Rollen, Identitäten und Ziele

Ein persönliches Leitbild zu erstellen, ist in der Regel eine lohnenswerte Investition, kann sich aber auch als überwältigende Aufgabe herausstellen, wenn man nicht weiß, was man von seinem Leben eigentlich will und welche Identitäten man lebt. Manchmal ist darum ein hilfreicher Schritt, vor dem Losschreiben am Leitbild erst einmal zu überlegen, in welchen Rollen man eigentlich durchs Leben geht. Lothar Seiwert bezeichnet diese Identitäten als Lebenshüte:

Man bringt nicht alles unter einen Hut, aber unter sieben schon, meint dazu Lothar Seiwert. Mit seinem Konzept der «Lebenshüte» sind Rollen gemeint, die man im Leben einnimmt. So kann man Mutter respektive Vater sein und gleichzeitig Mitarbeiter/in einer Firma. Die Zahl der eingenommenen Rollen sollte nicht mehr als sieben betragen, denn spätestens dann können sie kaum mehr richtig ausgefüllt werden. Deshalb gilt es zu beachten: Die einzelnen Lebensbereiche können durchaus mehrere Rollen beinhalten. Innerhalb der Familie etwa kann man sowohl Mutter/Vater als auch Ehefrau oder Ehemann sein.

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Wenn man sich dann überlegt: Was möchte ich in dieser Rolle in meinem Leben erreichen?, kommt man meiner Erfahrung nach schneller zu sinnvollen Zielen, eben rollenspezifischen, die dann zum Beispiel lauten: Wie möchte ich als Mutter/Vater/Liebste(r) sein? Als MitarbeiterIn? Was möchte ich als Autorin, als Künstlerin mit meinem Leben anfangen? Wie möchte ich meine Freundschaften gestalten? Meiner Erfahrung nach sind diese jeweils für einen Lebensbereich spezifischen Ziele wesentlich leichter konkret zu fassen als globale Ziele für das ganze Leben.

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