Unschedule und ich.

Meine ersten Wochen mit Unscheduling liegen hinter mir. Ich stelle fest, daß ich nicht immer eintrage, was ich mache. Mit Protokollieren bin ich tatsächlich ausgesprochen schluderig. Aber wenn ich es mache, gibt es mir ein ganz gutes Feedback, wann ich wirklich konzentriert an etwas arbeite – und wann nicht; und welche Zeit für welche Tätigkeit eine gute Zeit ist.

Eine andere Erkenntnis: Ja, auch unkonzentriert bekomme ich Dinge erledigt. Es dauert eben länger. Und manchmal ist es gut, einfach anzufangen und meine Ablenkungsanfälligkeit mit einer Haltung von „dann ist das jetzt halt so“ zur Kenntnis zu nehmen. Es ist dann gut, mich nicht dafür zu schelten, wenn ich mal abgelenkt bin, sondern eben einfach wieder anzufangen. Manchmal brauche ich ein wenig „Warmlaufen“, damit ich konzentriert an etwas arbeite.

Und es ist auch gut, das Unperfekte zu akzeptieren. Wenn meine Meßlatte für Konzentration der hyperfokussierte Zustand ist, den ich beim Musikmachen habe, wenn es gut läuft, dann ist es (meines Erachtens) eine Unmöglichkeit, das als Dauerzustand zu wollen – in etwa so, als würde ich beim Sport die ganzen Zeit im anaeroben Bereich laufen.

Was das Personal Kanban angeht: auch da, stelle ich fest, bilden sich „Sedimente“, wenn ich nicht aufpasse. Dagegen hilft: den „Backlog“ regelmäßig durchgehen und aussortieren. Was nicht wirklich gemacht werden muß, sondern nur ein nice-to-have wäre, fliegt gnadenlos raus.