Handwerkszeug II: Der Kalender

Das neue Jahr kommt bald – und damit auch (für die Papiernutzer unter uns) ein neuer Kalender. Doch welcher Kalender ist der ideale?
Darauf gibt es selbstverständlich keine Standardantwort. Für viele ist der Kalender das Herzstück des Zeitmanagements. Kalender und die Ansprüche an sie sind so verschieden wie ihre Nutzer. Natürlich muß ein Kalender für das tägliche Business taugen, eventuell sogar repräsentativ sein. Als Student hat man da eventuell mehr Freiheiten als z.B. in einer Position als Bankangestellte. Er sollte robust genug sein, um täglichen Gebrauch, das eine oder andere weniger sanfte Wegstecken, tägliches Mitgenommenwerden im Rucksack etc. auszuhalten und nach einem Jahr noch brauchbar zu sein. Und er muß Platz bieten, damit man das tun kann, wozu ein persönlicher Terminkalender da ist: Termine notieren und verwalten.

Liebe Deinen Kalender!
Der Kalender muß einfach passen. Es nützt nichts, einen tollen Kalender mit sich herumzuschleppen, den man nicht benutzt, weil man ihn nicht liebt.
Hier sind die Präferenzen sehr verschieden, dem einen ist Handlichkeit oberstes Gebot, die andere braucht Platz für Notizen, wieder jemand anderes möchte astrologische Daten mit im Kalender haben, die Vierte benutzt am liebsten kleine Kunstwerke, der Fünfte mag es minimalistisch. Ich persönlich brauche die richtige Balance zwischen Handlichkeit und Platz für Notizen (A5 oder knapp darunter muß es schon sein), ein Jahresüberblick und Monatsüberblicksteil, Feiertage und Schulferientermine sollten enthalten sein, und der Kalender sollte erlauben, mehrere Termine pro Tag zu notieren, ohne daß es gequetscht und unordentlich aussieht. Hübsche Optik darf für mich auch sein, aber der Innenteil darf nicht allzu bunt und zugekünstelt sein – ohnehin krakele ich beim Telefonieren auch einmal gerne freie Flächen in meinem Kalender voll.
Beim Kalenderkauf geht m.E. nichts über das In-die-Hand-Nehmen und Anschauen in der Buchhandlung des Vertrauens. Erst da stelle ich fest, ob ein Kalender für mich richtig ist, ob es “funkt”, ob ich mir vorstellen kann, damit ein Jahr lang tagtäglich meine Termine festzuhalten.

Ich habe mich dieses Jahr für einen luxuriösen Paperblanks-Kalender entschieden und zusätzlich einen Jahreskalender an der Wand meines Wohn- und Arbeitszimmers – der dient einzig dem Überblick und manchmal auch der langfristigen Vorfreude (etwa auf die Reise zu Freunden und Familie “zwischen den Jahren”).

Was kommt in den Kalender?
Ich persönlich notiere mir alle Außentermin in meinem Kalender, d.h. alle Termine, die ich mit anderen Menschen ausgemacht habe, ob nun Leute zu mir kommen, ob ich mich mit Freunden zu einem Gang über den Weihnachtsmarkt verabredet habe, ob ich den jährlichen Termin bei meiner Zahnärztin oder ein Geschäftsessen habe. Selten steht da ein Eintrag ohne exakte Uhrzeit oder Ort, manchmal ergänzt um Informationen zum Weg dorthin (etwa die nächste Haltestelle). Ebenfalls in den Kalender kommen Urlaubspläne und Geburtstage von guten Freunden und Familie.
Aufgaben hingegen verwalte ich selten mit dem Kalender; dafür verwende ich elektronische Helfer und papierene To-Do-Listen.
Wie für das Notizbuch gilt auch für den Kalender: er begleitet mich so gut wie immer. Ob ich nun zuhause bin, auf Arbeit, ob ich mit Freunden in der Kneipe sitze, er ist dabei.

Das sind nun natürlich nur meine Angewohnheiten. Liebe Leserinnen, liebe Leser: welche Kalender verwendet Ihr, und wie gebraucht Ihr sie?

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3 Responses to “Handwerkszeug II: Der Kalender”


  • Ich verwende einen selbstgemachten Kalender aus einem Blanko-Notizbuch in A5, pro Tag eine Seite. An vorgefertigten stört mich immens, dass dort meistens viel zu wenig Platz ist, weil man dort immer viel aufs Auge gedrückt bekommt, was zumindest ich nicht brauche: vorstrukturierte Zeiteinteilung, Wochenübersicht, Telefon/Email-Sparte am Rand usw.
    Hinten habe ich noch Seiten, um Telefonnummern, Emailadressen und dergleichen zu notieren. Das sieht zwar etwas chaotisch aus, hat sich aber bis jetzt bewährt.
    Eingetragen werden nur, wie bei dir, Termine und die dazugehörigen Aufgaben und Informationen. Notizen, Zeichnungen usw., die bleiben draußen, weil ich sonst den Überblick verliere. Außen wird der Kalender zwar verschönert, aber Innen ist es sehr nüchtern, aus dem gleichen Grund.

  • Ohne iCal läuft nichts – und das wird mit Handy und Geschäfts-Outlook synchronisiert. In einem Papierkalender wäre es ja viel zu schwierig, die Termine hin und her zuschieben… Außerdem muss man den ja auch noch extra mit sich rumtragen. Versuchs doch lieber mal mit einem digitalen Begleiter… ;)

  • @hdmn: Wie beim Notizbuch auch liebe ich persönlich bei der Terminplanung Papier. Da kommt dann eben auch ALLES rein und wird ebenso vor neugierigen Augen bewahrt wie das Notizbuch. Mit digitalen Lösungen bin ich bisher nicht richtig warm geworden, vor allem für die Synchronisierung habe ich noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden. Vermutlich Geschmackssache.

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