Wer anfängt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich den Produktionsprozeß oft reichlich simpel vor: Hinsetzen, Literatur beschaffen, Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, drucken, abgeben. Unter “Korrekturlesen” wird oft nur die Verbesserung von Rechtschreibung und Grammatik, vielleicht auch noch von Formulierungen verstanden.
Der produktive Prozeß ist jedoch wesentlich differenzierter und individueller. Ich gehe in diesem Artikel nur auf den letzten Teil, den Überarbeitungs- bzw. Redaktionsprozeß, ein; die anderen Phasen sind mir jeweils einen eigenen Artikel wert.
Der Überarbeitungsprozeß beginnt, wenn ich den alles Inhaltliche in einen Rohtext gegossen habe. Der Text ist zu diesem Zeitpunkt oft noch reichlich holprig, “Kraut und Rüben”. Um ihn zu ordnen und zu glätten, gehe ich in vier Schritten vor: Continue reading ‘Mehr als Korrekturlesen: Vier Schritte zur Endredaktion eines Textes’
Wer anfängt mit dem wissenschaftlichen Schreiben, stellt sich den Produktionsprozeß oft reichlich simpel vor: Hinsetzen, Literatur beschaffen, Lesen, Text schreiben, korrekturlesen, drucken, abgeben. Unter "Korrekturlesen" wird oft nur die Verbesserung von Rechtschreibung und Grammatik, vielleicht auch noch von Formulierungen verstanden.
Der produktive Prozeß ist jedoch wesentlich differenzierter und individueller. Ich gehe in diesem Artikel nur auf den letzten Teil, den Überarbeitungs- bzw. Redaktionsprozeß, ein; die anderen Phasen sind mir jeweils einen eigenen Artikel wert.
Der Überarbeitungsprozeß beginnt, wenn ich den alles Inhaltliche in einen Rohtext gegossen habe. Der Text ist zu diesem Zeitpunkt oft noch reichlich holprig, "Kraut und Rüben". Um ihn zu ordnen und zu glätten, gehe ich in vier Schritten vor:
Vollständigkeit: Ist der Text inhaltlich vollständig, habe ich alles Wichtige untergebracht?
Konsistenz/Widerspruchsfreiheit: Widerspreche ich mir irgendwo oder ergeben meine
Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gelöscht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung blöd ist oder man das Gefühl hat, sich dabei fachlich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Klingt bekannt? Dieses Phänomen nenne ich den “inneren Zensor”. Für mich ist er der Kreativitätskiller Nummer eins.
Das kritische Denken, von dem der innere Zensor eine Instanz ist, hat durchaus seine Berechtigung, nämlich daß es unsere Äußerungen und Gedanken hinterfragt und auf Qualität bedacht ist. Continue reading ‘Die Schere im Kopf: Der innere Zensor’
Wir alle kennen das. Da setzt man sich hin mit dem festen Vorsatz, ewas zu schreiben, aber nach einer halben Stunde hat man jeden Ansatz gleich wieder gelöscht, weil er es irgendwie nicht trifft, die Formulierung blöd ist oder man das Gefühl hat, sich dabei fachlich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Klingt bekannt? Dieses Phänomen nenne ich den "inneren Zensor". Für mich ist er der Kreativitätskiller Nummer eins.
Das kritische Denken, von dem der innere Zensor eine Instanz ist, hat durchaus seine Berechtigung, nämlich daß es unsere Äußerungen und Gedanken hinterfragt und auf Qualität bedacht ist. Nur pflegt der innere Zensor sich zum falschen Zeitpunkt am stärksten einzumischen, nämlich beim ersten Niederschreiben der Gedanken. Das ist die empfindlichste Phase. Steht erst einmal ein Text da, ist ein Gedanke erst einmal niedergeschrieben, erscheint er oft gar nicht mehr so banal wie beim reinen Nachdenken. Oft läßt sich die Qualität einer Idee dann erst richtig beurteilen. In der Phase der Ü
Ein persönliches Leitbild zu erstellen, ist in der Regel eine lohnenswerte Investition, kann sich aber auch als überwältigende Aufgabe herausstellen, wenn man nicht weiß, was man von seinem Leben eigentlich will und welche Identitäten man lebt. Manchmal ist darum ein hilfreicher Schritt, vor dem Losschreiben am Leitbild erst einmal zu überlegen, in welchen Rollen man eigentlich durchs Leben geht. Continue reading ‘Rollen, Identitäten und Ziele’
Ein persönliches Leitbild zu erstellen, ist in der Regel eine lohnenswerte Investition, kann sich aber auch als überwältigende Aufgabe herausstellen, wenn man nicht weiß, was man von seinem Leben eigentlich will und welche Identitäten man lebt. Manchmal ist darum ein hilfreicher Schritt, vor dem Losschreiben am Leitbild erst einmal zu überlegen, in welchen Rollen man eigentlich durchs Leben geht. Lothar Seiwert bezeichnet diese Identitäten als Lebenshüte:
Man bringt nicht alles unter einen Hut, aber unter sieben schon, meint dazu Lothar Seiwert. Mit seinem Konzept der «Lebenshüte» sind Rollen gemeint, die man im Leben einnimmt. So kann man Mutter respektive Vater sein und gleichzeitig Mitarbeiter/in einer Firma. Die Zahl der eingenommenen Rollen sollte nicht mehr als sieben betragen, denn spätestens dann können sie kaum mehr richtig ausgefüllt werden. Deshalb gilt es zu beachten: Die einzelnen Lebensbereiche können durchaus mehrere Rollen beinhalten. Innerhalb der Familie etwa kann man sowohl M
… jetzt auf einem “richtigen” Blog, unter eigener Domain und selbst gepflegt, gewartet und administriert. Ich bin gespannt, wie sich das hier entwickelt, auf was für Ideen ich noch so komme – und wann ich der Versuchung erliege, eigenhändig am Theme herumzubasteln. Das geht nämlich bei wordpress.com nur gegen Bezahlung, hier aber nach Belieben.
Die Beiträge aus meinem Blog bei wordpress.com transferiere ich bei Gelegenheit hierher, der Übersichtlichkeit halber.
... jetzt auf einem "richtigen" Blog, unter eigener Domain und selbst gepflegt, gewartet und administriert. Ich bin gespannt, wie sich das hier entwickelt, auf was für Ideen ich noch so komme - und wann ich der Versuchung erliege, eigenhändig am Theme herumzubasteln. Das geht nämlich bei wordpress.com nur gegen Bezahlung, hier aber nach Belieben.
Die Beiträge aus meinem Blog bei wordpress.com transferiere ich bei Gelegenheit hierher, der Übersichtlichkeit halber.