Wie ich organisiert bleibe

Vor kurzem brachte mich ein kurzer Austausch auf Twitter dazu, darüber nachzudenken, wie ich denn eigentlich organisiert bleibe. Vielleicht ist das Geheimnis meines derzeitigen Organisiert-Seins eigentlich nur, dass ich nicht überlastet bin – auf der anderen Seite habe ich eigentlich so viel zu tun, wie ich mir gerade Arbeit machen mag, die ToDo-Liste ist potenziell unendlich. Beim Nachdenken über meine Organisation kam mir dann der Gedanke, dass ich wesentlich mehr Werkzeuge nutze als das, was ich bisher als mein „eigentliches Produktivitätssystem“ betrachtete (derzeit das BulletJournal). Nach dem Link kommt der Versuch einer vorläufigen Auflistung.

Orga-Tools

  • Das Bullet Journal ist mein eigentliches Aufgabenverwaltungs-System. Inzwischen steckt es nicht mehr in meinem Taschenbegleiter, sondern füllt ein eigenes Notizbuch.
  • Papierkalender für die Terminverwaltung.
  • ggf. Kalender-Erinnerungen im Telefon für Dinge, die zu bestimmten Zeiten gemacht werden müssen (z. B. Anrufe bei Arztpraxen) und die ich auch mit dem Bulletjournal sonst verpeile.
  • Classei-Mappen und regelmäßige Ablage-Sessions. Freitag ist mein Buchführungs-Tag, da erledige ich auch meine Ablage. Das Papier- und Buchführungs-Volumen ist zur Zeit so gering, dass ich diese Aufgabe meistens innerhalb einer halben Stunde erledigt habe.
  • Habitica, eine gamified Aufgaben-Verwaltung, die ich allerdings nur für regelmäßige Aufgaben und als Tracker für gesunde Gewohnheiten (Schlafen, Obst und Gemüse essen, Sport, Zeit draußen verbringen,…) verwende. Das aber seit ca. zwei Jahren sehr konstant.

Emails

Es gilt immer noch, was ich hier schrieb. Der „machen“-Tag ersetzt nicht den BulletJournal-Eintrag, und die Delete-Taste ist meine beste Freundin. Zusätzlich: unsubscribe, unsubscribe, unsubscribe.

Haushalt

Es hilft, nicht viel Platz zu haben und relativ wenig zu besitzen. (Ich bin bei weitem keine Minimalistin und werde das niemals sein, dazu interessieren mich viel zu viele Dinge.) Trotzdem kostet mich der Haushalt immer wieder mehr Zeit, als ich eigentlich denke (besonders Einkaufen, Kochen und Waschen). Sporadisch mache ich mal Entrümpelungs-Aktionen, die allerdings selten bedeuten, dass ich danach viel mehr Platz habe. (Aber Zeug gehen zu lassen, das ich nicht mehr nutzen will, fühlt sich gut an.)

Was ist eigentlich „organisiert sein“?

Für mich geht es bei allem Zeit- und Selbstmanagement nicht darum, irgendeinem perfekten Ideal von Ordnung und Sauberkeit nachzulaufen. Organisieren ist für mich auch nur ein Tool. Ich nutze es, um mich in meiner Haut und meinem Zuhause wohl zu fühlen, nicht allzu oft unnötig unter Druck zu geraten (#deadlines), meinen Kopf klar zu behalten und das Gefühl zu haben, dass ich Dinge auf die Reihe bekomme. OK, ich gebe zu: Mich manchmal als Supercheckerin zu fühlen, ist schon cool.