelegten Aufgabe – idealerweise einem „most important task“ – zu beginnen und danach erst die erste Runde „Durcharbeiten“ anzugehen. Ob das reicht? ich werde sehen.

Für die, die Zen To Done noch nicht in- und auswendig kennen: Was heißt „Durcharbeiten“?

Beim Sammeln geht es nur darum, die Dinge so zu erfassen, daß ich sie nicht verliere und vergesse. „Zen to Done revisited, Teil IV: Durcharbeiten.“ weiterlesen

Zen to Done revisited, Teil III: Eingangsorte.

Als zweite Gewohnheit aus Zen to Done, die ich aufpolieren möchte, habe ich mir ja das Sammeln vorgenommen. Anlaß, mir einmal anzusehen, welche Eingangsorte ich eigentlich habe.

Daß ich mir ausgerechnet das Sammeln noch einmal vorgenommen habe, hatte seinen Grund: Seit ich ein Smartphone besitze, hat sich mein Verhalten in dieser Hinsicht tatsächlich etwas verschoben. Vor allem habe ich mein Evernote-Konto wiederbelebt. Die Situation mit dem Webinterface, das meine Browser zuverlässig lahmlegt, und den nicht hundertprozentig befriedigenden Linux-Lösungen (über wine oder den Klon Nevernote) macht das zwar immer noch zu einem suboptimalen Werkzeug
– aber auf dem Smartphone funktioniert das sehr geschmeidig, und die Schnappschuß-Funktion nutze ich inzwischen gerne.

Dann ist da noch mein papierenes Notizbuch, das ich kaum noch verwende – wenn, dann eher zum „handschriftlichen Denken“ als um Dinge zu erfassen.

Zur Aufgabenverwaltung nutze ich jetzt wunderlist. Teuxdeux und die Zen to Done App wären auch heiße Kandidaten, gäbe es denn Android-Apps davon.

Dann gibt es die E-Mail-Eingänge – die Inbox im Büro und meine privaten Thunderbirds – bei letzteren ist IMAP ein echter Segen. Mein E-Mail-Setup habe ich hier schon einmal beschrieben. Wenn eine Mail an einen meiner privaten Accouts eine komplexere Aufgabe auslöst (also eine, wo es für mich mit dem Flag „Zu erledigen“ nicht getan ist), was nicht allzu häufig vorkommt, lege ich diese manuell in wunderlist an. Im Büro nutze ich, weil die Geschäftsleitung der Cloud mißtraut, die ToDo-Liste von Outlook, evtl. in Verbindung mit OneNote.

Papierpost. Im Büro erhalte ich (abgesehen von meiner Lohnabrechnung) vielleicht einmal im Jahr etwas Papierenes, das geht dann ohnehin an die Buchhaltung. „Zen to Done revisited, Teil III: Eingangsorte.“ weiterlesen