Ein Lob der Komfortzone

„Raus aus der Komfortzone“ ist ein Spruch, den ich gefühlt ständig in Blogs etc. gelesen habe, wenn es um persönliche Entwicklung und Karriere ging. Und er liegt mir quer, und zwar aus folgedem Grund:

Mit Unsicherheit umgehen können ist sicher eine wichtige Fähigkeit. Über sich hinauswachsen und die eigenen Grenzen erweitern kann mich weiterbringen. Wenn jedoch gar nichts mehr sicher scheint und das Leben nur noch auf Sand gebaut erscheint – dann, würde ich sagen, läuft was falsch.

Ich bin fest überzeugt: Die Komfortzone ist eine Lebensnotwendigkeit. Ein Lob der Komfortzone weiterlesen

Links und ein Rant: Zwei Texte zu Großraumbüros

Daß ich Großraumbüros nicht ausstehen kann, ist ja nichts Neues. Letztens fand ich diese beiden Artikel zum Thema und fühlte mich verstanden:

Mein Senf (hier kommt der Rant-Teil): Wenn vor lauter Kommunikation das ungestörte Arbeiten unmöglich wird, läuft was falsch. Links und ein Rant: Zwei Texte zu Großraumbüros weiterlesen

Sleep as Android: Besser schlafen mit Selftracking

Quantified Self war vor ein paar Jahren mal heißer Scheiß. Ich bin auf diesen Zug nicht so aufgesprungen: Alles und jedes zu monitoren ist mir schlicht zu anstrengend und gibt auch meiner Neigung zu Schuldgefühlen („Du hast schon wieder ein Stückchen Schokolade gegessen!“) viel zu viel Futter.

Irgendwann fiel mir aber doch auf: Ich will Feedback haben über bestimmte gesundheitliche Sachen. Namentlich über meinen Schlaf. Als Spättyp neige ich dazu, Schlafdefizit anzuhäufen; konstantes Feedback hält mich in dieser Hinsicht in der Spur. Ebenso wirkt es bei der Fitness (da verwende ich schon seit knapp zwei Jahren Runkeeper, was eine ausgesprochen motivierende Wirkung auf mich hat).

Darum habe ich ein, zwei Sleeptracking-Apps ausprobiert und bin schließlich bei Sleep as Android hängen geblieben. Sleep as Android: Besser schlafen mit Selftracking weiterlesen

Policy: Kooperationen und Werbung

Ich bekomme immer wieder Anfragen: Möglichst kostenlos und ohne werbliche Kennzeichnung, vielleicht noch gegen einen Backlink, soll ich Links zu Seiten auf meinem Blog platzieren, ohne nofollow, versteht sich. Oder jemand bittet mich, einen vorgefertigten Artikel gegen Geld auf meinem Blog zu veröffentlichen.

Mache ich nicht.

Ich habe zwar ein paar Jahre im Linkbuilding gearbeitet, aber daß ich das heute nicht mehr mache und auch nicht mehr will, hat sehr viel damit zu tun, daß solche Praktiken meinen Sinn für Integrität verletzen. Als Bloggerin sind mir meine Leser_innen wichtiger als ein paar Euro, die ich vielleicht mit einem solchen Link verdienen würde. Für mich als Freelancer1 wird meine Website ein zu wichtiges Akquiseinstrument sein, als daß ich meine Sichtbarkeit in Suchmaschinen leichtfertig auf Spiel setze. Und darum habe ich mir ein paar Richtlinien zum Thema Kooperationen und Werbung für dieses Blog ausgedacht. Ich hoffe, sie ersparen mir und denen, die vielleicht mit mir kooperieren wollen, die Arbeit, vergebliche Mails zu schreiben.

  1. Mehr dazu in Kürze!

Bewerbungen mit LaTeX und Python

Letzte Nacht habe ich mir reichlich Zeit um die Ohren geschlagen, um meinen Bewerb-O-Mat um ein neues Feature zu ergänzen, und gerade feilte ich an meinen Anschreiben-Templates. Das brachte mich auf die Idee, überhaupt erst einmal zu beschreiben, wie meine Bewerbungen technisch ablaufen.

