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	<title>Camilla Kutzners Schreibstube&#187; Kreativität</title>
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	<description>Ein Blog über lustvolles und effektives Studieren, Schreiben und Arbeiten</description>
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		<title>Was tun bei kreativem Overflow?</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 08:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[idee]]></category>
		<category><![CDATA[impuls]]></category>

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		<description><![CDATA[Man könne nicht auf die Inspiration warten, sagte Jack London einmal, man müsse ihr mit einem Knüppel nachsteigen. Das mag bis zu einem gewissen Grade manchmal stimmen. Doch ich kenne auch das Gegenteil: daß kreative Impulse geradezu auf mich einstürzen, &#8230; <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2010/03/was-tun-bei-kreativem-overflow/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Man könne nicht auf die Inspiration warten, sagte Jack London einmal, man müsse ihr mit einem Knüppel nachsteigen.
Das mag bis zu einem gewissen Grade manchmal stimmen. Doch ich kenne auch das Gegenteil: daß kreative Impulse geradezu auf mich einstürzen, ohne daß ich sie aktiv gesucht habe &#8211; meist in Momenten, in denen ich sie noch nicht einmal notieren kann.
<img src="http://www.camilla-kutzner.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/16412745_6334185e3b.jpg" alt="Kreativität ist manchmal wie Wildwasser" >
<small>Bild: flickr  / <a href="http://www.flickr.com/photos/amerune/">amerune</a></small>
Was tun, wenn einen so viele Ideen überrennen, daß man sie gar nicht alle erfassen kann? Daß ein Impuls den nächsten jagt und man keinen Gedanken in Ruhe zu Ende denken kann, weil der nächste einen überrennt? <span id="more-332"></span>Mir helfen die folgenden Strategien:</p>

<ul>
<li>Loslassen. Nicht jede Idee festhalten wollen. So tun, als sei keine unersetzlich. Nicht jede Idee muß umgesetzt werden.</li>
<li>radikal entschleunigen</li>
<li>Nichtstun und meditieren.</li>
<li>Etwas ganz anderes machen: vorzugsweise etwas, das nicht primär mit Denken zu tun hat. Etwa: Musik machen &#8211; mit dem Fokus auf den Spaß dabei &#8211; oder Sport treiben.</li>
</ul>

<p>Es ist auch hilfreich, <strong>die Umstände dieses &#8220;Freidrehens&#8221;</strong> zu kennen: Bei mir bemerke ich solche Phänomene vor allem, <strong>wenn ich keine meiner Ideen umsetzen kann</strong> &#8211; zum Beispiel, wenn gerade einfach anderes anliegt oder sich eine dröge, aber notwendige Aufgabe zieht wie Kaugummi. Das mag manchmal eine Situation sein, durch die man einfach durch muß (Stichwort Studienabschluß), manchmal aber lohnt es sich, die Zwangsläufigkeit der Situation zu hinterfragen &#8211; und den kreativen Impetus dann auf eine Veränderung zu verwenden. Je länger alle meine Impulse ins Leere laufen, desto schlimmer wird das kreative Hohldrehen im Allgemeinen. 
Auch wenn ich versuche, zu multitasken, tritt eine unkontrollierbare Ideenflut gerne auf. Da hilft dann nur: einen Moment Pause machen (vergleiche: <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/12/was-tun-wenn-alles-zuviel-wird/">Was tun, wenn alles zuviel wird?</a>), kurz Abstand nehmen, die losen Enden erfassen und mir klarmachen, was <strong>jetzt</strong> das Wichtigste ist.
Und manchmal ist es in einer solchen Situation das beste, wenn ich eine Idee herausgreife und sie umsetze. Das muß nicht bis zur vollständigen Realisierung sein, wenn ich soweit daran arbeite, daß Resultate sichtbar werden, reicht das oft, meine Kreativität wieder zu kanalisieren. Oder, poetischer ausgedrückt: sie von einem wild durchgehenden Pferd wieder zu einer Verbündeten zu machen, die mich trägt.</p>
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		<title>Notizen übers (digitale) Notieren</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 07:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit habe ich mich mit Ralf Grabowski auf twitter über Notiz-Tools unterhalten; eine Unterhaltung, die mich auf die Idee brachte, in Artikelform aufzuschreiben, was ich eigentlich zum Notizenmachen verwende. Bild: sxc.hu Warum mache ich eigentlich soviele Notizen? Nicht, &#8230; <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2010/02/notizen-uebers-digitale-notieren/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich mich mit <a href="http://twitter.com/_ski">Ralf Grabowski</a> auf twitter über Notiz-Tools unterhalten; eine Unterhaltung, die mich auf die Idee brachte, in Artikelform aufzuschreiben, was ich eigentlich zum Notizenmachen verwende.
<img src="http://www.camilla-kutzner.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/notizbuch.png" alt="Notizbuch" />
<small>Bild: <a href="http://www.sxc.hu/photo/1176000">sxc.hu</a></small>
Warum mache ich eigentlich soviele Notizen? Nicht, weil mein Gedächtnis solche ausgeprägte Ähnlichkeit mit einem Sieb hätte. 
&#8220;You can&#8217;t wait for inspiration. You have to go after it with a club&#8221;, wird Jack London in den Mund gelegt. Ich meine, man kann der Inspiration auch auflauern, und gute Notizwerkzeuge sind ein probates Mittel dazu.</p>

