Bewerbungen mit LaTeX und Python

Letzte Nacht habe ich mir reichlich Zeit um die Ohren geschlagen, um meinen Bewerb-O-Mat um ein neues Feature zu ergänzen, und gerade feilte ich an meinen Anschreiben-Templates. Das brachte mich auf die Idee, überhaupt erst einmal zu beschreiben, wie meine Bewerbungen technisch ablaufen.

LaTeX statt Word oder OpenOffice: Warum eigentlich?

Letzte Woche durfte ich bei einem Bewerbungstraining eine der üblichen Fragen beantworten: Warum eigentlich dieser unkonventionelle Weg? Warum verwende ich nicht Word oder OpenOffice wie alle anderen?

Die Antwort ist einfach: Weniger Ablenkung, schönes Layout – und das mit vergleichsweise wenig Arbeit.
Formatierungen in gängigen Office-Programmen zusammenzuklicken, war früher eine meiner liebsten Prokrastinationsfallen. LaTeX kümmert sich ganz automatisch um die Formatierung und im Gegensatz zu vielen OpenOffice-Standardformaten sieht LaTeX-Output von sich aus schon gut aus (und zwar besser – und besser lesbar- , als ich es in Word oder OpenOffice zusammenklicken könnte). Habe ich mich in LaTeX einmal hineingearbeitet und mir brauchbare Vorlagen erarbeitet, muß ich nur noch im Ausnahmefall etwas an diesen ändern. Beim Brief muß ich mir keine Gedanken machen, ob der Adressblock an der richtigen Stelle steht: er tut es einfach, ganz automatisch; um das kaputtzumachen, müßte ich so richtig Arbeit investieren. Weiterlesen

Die erste Woche mit ArchLinux

Das ist mein treues Netbook, genannt „das Büchlein“ – ein Asus EeePC 1000HE.

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Gekauft 2009, und wenn ich mich recht erinnere, hatte ich 2010 oder so zum letzten Mal das Betriebssystem komplett neu installiert. Das System war inzwischen regelrecht zugemüllt und lief etwas behäbig.

Es juckte mich darum, mal die Radikalkur zu machen und ein neues Linux darauf zu installieren. Nach 5 Jahren Ubuntu hatte ich auch mal Lust auf frischen Wind bezüglich der Distribution. Ressourcensparsam sollte sie sein, mir erlauben, selbst zu konfigurieren, was das Zeug hält, und mir aktuelle Software bieten. Heiße Kandidatinnen waren Debian testing und ArchLinux, aber nach einigem Überlegen und einigen Gesprächen mit Arch-Usern habe ich mich entschlossen, mich an ArchLinux heranzutrauen. Immerhin habe ich vor ein paar Jahren schon einmal angefangen, einen Rechner damit aufzusetzen, das dann aber mangels Zeit und Geduld zum Konfigurieren wieder ad acta gelegt…

Letzte Woche habe ich mich daran gewagt – Festplatte formatiert und mich durch die Installationsskripte gearbeitet. Weiterlesen

Bewerbungsskripte: Work in progress

Ich habe am Bewerb-O-Mat weitergearbeitet und jetzt ist das Projekt (mit etwas Hilfe meiner Liebsten) in einem fast benutzbaren Zustand. Das kniffligste war das Skript, das das Anschreiben mit Adressdaten befüllt.

Was ich davon will, ist: die nervige und fehleranfällige Copy-Paste- bzw. Abtipparbeit auf einmal reduzieren. Da ich bei den Jobbörsen, die ich verwende, bisher kein konsistentes Muster gefunden habe, muß das wohl händisch geschehen – aber eben nur noch einmal. Weiterlesen

Gelernt: widows vermeiden in LaTeX

Als widows und orphans wird auf englisch Zeilen im Drucksatz bezeichnet, wenn die letzte Zeile eines Absatzes am Seitenanfang steht (widow) oder die erste Zeile eines Absatzes am Seitenende steht (orphan). Auf Deutsch kenne ich nur die unschönen Bezeichnungen „Schusterjungen“ und „Hurenkinder“ dafür.

Heute schrieb ich einen Brief in LaTeX, und im Drucksatz erschien eine hartnäckige derartige Zeile. Normalerweise unterbindet LaTeX das bis zu einem gewissen Grad, aber heute waren die Standardeinstellungen nicht genug. Schriftgröße verändern, die Option raggedbottom einschalten brachte nichts. Also setzte ich die Option widowpenalty auf einen sehr großen Wert (10000) und prompt funktinierte alles, wie es sollte.

Nachzulesen ist das in der LaTeX FAQ.

