Vor einiger Zeit habe ich mich mit Ralf Grabowski auf twitter über Notiz-Tools unterhalten; eine Unterhaltung, die mich auf die Idee brachte, in Artikelform aufzuschreiben, was ich eigentlich zum Notizenmachen verwende.

Bild: sxc.hu
Warum mache ich eigentlich soviele Notizen? Nicht, weil mein Gedächtnis solche ausgeprägte Ähnlichkeit mit einem Sieb hätte.
“You can’t wait for inspiration. You have to go after it with a club”, wird Jack London in den Mund gelegt. Ich meine, man kann der Inspiration auch auflauern, und gute Notizwerkzeuge sind ein probates Mittel dazu.
Ich habe mir schon vor langer Zeit angewöhnt, grundsätzlich gerade Ideen zu notieren, die erst einmal ziemlich blödsinnig, unrealistisch oder krank wirken, denn: ihnen wohnen oft kreative Impulse inne, die ich nutzen kann. Nach Möglichkeit fange ich diese Ideen unmittelbar dann ein, wenn sie kommen. Dann sind sie frisch, unverfälscht und haben ihre kreative Wirksamkeit noch nicht durch langes Zerdenken verloren, und darum ist es wichtig, Notizwerkzeug grundsätzlich griffbereit zu haben – was, zugegeben, in manchen Situationen schlicht unmöglich ist, etwa beim Abwaschen oder unter der Dusche. Continue reading ‘Notizen übers (digitale) Notieren’
Literaturverwaltung ist so etwas wie mein heimliches Steckenpferd. Ich komme immer wieder darauf zurück und bin immer wieder auf der Suche nach interessanten Lösungen für Bibliographie, die auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügt – aber was braucht man nun wirklich? Gehört ein Wissensmanagement zwingend in ein Literaturverwaltungsprogramm? Braucht man einen Import von und Export nach MindManager?
Da ich gerade für einen (oder auch mehrere) Artikel in dieser Richtung recherchiere, dachte ich mir, ich frage einfach meine Leser. Hier ein twtpoll (Abstimmen bis 24.2. möglich):
– eigene Anregungen und Meinungen könnt Ihr mir gerne gerne per twitter an @ckutzner oder hier in den Kommentaren zukommen lassen.
Die Klubschule Migros in Zürich, ein Kunde von Blogwerk, für die ich schreibe, feiert das 25jährige Bestehen ihres Informatikangebots. Sie sucht zu diesem Anlaß die besten Computergeschichten. Nun habe ich selbst seit elf Jahren mit Computern zu tun, aber etwas Spektakuläres oder besonders Lustiges, etwas, das eine gute Geschichte hergibt, ist mir in dieser Zeit nicht geschehen. Aber Euch vielleicht?
Es gibt auch etwas zu gewinnen: ein Nokia N900, Zeitschriftenabos, Doodle-Premium-Accounts und weitere tolle Preise. Mitmachen kann man hier.
Welche Universitätsseminare ich besuchte, habe ich im Studium vor allem nach pragmatischen Gesichtspunkten entschieden: oft blieben im Puzzlespiel zwischen zwei Fächern, Veranstaltungen an mehreren Universitäten und wechselnden Brotjobs nur wenige Optionen übrig. Und von diesen wählte ich dann meist das Seminar, dessen Thema mich mehr interessierte.
Wann aber lohnt es sich, ein Seminar zu besuchen, das nicht Pflicht ist und vielleicht neben der Investition in Zeit auch noch Geld kostet? Zweifellos nicht immer: Manche Fähigkeiten kann man sich leicht selbst aneignen, z.B. aus Büchern oder aus dem Internet lernen.
Continue reading ‘Seminare besuchen – wann lohnt sich das?’
… zum Beispiel in puncto Sport. Da konnte ich mich heute morgen etwa zu einer gar nicht so kurzen Trainingseinheit aufraffen, wo ich vor einigen Monaten noch meinem Artikel über Sport schrieb, daß ich mich morgens damit nur quäle. Wegen der Schneeglätte war ich allerdings eher gemächlich unterwegs, aber hinterher habe ich sogar etwas Krafttraining und Stretching angehängt. So könnte ich direkt mal öfter den Tag anfangen.
Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein schönes, gesundes und vor allem glückliches Jahr 2010. Und nein, an dieser Stelle steht kein persönlicher Jahresrückblick.
