Bewerbungsskripte: Alles neu macht der … April?

Vor einiger Zeit habe ich meine Bewerbungsskripte zu github umgezogen und umbenannt. Seit den letzten ernsthaften Arbeiten daran habe ich ein wenig mehr Python gelernt, und als ich mir das Projekt letztens dann noch einmal genauer ansah, stellte ich fest: Das ist alles ein vollkommen undokumentierter Kuddelmuddel, eigentlich wäre es solider, wenn ich eine vernünftige Datenhaltung einbaue (sprich: eine Datenbank), und dann noch das heillose git-branch-Gestrüpp auf meiner Festplatte … am besten, ich fange nochmal neu an.

Gesagt, getan. Das neue Projekt heißt jobhunt-helper. Bewerbungsskripte: Alles neu macht der … April? weiterlesen

Mein Produktivitätssystem auf Papier: Kanban + roterfaden Taschenbegleiter + BulletJournal

Disclaimer: Auch wenn ich sehr begeistert vom Taschenbegleiter bin, habe ich meinen selbst bezahlt und für diesen Artikel keine Gegenleistung von der Fa. roterfaden erhalten.

Seit meinem letzten Post über mein Produktivitätssystem ist einige Zeit ins Land gegangen – hier ein nicht so kurzes Update:

Ich habe immer noch mein simples Kanban Board und bin damit nach wie vor sehr zufrieden. OK, es wäre mal wieder Zeit, ein paar „Sedimente“ zu entfernen… Unscheduling (hier der letzte Post dazu) dagegen halte ich auf die Dauer nicht durch, ich empfinde es als zu rigide und es spielt meinen destruktiven Selbstgesprächen in die Hände.

roterfaden Taschenbegleiter

Vor etwa einem Jahr ist ein weiteres, sehr wertvolles Tool, um das ich lange mit begehrlichen Blicken darum herumgeschlichen bin, bei mir eingezogen: ein roterfaden Taschenbegleiter. Damit verbunden bin ich auch wieder zu einem papierbasierten Kalender übergegangen. Ich empfinde den Papierkalender als flüssiger, übersichtlicher und organischer zu nutzen als einen elektronischen. Bonus: Ich kann ihn anmalen und darin herumkritzeln 🙂

Und was soll ich sagen: Der Taschenbegleiter ist für mich sehr definitiv ein tolles Organisationstool! So sieht meiner geschlossen aus:

Außenansicht meines Taschenbegleiters

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Mehr Ich wagen.

Ich stoße immer wieder darauf, dass ich hier sehr wenig schreibe. Ein Grund: Es gibt so viel anderes, was gerade erledigt werden will. Die Dringlichkeiten, die mir von außen auferlegt werden, drängen das Bloggen in den Hintergrund. Ein anderer: Ich hatte das Gefühl, hier ein bestimmtes Bild aufrechterhalten zu müssen. Das hat letzten Endes das Schreiben hier ziemlich unattraktiv gemacht.

„Die Strafe dafür, eine Maske zu tragen, ist, dass man eine Maske tragen muss“, wird Oscar Wilde zugeschrieben – einer jener Autoren des fin de siècle, die ich heiß und innig liebe.

Ich bin unzufrieden damit, wie ich bisher versucht habe, mich im Beruf zu präsentieren. Meine berufliche Selbstpräsentation war weniger eine Maske als ein sehr unbequemes Kostüm, das ich nach Feierabend schnellstens abstreifte. Denn: es war zu wenig ich und zu sehr das, was ich glaubte, sein zu sollen, aber nicht war. Ich fühlte mich damit klein, grau, duckmäuserisch, ängstlich. Ich fühle mich damit rundherum unauthentisch. Wäre ich eine Schauspielerin, dann wäre ich eine katastrophale Fehlbesetzung für die Rolle, die ich die letzten 8 Jahre zu spielen versucht habe. Meine Darstellung würde in einem Film oder auf einer Bühne zu Recht als hölzern, gespreizt, unglaubwürdig und halbherzig kritisiert werden.