<p>Ich habe mir schon vor langer Zeit angewöhnt, grundsätzlich gerade Ideen zu notieren, die erst einmal ziemlich blödsinnig, unrealistisch oder krank wirken, denn: ihnen wohnen oft kreative Impulse inne, die ich nutzen kann. Nach Möglichkeit fange ich diese Ideen unmittelbar dann ein, wenn sie kommen. Dann sind sie frisch, unverfälscht und haben ihre kreative Wirksamkeit noch nicht durch langes Zerdenken verloren, und darum ist es wichtig, Notizwerkzeug grundsätzlich griffbereit zu haben &#8211; was, zugegeben, in manchen Situationen schlicht unmöglich ist, etwa beim Abwaschen oder unter der Dusche. <span id="more-314"></span>Was mir auch wichtig ist: gerade weil ich solche ungefilterten Gedanken notiere, sind meine Notizen selbst für die Menschen, denen ich am meisten vertraue, tabu, und nur weil ich niemanden in mein Notizbuch sehen lasse, traue ich mich, ihm vollkommen intime, bruchstückhafte, unausgegorene Ideen anzuvertrauen. Übrigens eine wunderbare Sache, um den <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/die-schere-im-kopf-der-innere-zensor/">inneren Zensor</a> auszutricksen &#8211; aber zum Teil Übungssache. Mir will auch scheinen: Je ausgiebiger ich diese Quelle namens &#8220;spontane Einfälle&#8221; anzapfe und aus dem, was mir da zufliegt, auch etwas mache, desto ergiebiger ist sie.</p>

<p>Wenn ich gerade keinen Computer in Reichweite habe, sind die Werkzeuge für das Festhalten von Ideen recht einfach: Notizbücher (für Textbruchstücke, Exzerpte und schnell hingeworfene Mindmaps o.ä.) oder mein Hipster PDA (für reine Stichworte oder Aufgaben). Die Hipster-PDA-Karten werden dann in meine Ideenkartei gesteckt, die ich gelegentlich durchsortiere, Aufgaben in mein Produktivitätssystem. Notizbücher gehe ich dann und wann mal durch (ich führe meine Notizen recht chaotisch, wie sie eben kommen) und sehe nach, was ich vielleicht früher schon zu einem Thema, das ich gerade bearbeite, geschrieben habe.</p>

<p>Am Computer vervielfältigen sich die Anwendungen. Wo eine Sache hinkommt, entscheidet ihr Charakter:</p>