Ich verhalte mich in der Hinsicht antizyklisch. Zwar ist auch für mich die Zeit “zwischen den Jahren” eine des Rückzugs und der Innenschau (warum sollte es eigentlich nur eine Zeit im Jahr dafür geben?), aber den eigentlichen Jahresrückblick habe ich im Herbst gemacht – hinausgeschobenerweise: eigentlich wäre er im Sommer schon fällig gewesen, und auch dieses Datum war eher zufällig zustande gekommen. Statt der Planung gehört diese Zeit bei mir ganz dem Zwischenmenschlichen, meinen privaten Beziehungen und der Regeneration. Daß auf dem Kalender jetzt eine andere Jahreszahl steht, ist pure Konvention – andere Kulturen fangen das Jahr im Februar oder März an. Es wird dadurch nicht alles anders, aber vielen verleiht dieses Datum den Schwung, Dinge neu anzupacken.
Darum also: Frohes neues Jahr!
“Wie überlebt Ihr Weihnachten?” fragte Julian Heißler am Montag auf derfreitag.de. Und der user motorradblogger präzisierte, die Zeit vor Weihnachten sei die eigentlich stressige.
Ich meine, beides kann in Streß ausarten, aber in den letzten Jahren war alles gut, sobald ich in den Weihnachtsurlaub aufgebrochen war. Für den Streß an Weihnachten selbst war in der Regel ein simples Faktum verantwortlich: Man hockt zu eng aufeinander und erwartet Familienharmonie, aber schwelende Konflikte, die nur mangels Gelegenheit nicht ausgetragen wurden, warten eben nicht bis nach den Feiertagen.
Mittlerweile hat sich die Sache entspannt. Die Erwartungen sind einfach heruntergeschraubt worden – auch weil inzwischen meine leibliche Familie nicht mehr auf einem Fleck wohnt und wir uns vielleicht ein- oder zweimal im Jahr sehen – Weihnachten ist eine der Gelegenheiten, alle mal auf einen Fleck zu bekommen. Dadurch wissen alle viel mehr als früher, wie kostbar die gemeinsame Zeit ist. Die Bereitschaft, große Erwartungen aufzubauen und unbedingt viel unternehmen zu wollen, ist jedoch gesunken. Statt eines großen Festessens gab es letztes Jahr einen Videoabend mit selbstgebackenen Muffins bei meinem Bruder und später mal einen informellen Kaffee mit meiner Großmutter. Statt einer Bescherung werden Geschenke, wenn überhaupt, einfach informell übergeben. Und vielleicht gehen wir auch dieses Jahr, wenn das Wetter mitmacht und wir Lust haben, wieder in den Pfälzer Wald wandern.
Schwieriger ist für mich tatsächlich die Zeit vor Weihnachten. Continue reading ‘Adventsstreß? Weihnachtsrummel? Och nö.’
Seit eineinhalb Jahren bin ich nun mit Ubuntu unterwegs. Zeit für eine kurze Zwischenbilanz!
Sie fällt, so kann ich schon einmal sagen, für mich sehr positiv aus. Ich arbeite derzeit privat mit einem Asus Eee 1000HE, auf dem Ubuntu 9.04 Netbook Remix läuft, und wenn ich nochmal in die Verlegenheit komme, mir einen neuen Rechner anzuschaffen, dann ist Linux-Kompatibilität definitiv ein Kriterium für die Kaufentscheidung. Hier eine unvollständige und unsortierte Liste, was ich an Linux alles liebe.
Anwendungsvielfalt. Was mich ursprünglich neugierig auf Linux machte: Viele gute Opensource-Programme, zum Beispiel GIMP, OpenOffice oder mein geliebter Thunderbird, sind linux-nativ, und für fast jede Aufgabe gibt es eine – kostenfreie – Softwarelösung unter Linux. Ich kann mich so relativ einfach in Speziallösungen einarbeiten, um die ich sonst einen Bogen machen würde, weil die Programme teurer sind, als ich mir leisten kann.
Ausnahmen:
- Steuersoftware für die Einkommenssteuer, obwohl ich die letzte Steuererklärung mit ELSTER unter WINE größtenteils hinbekommen habe.