Vorstellungsgespräche sind wohl ohnehin ein Feld, auf dem eins sich von der besten Seite präsentieren will, aber sie sind zugleich die Situation, in der ich diese Tendenz am schärfsten sehe: immer abwägen, welche Seiten von mir ich zeigen darf, welches Bild von mir eine bestimmte Aussage oder Handlung transportiert, was zu stigmatisiert ist, um es überhaupt zu zeigen; was vielleicht too much information ist, und doch um die Brüche und Widersprüche nicht herumnavigieren können (ich bin sowieso eine schlechte Lügnerin), die sich ergeben, wenn ich versuche, das Stigmatisierte und nicht-Normgerechte wegzulassen und/oder so zurechtzubiegen, dass es in gängige, lineare Begriffe von Karriere passt. Überhaupt, wieviel bleibt von mir dann noch übrig?
Wie sehr dieses Gefühl auch meinen Arbeitsalltag in meinen bisherigen Angestelltenjobs geprägt hat und wie kräftezehrend das sein kann, wurde mir in den vergangenen Monaten in Gesprächen mit zwei Freund_innen klar, die etliche meiner Erfahrungen teilen. Und mir wurde klar: So will ich nicht weitermachen. Mehr Ich wagen. weiterlesen

Ähm, ja: ein Lebenszeichen und Neues von den Bewerbungsskripten

Ja, ich lebe noch.

Warum hat sich hier länger nichts getan? Da ist sowas passiert, das als Leben bekannt ist. Im letzten Jahr hat sich viel ereignet, einiges umgewälzt, ich habe viel darüber nachgedacht, wer ich eigentlich bin und was ich will, und meine Ziele haben sich verändert, ich habe viel an mir und an meinem Umgang mit mir selbst gearbeitet. Es geht mir heute viel besser als vor einem Jahr.

Derzeit bringe ich meine Homepage auf Zack. HTML5 und CSS3 sind toll, mobile Bedienbarkeit wäre auch klasse, vor allem spiegelt das derzeitige Design mich nicht wieder und es war ohnehin nie etwas anderes als ein Providurium.

Bewerb-O-Mat lebt noch, ist aber zu github umgezogen und hat auch einen seriöseren Namen bekommen. Ähm, ja: ein Lebenszeichen und Neues von den Bewerbungsskripten weiterlesen

Ein Lob der Komfortzone

„Raus aus der Komfortzone“ ist ein Spruch, den ich gefühlt ständig in Blogs etc. gelesen habe, wenn es um persönliche Entwicklung und Karriere ging. Und er liegt mir quer, und zwar aus folgedem Grund:

Mit Unsicherheit umgehen können ist sicher eine wichtige Fähigkeit. Über sich hinauswachsen und die eigenen Grenzen erweitern kann mich weiterbringen. Wenn jedoch gar nichts mehr sicher scheint und das Leben nur noch auf Sand gebaut erscheint – dann, würde ich sagen, läuft was falsch.

Ich bin fest überzeugt: Die Komfortzone ist eine Lebensnotwendigkeit. Ein Lob der Komfortzone weiterlesen

Links und ein Rant: Zwei Texte zu Großraumbüros

Daß ich Großraumbüros nicht ausstehen kann, ist ja nichts Neues. Letztens fand ich diese beiden Artikel zum Thema und fühlte mich verstanden:

Mein Senf (hier kommt der Rant-Teil): Wenn vor lauter Kommunikation das ungestörte Arbeiten unmöglich wird, läuft was falsch. Links und ein Rant: Zwei Texte zu Großraumbüros weiterlesen

Sleep as Android: Besser schlafen mit Selftracking

Quantified Self war vor ein paar Jahren mal heißer Scheiß. Ich bin auf diesen Zug nicht so aufgesprungen: Alles und jedes zu monitoren ist mir schlicht zu anstrengend und gibt auch meiner Neigung zu Schuldgefühlen („Du hast schon wieder ein Stückchen Schokolade gegessen!“) viel zu viel Futter.

Irgendwann fiel mir aber doch auf: Ich will Feedback haben über bestimmte gesundheitliche Sachen. Namentlich über meinen Schlaf. Als Spättyp neige ich dazu, Schlafdefizit anzuhäufen; konstantes Feedback hält mich in dieser Hinsicht in der Spur. Ebenso wirkt es bei der Fitness (da verwende ich schon seit knapp zwei Jahren Runkeeper, was eine ausgesprochen motivierende Wirkung auf mich hat).