<ul><li><a href="http://evernote.com">evernote</a> für Artikelbruchstücke und -einfälle</li>
<li><a href="http://instapaper.com">instapaper</a> für Links, die ich interessant finde, aber später noch einmal in Ruhe ansehen will, bei denen ich auch auf den ersten Blick noch nicht weiß, ob ich auf sie immer wieder zurückgreifen will</li>
<li><a href="http://delicious.com">delicious</a> &#8211; Für Links, bei denen ich weiß, daß ich sie dauerhaft brauchen kann oder die ich teilen möchte</li>
<li>Artikelbruchstücke, die ich gleich genauer ausformuliere, werden in .txt-files festgehalten</li>
<li><a href="http://trgtd.com.au">thinkingrock</a> (bzw. eine Datei namens todo.txt, die später in TR importiert wird) für Aufgaben</li>
<li>und den <a href="http://zettelkasten.danielluedecke.de">Zettelkasten von Daniel Lüdecke</a> probiere ich gerade für ein privates Projekt als Ideendatenbank.</li></ul>

<p>Für Linux mit GNOME gibt es das Notizprogramm bzw. Desktop-Wiki <a href="http://wiki.ubuntuusers.de/Tomboy">Tomboy</a>, das ich allerdings noch nicht getestet habe.</p>

<p>Zu diesem Thema ist eventuell auch ein Artikel von Stephan List interessant: <a href="http://www.toolblog.de/archives/1330">Stuff and Capture Tools</a>.</p>
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		<title>Die Schere im Kopf: Der innere Zensor</title>
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		<comments>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/die-schere-im-kopf-der-innere-zensor/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 08:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gelöscht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung blöd ist oder man &#8230; <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/10/die-schere-im-kopf-der-innere-zensor/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gelöscht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung blöd ist oder man das Gefühl hat, sich dabei fachlich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Klingt bekannt? Dieses Phänomen nenne ich den &#8220;inneren Zensor&#8221;. Für mich ist er der Kreativitätskiller Nummer eins.</p>

<p>Das kritische Denken, von dem der innere Zensor eine Instanz ist, hat durchaus seine Berechtigung, nämlich daß es unsere Äußerungen und Gedanken hinterfragt und auf Qualität bedacht ist.<span id="more-72"></span> Nur pflegt der innere Zensor sich zum falschen Zeitpunkt am stärksten einzumischen, nämlich beim ersten Niederschreiben der Gedanken. Das ist die empfindlichste Phase. Steht erst einmal ein Text da, ist ein Gedanke erst einmal niedergeschrieben, erscheint er oft gar nicht mehr so banal wie beim reinen Nachdenken. Oft läßt sich die Qualität einer Idee dann erst richtig beurteilen. In der Phase der Überarbeitung, wenn es um das (selbst)kritische Konsolidieren von Ideen geht, hat der Zensor seine Berechtigung, aber meist ist er dann nicht mehr gar so übereifrig.</p>

<p>Aber was kann man dagegen tun, daß der innere Zensor sich zur Unzeit, nämlich beim Verfassen des Rohtexts, einmischt?</p>

<ul>
    <li>Per Hand schreiben. Daß man am Computer sofort editieren kann, macht dem Zensor nämlich das Leben leichter. Zudem muß man Handgeschriebenes noch abtippen, was ein Schritt der besonders intensiven Überarbeitung sein kann.</li>
    <li>Beim Niederschreiben erster Ideen nichts durchstreichen oder editieren, sondern das auf die Überarbeitung des Textes verschieben.</li>
    <li>Brainstorm: Unterschiedslos alles niederschreiben, was einem einfällt, ohne zu beurteilen oder abzuwägen, Beurteilung auf später verschieben.</li>
    <li>Freischreiben/Freewriting: Schnelles Schreiben ohne Absetzen oder Pause. Lutz von Werder beschreibt die Technik so:</li>
</ul>

<blockquote>&#8220;Motivieren Sie sich fünf Minuten, ohne Halt einfach zu schreiben. Wenn Ihnen nichts einfällt, schreiben Sie über Ihren Schreibblock. Die einzige Bedingung des &#8216;Free-Writing&#8217; ist es, im Schreibprozeß zu bleiben. Das Ziel des &#8216;Free-Writing&#8217; ist der Prozeß, nicht das Produkt.&#8221; (Lutz von Werder, Kreatives Schreiben von Diplom- und Doktorarbeiten, Berlin [Schibri] 2000, S. 22.)</blockquote>

