Literaturverwaltung ist so etwas wie mein heimliches Steckenpferd. Ich komme immer wieder darauf zurück und bin immer wieder auf der Suche nach interessanten Lösungen für Bibliographie, die auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügt – aber was braucht man nun wirklich? Gehört ein Wissensmanagement zwingend in ein Literaturverwaltungsprogramm? Braucht man einen Import von und Export nach MindManager?
Da ich gerade für einen (oder auch mehrere) Artikel in dieser Richtung recherchiere, dachte ich mir, ich frage einfach meine Leser. Hier ein twtpoll (Abstimmen bis 24.2. möglich):
– eigene Anregungen und Meinungen könnt Ihr mir gerne gerne per twitter an @ckutzner oder hier in den Kommentaren zukommen lassen.
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Hallo Frau Kutzner,
sie werfen eine interessante Frage auf, die mir ebenso in meinenen eigenen Recherchen und Erfahrungen zum Thema immer wieder begegnet. Je nach Vorlieben und Anspruch stellen sich die Anforderungen an Literaturverwaltungsprogramme höchst individuell dar. Hierzu korreliert wohl auch das nahezu unüberschaubare Angebot an Softwarelösungen und Funktionen, was eine Auswahl für den (potentiellen) User nicht unbedingt leichter macht. In diesem Sinne beobachte ich zunehmend den Bedarf nach Empfehlungen bzw. Entscheidungshilfen. Hier könnten Bibliotheken mit ihren Dienstleistungen ansetzen. Wie sehen Sie das bzw. in welche Richtung soll ihr Artikel gehen?
Grüße
Matti Stöhr
Hallo Herr Stöhr,
danke für den interessanten Kommentar!
Über die eigenen Ansprüche, denke ich, muß man sich erst einmal klar sein. (Darum auch der Poll.) Meine Erfahrung im Studium war, daß schon die Literaturrecherche für viele Kommilitonen ein dunkler Kontinent war, Literaturverwaltung und die Möglichkeiten von Word erst recht. Auf die Angebote etwa des Rechenzentrums oder der Bibliotheken wurde auch von den Dozenten nicht hingewiesen. Ich muß zugeben: ich verdanke es meinen zeitweise sehr ausgeprägten Schreibblockaden, daß ich überhaupt mal einen (überaus ertragreichen) Kurs zu Word besuchte – statt an einer Hausarbeit zu arbeiten, mit der ich seit Monaten feststeckte. Das nennt man dann wohl neuerdings Structured Procrastination.
Meine ‘Zielgruppe’ sind vor allem Studierende oder Gelegenheitsschreiber und daher werde ich mich bei der Auswahl auf die kostenlosen bzw. kostengünstigen Lösungen beschränken. Wichtig ist mir auch: Wie gut spielt diese Literaturverwaltung beim tatsächlichen Schreiben von Texten mit, welche Funktionen, die beim Schreiben hilfreich sind bringt sie mit, welche “handwerklichen” Dinge nimmt sie einem ab (z.B. Quellenhinweise korrekt einfügen), wie gut “spielt” sie mit Textverarbeitungen zusammen?
Ich selbst benutze zu Hause Linux, was mir eine zusätzliche, nicht ganz unsportliche Hürde setzt. Zwar läßt sich mit WINE viel machen, aber citavi habe ich z.B. bisher nicht zum “Laufen” bewegen können – die Alternativen wie den Zettelkasten von Daniel Lüdecke (für das Wissensmanagement) und zotero erkunde ich gerade erst. Über den genauen Umfang bin ich mir noch nicht schlüssig.
Hallo Frau Kutzner,
ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Schreiben, gänzlich ohne Blockaden, und bin gespannt auf das Ergebnis.
Wenn Sie auf Word anspielen: Das Programm besitzt ja inzwischen implementierte explizite Literaturverwaltungsfunktionen. Haben Sie diese schon getestet?
Und was Citavi angeht: Citavi Web sollte in absehbarer Zeit herauskommen, wird ja schon länger angekündigt. Mal sehen was die Entwickler auf dem Messestand in Leipzig sagen…
Grüße
Matti Stöhr
PS: Könnte Ihnen meine Netvibes-Seite zur Literaturverwaltung für Ihre Arbeit nützen? – http://www.netvibes.com/literaturverwaltung