Darum habe ich ein, zwei Sleeptracking-Apps ausprobiert und bin schließlich bei Sleep as Android hängen geblieben. Sleep as Android: Besser schlafen mit Selftracking weiterlesen

Policy: Kooperationen und Werbung

Ich bekomme immer wieder Anfragen: Möglichst kostenlos und ohne werbliche Kennzeichnung, vielleicht noch gegen einen Backlink, soll ich Links zu Seiten auf meinem Blog platzieren, ohne nofollow, versteht sich. Oder jemand bittet mich, einen vorgefertigten Artikel gegen Geld auf meinem Blog zu veröffentlichen.

Mache ich nicht.

Ich habe zwar ein paar Jahre im Linkbuilding gearbeitet, aber daß ich das heute nicht mehr mache und auch nicht mehr will, hat sehr viel damit zu tun, daß solche Praktiken meinen Sinn für Integrität verletzen. Als Bloggerin sind mir meine Leser_innen wichtiger als ein paar Euro, die ich vielleicht mit einem solchen Link verdienen würde. Für mich als Freelancer1 wird meine Website ein zu wichtiges Akquiseinstrument sein, als daß ich meine Sichtbarkeit in Suchmaschinen leichtfertig auf Spiel setze. Und darum habe ich mir ein paar Richtlinien zum Thema Kooperationen und Werbung für dieses Blog ausgedacht. Ich hoffe, sie ersparen mir und denen, die vielleicht mit mir kooperieren wollen, die Arbeit, vergebliche Mails zu schreiben.

  1. Mehr dazu in Kürze!

Bewerbungen mit LaTeX und Python

Letzte Nacht habe ich mir reichlich Zeit um die Ohren geschlagen, um meinen Bewerb-O-Mat um ein neues Feature zu ergänzen, und gerade feilte ich an meinen Anschreiben-Templates. Das brachte mich auf die Idee, überhaupt erst einmal zu beschreiben, wie meine Bewerbungen technisch ablaufen.

LaTeX statt Word oder OpenOffice: Warum eigentlich?

Letzte Woche durfte ich bei einem Bewerbungstraining eine der üblichen Fragen beantworten: Warum eigentlich dieser unkonventionelle Weg? Warum verwende ich nicht Word oder OpenOffice wie alle anderen?

Die Antwort ist einfach: Weniger Ablenkung, schönes Layout – und das mit vergleichsweise wenig Arbeit.
Formatierungen in gängigen Office-Programmen zusammenzuklicken, war früher eine meiner liebsten Prokrastinationsfallen. LaTeX kümmert sich ganz automatisch um die Formatierung und im Gegensatz zu vielen OpenOffice-Standardformaten sieht LaTeX-Output von sich aus schon gut aus (und zwar besser – und besser lesbar- , als ich es in Word oder OpenOffice zusammenklicken könnte). Habe ich mich in LaTeX einmal hineingearbeitet und mir brauchbare Vorlagen erarbeitet, muß ich nur noch im Ausnahmefall etwas an diesen ändern. Beim Brief muß ich mir keine Gedanken machen, ob der Adressblock an der richtigen Stelle steht: er tut es einfach, ganz automatisch; um das kaputtzumachen, müßte ich so richtig Arbeit investieren. Bewerbungen mit LaTeX und Python weiterlesen

Die erste Woche mit ArchLinux

Das ist mein treues Netbook, genannt „das Büchlein“ – ein Asus EeePC 1000HE.

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Gekauft 2009, und wenn ich mich recht erinnere, hatte ich 2010 oder so zum letzten Mal das Betriebssystem komplett neu installiert. Das System war inzwischen regelrecht zugemüllt und lief etwas behäbig.

Es juckte mich darum, mal die Radikalkur zu machen und ein neues Linux darauf zu installieren. Nach 5 Jahren Ubuntu hatte ich auch mal Lust auf frischen Wind bezüglich der Distribution. Ressourcensparsam sollte sie sein, mir erlauben, selbst zu konfigurieren, was das Zeug hält, und mir aktuelle Software bieten. Heiße Kandidatinnen waren Debian testing und ArchLinux, aber nach einigem Überlegen und einigen Gesprächen mit Arch-Usern habe ich mich entschlossen, mich an ArchLinux heranzutrauen. Immerhin habe ich vor ein paar Jahren schon einmal angefangen, einen Rechner damit aufzusetzen, das dann aber mangels Zeit und Geduld zum Konfigurieren wieder ad acta gelegt…

Letzte Woche habe ich mich daran gewagt – Festplatte formatiert und mich durch die Installationsskripte gearbeitet. Die erste Woche mit ArchLinux weiterlesen