Zen to Done revisited, Teil II: Sammeln.

Ende September war es Zeit, daß ich mir im Rahmen meines „Ich arbeite Zen To Done noch einmal durch“-Prozesses eine neue Gewohnheit zulege – und ich habe mich für das Sammeln entschieden. Mein trusted system ist in den letzten ein, zwei Jahren etwas zerfleddert. Im Moment verstreuen sich meine Aufgaben an allerhand verschiedenen Orten, viel zu viele, um Überblick zu behalten und keinen, der mir vollkommen erspart, mir Dinge zu merken.
Bei der Gelegenheit überlege ich mir, was ein trusted system eigentlich auszeichnen muß, damit ich es gerne benutze. Das wichtigste daran ist der Zweck: Es soll meinen Kopf entlasten. Es soll mir einen Ort bereitstellen, wo ich Dinge ablegen kann, damit ich sie mir nicht merken muß, damit ich sichergehen kann, daß ich sie wiederfinde, auch wenn ich sie vergesse. Ein Reservoir, das regelmäßig durchgearbeitet wird, so daß die Dinge bald an ihren richtigen Platz finden.

Ich muß das System mögen, damit ich ohne Überwindung alles dort einpflege. Es muß mir überall zugänglich sein (am besten auch im tiefsten Funkloch). Digitale Tools müssen auf allen Plattformen, die ich benutze, verfügbar sein und sich leicht synchronisieren lassen. Bei der Gelegenheit frage ich mich, ob mein „Eingangs“-System identisch sein muß mit dem System, in dem ich meine Listen pflege. Praktisch ist das wahrscheinlich, aber nicht alle „Dinge“, die mir so zufliegen, sind ToDos.

Die alte Frage: Digital oder Papier? Mit dem Smartphone ist die Möglichkeit, meine Einfälle grundsätzlich online zu erfassen, realistisch geworden (ich verbringe zwar viel Zeit am Computer, aber eben nicht alle) – aber ist ein simples Notizbuch nicht noch eher wirklich (fast) überall verfügbar und vor allem schnell?

Vielleicht lasse ich mir darum mit dieser Gewohnheit ein wenig mehr Zeit – oder auch nicht, denn eigentlich fällt mir das Sammeln leicht. Mal sehen, wie es mir Ende Oktober damit geht.