- Eine zufriedenstellende Bibliographielösung, die mit meinem geliebten citavi mithalten kann, muß ich noch finden. Meine Versuche, citavi unter WINE zum Laufen zu bringen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Die Alternative zotero kommt mir auf jeden Fall sehr mächtig vor, das muß ich noch ausführlicher erkunden.
- Frustrierend finde ich auch, daß ein so nützliches Angebot wie StampIt unter Linux & alternativen Browsern bis vor kurzem nicht benutzbar war – wie es jetzt mit der Internetmarke wird, bleibt zu erproben. Auch der Hardwaresupport ist zwar kein ganz so düsteres Kapitel mehr wie früher. Daß allerdings ubuntuusers.de immer noch eine Hardware-Blacklist führt, belegt, daß noch nicht alles zum Besten steht zwischen der Linux-Community und den Hardwareherstellern.
- Nach einer vollkommen befriedigenden Notensatzlösung suche ich ebenfalls noch, was aber gerade nachrangig für mich ist, da ich wenig Noten am Computer setzen will.
Workflow. Virtuelle Desktops erlauben mir, mit nur einem Tastenkürzel gerade nicht benötigte Programme aus dem Weg zu schieben. Wenn ich etwa an einem Design tüftele, kann ich auf dem einen Bildschirm die Grafikbearbeitung machen und habe keine Programmfenster unten in der Fußleiste, die mich daran erinnern, daß da ja noch drei Editorfenster und drei verschiedene Browser offen sind – denn die liegen dann auf dem anderen Desktop. Auf den dritten habe ich möglicherweise derweil meine Aufgabenverwaltung und Pidgin. Continue reading ‘Was ich an Linux liebe’
Eigentlich mag ich hier ja keine schmutzige Wäsche waschen. Uneigentlich ärgert es mich über die Maßen, daß mein DSL seit Mittwoch abend tot ist, damit auch meine VoIP-Telefonie, ich beim Versuch, den Support von 1und1 zu erreichen, nur mein Handyguthaben verbraten habe, ohne mit einem Menschen zu sprechen, und ich auf meine (vom Arbeitsplatz aus geschriebene) Mail an den Support bisher nur eine automatisierte Mail erhielt, die mich um Erlaubnis bat, auf meinen Router zugreifen zu dürfen.
Das ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, daß mein DSL ausfällt – vorher lief es seit 2006 reibungslos! Ich frage mich, was da los ist.
Diesen Beitrag schreibe ich von einer öffentlichen Bibliothek aus, wo ich (danke, VÖBB) freies WLAN habe. Und heute abend werde ich mal ein Zettelchen ins Treppenhaus hängen, vielleicht hat ein netter Nachbar ein wenig Bandbreite für mich übrig. Eine Dauerlösung ist das natürlich auf keinen Fall, zumal mir das Festnetz echt fehlt.
Es wird mal wieder Zeit für eine Runde Links. Diesmal: Tools im Web, die mich produktiver machen.
Social Bookmarking statt lokaler Bookmarks
delicious hat die lokale Bookmarkfunktion bei mir fast vollständig verdrängt, und ich habe meine Linksammlung damit von überall griffbereit. Mir persönlich gelingt es damit sogar besser, um umfangreiche Linksammlungen zu verwalten, als mit traditionellen Bookmark im Browser. Die für mich wichtigen URIs kenne ich ohnehin auswendig.
Instapaper: Merkliste fürs Späterlesen
Stoße ich während der Arbeit auf einen interessanten Text, den ich später in Ruhe lesen möchte, merke ich mir diesen Text mit instapaper.
Alles andere ausblenden…
Manchmal lenkt auch Musik zu sehr ab – weißes Rauschen hilft mir dann, mich von meiner Umwelt akustisch ein wenig abzuschotten, etwa wenn im Büro viel Betrieb ist, ringsum die Telefone klingeln und ich trotzdem z.B. eine knifflige e-mail an einen Kunden formulieren muß. simplynoise liefert Rauschen in drei “Farben”, das auch in oszillierender Lautstärke abgespielt werden kann – ungemein entspannend.
…und schreiben
Manchmal brauche ich einen absolut minimalistischen, ablenkungsfreien Plain-Text-Editor zum Schreiben. Wenn ich gerade nicht auf DarkRoom oder PyRoom zurückgreifen kann, hilft mir eine Internetanwendung, die sich schlicht Writer nennt.