Bewerb-O-Mat: Mit Faulheit und Hirnschmalz das Bewerben einfacher machen – ins Unreine gedacht.

Letztens stieß ich auf einen Bericht über einen findigen Arbeitslosen, der mit C++, einer XML-Datei und einer Office-Serienbrief-Funktion automatisch Bewerbungen in schwindelerregenden Stückzahlen generiert.

Nun bin ich skeptisch über die Erfolgsaussichten einer derart generierten Bewerbung, ich halte auch nichts vom Paradigma „Viel hilft viel“ und erst recht will ich mich nicht auf jeden beliebigen Job bewerben.

Aber es gibt beim Bewerben durchaus Dinge, die mir stupide vorkommen, immer dieselben sind und die ich automatisieren könnte. Ich denke da ans Übernehmen von Adressen, AnsprechpartnerIn, Jobbezeichnung, Referenznummer etc. … – viel nervige Copy & Paste-Arbeit. So etwas könnte ein Skript doch prima machen. Weiterlesen

#lauffeuer: Kommt mit in dezentrale Netzwerke!

Silke Meyer hat da eine schöne Idee vorgestellt: #lauffeuer – ein Experiment, ob es möglich ist, Leute samt ihren Beziehungen in freie, dezentrale Netzwerke umzuziehen. Ich weiß zwar nicht, ob es mir gelingen wird, alle Aktivität von Twitter und Facebook dort hin zu verlagern – zumal auf Facebook wirklich viele von meinen wichtigen Kontakten sind, und eine nennenswerte Zahl davon nicht sonderlich technikaffin. Denen müßte ich das schon persönlich einrichten und erklären. Dennoch, auf einen Versuch kommt es an. Weiterlesen

Stell dir vor, du bist plötzlich reich.

Jochen Mai von der Karrierebibel ruft zu einer Blogparade auf – mit der Frage: Was würden Sie mit einer Million Euro machen?.

Gute Frage. Und eine, zu der ich so viel zu sagen habe, daß ich dort nicht nur kommentieren wollte.

Ich lebe zur Zeit sehr sparsam und von ausgesprochen wenig Geld. Das war bisher eher der Normalzustand in meinem Erwachsenenleben als ein vorübergehender Zustand. Deshalb sind meine Wünsche wohl recht bescheiden und geprägt von dem, was ich als Mangel empfinde; Dinge, die möglicherweise für wohlhabende Menschen vollkommen selbstverständlich sind. Und ich habe eine Menge Wünsche, die alle mit Geld zu tun haben und sich allesamt mit wesentlich geringeren Summen realisieren ließen.
Wahrscheinlich stünde ich da und wäre erst einmal extrem unschlüssig, welche materielle Baustelle ich zuerst angehen soll.

Zuallererst würde ich eine fette Party schmeißen! OK, vielleicht eine mit der Familie und den engsten FreundInnen. Aber gefeiert werden müßte das, schließlich würde es einiges ändern.

Bis ich für mich sortiert habe, welche diese Wünsche für mich am wichtigsten sind, würde das Geld wohl irgendwo sicher – aber jederzeit verfügbar – angelegt. Weiterlesen

Howto: Briefumschläge bedrucken unter Linux mit evince

Ich notiere das hier als Notiz an mich selbst – für das nächste Mal, wenn ich Briefumschläge bedrucken will.

Eigentlich ist die Internetmarke der Duetschen Post ja eine gute Idee. Ich muß nicht zur Filiale laufen, wenn ich so etwas Banales wie Briefmarken brauche, und ich bekomme auch für so exzentrische Dinge wie Büchersendungen schnell das Porto. Uneigentlich treibt mich die Online-Frankierung regelmäßig in den Wahnsinn und ich wünsche mir dringend eine Welt, in der ich Behörden- und Versicherungsdinge papierlos abwickeln kann (denn das macht gefühlt 90% meines papierenen Schriftverkehrs aus).

Über die Usability der eFiliale der Post schweige ich jetzt gnädig. Was mir heute viel mehr Zeit wegfraß als deren umständliche Bedienung war der Versuch, Umschläge zu bedrucken. Weiterlesen

Aus der Werkzeugkiste: Mein Unschedule-Vordruck

Letztens schrieb ich über meine Experimente mit unscheduling.

Da ich keine Vordrucke fand, die meinen Wünschen gerecht wurden, habe ich einfach selbst einen erstellt. Ich tracke nur Montag bis Freitag und 22 Uhr ist die harte Grenze, an der ich allerspätestens mit Dingen mit Arbeitscharakter aufhöre.

Hier ist das pdf, und für diejenigen, die den Vordruck modifizieren wollen, ist hier meine OpenOffice-Datei.