<ul>
    <li>Clustering/Mindmapping. Die sichtbare Hierarchisierung bringt Struktur, System und Ordnung in die Gedanken, die Methode hat trotzdem etwas Spielerisches &#8211; da bleibt der gestrenge Zensor außen vor. (Siehe auch: von Werder, Kreatives Schreiben&#8230;, S. 27-31.)</li>
    <li>Vorerst einmal bewußt &#8220;doof&#8221; und &#8220;wie einem der Schnabel gewachsen ist&#8221; schreiben: Eine wissenschaftlich klingende Formulierung kann man später immer noch finden.</li>
    <li>Für einen Adressaten schreiben: Das Thema einem Kind, Lebensgefährte/in, der Großmutter&#8230; erklären. Viele Studenten haben Probleme damit, in &#8220;wissenschaftlicher&#8221; Sprache zu schreiben; entkoppelt man das Aufschreiben des Inhalts <em>vorerst</em> von der sprachlichen Darstellung, nimmt das die Hürde &#8220;Wissenschaftlichkeit&#8221; erst einmal weg. Zudem weiß man als StudentIn oft nicht so genau, für wen man nun eigentlich schreibt &#8211; für die Dozentin/den Dozenten oder doch für ein unterstelltes wissenschaftliches Publikum? Letzteres ist als Adressat reichlich diffus.</li>
    <li>Zeitdruck herstellen bzw. mit Zeitbegrenzung und in extremer Geschwindigkeit arbeiten, das heißt, sich gar keine Zeit nehmen, nachzudenken und das Geschriebene zu kritisieren.</li>
</ul>

<p>Mit diesen Strategien bin ich bisher zu gutem Rohmaterial gekommen. Und das ist die Grundlage für einen guten Sachtext.</p>
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		<title>Produktives Spazierengehen</title>
		<link>http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/07/produktives-spazierengehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 08:07:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>camilla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[quergedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schriftsteller Gerhart Hauptmann hatte in seinen späteren Jahren die Angewohnheit, ausgiebige Spaziergänge zu machen. Nach diesen diktierte er dann seiner Sekretärin einen neuen Teil des Textes, der gerade in Arbeit war. Er nannte diese Spaziergänge &#8220;Produktivspaziergänge&#8221;; offensichtlich ging die &#8230; <a href="http://www.camilla-kutzner.de/blog/2008/07/produktives-spazierengehen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schriftsteller Gerhart Hauptmann hatte in seinen späteren Jahren die Angewohnheit, ausgiebige Spaziergänge zu machen. Nach diesen diktierte er dann seiner Sekretärin einen neuen Teil des Textes, der gerade in Arbeit war. Er nannte diese Spaziergänge &#8220;Produktivspaziergänge&#8221;; offensichtlich ging die kreative Arbeit während des Gehens in seinem Kopf vor.</p>

<p>Ich habe mich von dieser Gewohnheit Hauptmanns während meiner Magisterarbeit zu meiner eigenen Form des Produktivspaziergangs inspirieren lassen.<span id="more-19"></span> Ich suchte mir dazu ein leichtes Gelände, wo ich dem Boden nicht viel Aufmerksamkeit widmen mußte, vorzugsweise einen Park vor meiner Haustür. Sobald ich einigermaßen ungestört war, zückte ich das Handy, warf das eingebaute Diktiergerät an und sprach im Gehen meinen Textentwurf auf das Handy. Ich achtete dabei nicht auf Perfektion, es kam mehr auf den Fluß an, darauf, jede Idee &#8220;ins Unreine&#8221; auszusprechen und weiterzuspinnen, egal wie salopp oder konfus. In Bewegung, in einer Umgebung außerhalb von Büro oder heimischem Arbeitsplatz und im freien Sprechen kommen ganz andere Ideen als am Schreibtisch und auf das Medium der Schrift beschränkt.</p>
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