Mein Produktivitätssystem auf Papier: Kanban + roterfaden Taschenbegleiter + BulletJournal

Disclaimer: Auch wenn ich sehr begeistert vom Taschenbegleiter bin, habe ich meinen selbst bezahlt und für diesen Artikel keine Gegenleistung von der Fa. roterfaden erhalten.

Seit meinem letzten Post über mein Produktivitätssystem ist einige Zeit ins Land gegangen – hier ein nicht so kurzes Update:

Ich habe immer noch mein simples Kanban Board und bin damit nach wie vor sehr zufrieden. OK, es wäre mal wieder Zeit, ein paar „Sedimente“ zu entfernen… Unscheduling (hier der letzte Post dazu) dagegen halte ich auf die Dauer nicht durch, ich empfinde es als zu rigide und es spielt meinen destruktiven Selbstgesprächen in die Hände.

roterfaden Taschenbegleiter

Vor etwa einem Jahr ist ein weiteres, sehr wertvolles Tool, um das ich lange mit begehrlichen Blicken darum herumgeschlichen bin, bei mir eingezogen: ein roterfaden Taschenbegleiter. Damit verbunden bin ich auch wieder zu einem papierbasierten Kalender übergegangen. Ich empfinde den Papierkalender als flüssiger, übersichtlicher und organischer zu nutzen als einen elektronischen. Bonus: Ich kann ihn anmalen und darin herumkritzeln 🙂

Und was soll ich sagen: Der Taschenbegleiter ist für mich sehr definitiv ein tolles Organisationstool! So sieht meiner geschlossen aus:

Außenansicht meines Taschenbegleiters

Der Taschenbegleiter ist nicht nur ein Kalender, sondern auch ein Notizbuch-/Aufbewahrungssystem ohne Lochung. Statt eines Ringbuchsystems halten Klammern die Einlagen an Ort und Stelle. roterfaden verwendet DIN A-Formate, das heißt, ich kann nicht nur die Hefte von roterfaden verwenden, sondern auch viele andere Hefte oder Papiere. Geschlossen wird das Ganze durch ein Gummiband.

Im roterfaden-Shop gibt es einen Konfigurator, mit dem der Taschenbegleiter individuell zusammengestellt werden kann – bis ich mich für meine Kombination aus schwarzem Tanzboden außen, grünem Filz innen und Taschenkombination 4 entschieden hatte, habe ich ganz schön damit herumgespielt. Nur das Format A5 stand für mich von Anfang an fest. So sieht das Innenleben aus:

Taschenbegleiter-Innenansicht: Frontklappe mit Taschen und Kalender-Titelseite

Und das ist in meinem drin:

Vordere Taschen

  • Geodreieck und ein Taschentuch für Füllertinte-Desaster.
  • ein paar von meinen Visitenkarten. (Olle selbstgedruckte. Höchste Zeit, dass ich mir mal neue drucken lasse!)
  • vorgedruckte Kärtchen, die dazu da sind, Dinge zu notieren, für die ich dankbar bin/die an einem Tag gut waren. Ggf. kommen in die kleinen Taschen noch Terminkärtchen von Ärzt_innen oder Visitenkarten, die andere Menschen mir in die Hand drücken.

Klammern

  • in der ersten: der roterfaden Kalender, Layout 2. Ein durchdachter Terminplaner fürs ganze Jahr, der auch die deutschen Ferientermine (wichtig für mich, da einige meiner Lieblingsmenschen in Schulen und Kindergärten arbeiten) und Feiertage verzeichnet.
  • Zweite Klammer: Ein Notizheft. Ich habe bei meiner ersten Bestellung eine Packung roterfaden Arbeitshefte in blanko mitbestellt, von denen ich erst beim zweiten bin. Mit der Papierqualität bin ich ganz zufrieden, werde aber eventuell doch zu Schulheften übergehen, sobald ich die roterfaden-Hefte aufgebraucht habe. Derzeit steckt in dieser Klammer auch noch ein immerwährender Geburtstagskalender. Ob ich den immer dabei haben muss, weiß ich noch nicht hundertprozentig, vielleicht lasse ich ihn demnächst zu Hause.
  • dritte Klammer: Eine Klarsicht-Hülle für Dinge in A5 oder kleiner, die ich nicht knicken will (z.B. Arzneimittel-Rezepte) und mein BulletJournal-Heft. In die Klammern kommen auch lose Blätter, z.B. Einkaufszettel, Bahn – oder Fernbustickets. Das klingt trivial, ist für mich aber ein sehr tolles Feature.

Hintere Tasche

Hier steckt ein A6-Notizblock drin (Werbegeschenk aus meiner Stamm-Apotheke). Praktisch für diese Situationen, wenn ich mir gerade mal von jemandem eine Telefonnummer oder Mailadresse geben lassen will und das auf Papier mache (in meinem Alltag kommt das häufiger vor, als man im Zeitalter der Smartphones denken würde) oder wenn ich unterwegs einen Einkaufszettel schreiben will.

Stiftschlaufe

Hier hätte ich eine größere wählen können, damit mein Lieblingskuli hineinpasst. Manchmal nehme ich meinen Zweitfüller darin mit, oft aber auch einfach irgendeinen Kugelschreiber, der passt (sauberer als der nicht ganz dichte Zweitfüller).

Fazit: So ein Taschenbegleiter inklusive Innenleben ist zwar nicht gerade billig (für meinen habe ich mit Kalender, Notizhefte und Klarsichthüllen und Versand am Ende etwa 140€ hingeblättert, wenn ich mich richtig erinnere), dafür aber solide verarbeitet – ich sehe trotz täglichem Einsatz noch keine Abnutzungsspuren, auch nicht am Gummiband oder an den Klammern.

BulletJournal

Ich habe lange nach dem Grundsatz „Never change a running system“ durchgehalten. Doch dann lief mir vor ein paar Wochen auf Youtube immer wieder das BulletJournal über den Weg, und jetzt habe ich meiner Neugier nachgegeben und probiere das mal aus… Bulletjournaling ist im Grunde eine strukturierte Notizbuch-Führung plus ein paar Indices (es gibt einen Index fürs gesamte Notizbuch, einen Sechs-Monats-Plan, einen Monatsplan sowie ein tägliches Log) und einige festgelegte Symbole für Ereignisse, Aufgaben und Notizen. Die Grundlagen erklärt das Video des Bulletjournal-Erfinders:

Was mir daran gefällt: der minimalistische Ansatz, es ist deutlich portabler als mein Kanban-Board und sieht viel übersichtlicher aus. Ich verwende erst einmal ein gewöhnliches kariertes A5-Schulheft dafür, das passt in den Taschenbegleiter und ist groß genug, um zu testen, ob die Methode auf Dauer für mich gut funktioniert. Mal sehen, ob ich dabei bleibe!