LaTeX statt Word oder OpenOffice: Warum eigentlich?

Letzte Woche durfte ich bei einem Bewerbungstraining eine der üblichen Fragen beantworten: Warum eigentlich dieser unkonventionelle Weg? Warum verwende ich nicht Word oder OpenOffice wie alle anderen?

Die Antwort ist einfach: Weniger Ablenkung, schönes Layout – und das mit vergleichsweise wenig Arbeit.
Formatierungen in gängigen Office-Programmen zusammenzuklicken, war früher eine meiner liebsten Prokrastinationsfallen. LaTeX kümmert sich ganz automatisch um die Formatierung und im Gegensatz zu vielen OpenOffice-Standardformaten sieht LaTeX-Output von sich aus schon gut aus (und zwar besser – und besser lesbar- , als ich es in Word oder OpenOffice zusammenklicken könnte). Habe ich mich in LaTeX einmal hineingearbeitet und mir brauchbare Vorlagen erarbeitet, muß ich nur noch im Ausnahmefall etwas an diesen ändern. Beim Brief muß ich mir keine Gedanken machen, ob der Adressblock an der richtigen Stelle steht: er tut es einfach, ganz automatisch; um das kaputtzumachen, müßte ich so richtig Arbeit investieren. Bewerbungen mit LaTeX und Python weiterlesen

Die erste Woche mit ArchLinux

Das ist mein treues Netbook, genannt „das Büchlein“ – ein Asus EeePC 1000HE.

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Gekauft 2009, und wenn ich mich recht erinnere, hatte ich 2010 oder so zum letzten Mal das Betriebssystem komplett neu installiert. Das System war inzwischen regelrecht zugemüllt und lief etwas behäbig.

Es juckte mich darum, mal die Radikalkur zu machen und ein neues Linux darauf zu installieren. Nach 5 Jahren Ubuntu hatte ich auch mal Lust auf frischen Wind bezüglich der Distribution. Ressourcensparsam sollte sie sein, mir erlauben, selbst zu konfigurieren, was das Zeug hält, und mir aktuelle Software bieten. Heiße Kandidatinnen waren Debian testing und ArchLinux, aber nach einigem Überlegen und einigen Gesprächen mit Arch-Usern habe ich mich entschlossen, mich an ArchLinux heranzutrauen. Immerhin habe ich vor ein paar Jahren schon einmal angefangen, einen Rechner damit aufzusetzen, das dann aber mangels Zeit und Geduld zum Konfigurieren wieder ad acta gelegt…

Letzte Woche habe ich mich daran gewagt – Festplatte formatiert und mich durch die Installationsskripte gearbeitet. Die erste Woche mit ArchLinux weiterlesen

Bewerbungsskripte: Work in progress

Ich habe am Bewerb-O-Mat weitergearbeitet und jetzt ist das Projekt (mit etwas Hilfe meiner Liebsten) in einem fast benutzbaren Zustand. Das kniffligste war das Skript, das das Anschreiben mit Adressdaten befüllt.

Was ich davon will, ist: die nervige und fehleranfällige Copy-Paste- bzw. Abtipparbeit auf einmal reduzieren. Da ich bei den Jobbörsen, die ich verwende, bisher kein konsistentes Muster gefunden habe, muß das wohl händisch geschehen – aber eben nur noch einmal. Bewerbungsskripte: Work in progress weiterlesen

Gelernt: widows vermeiden in LaTeX

Als widows und orphans wird auf englisch Zeilen im Drucksatz bezeichnet, wenn die letzte Zeile eines Absatzes am Seitenanfang steht (widow) oder die erste Zeile eines Absatzes am Seitenende steht (orphan). Auf Deutsch kenne ich nur die unschönen Bezeichnungen „Schusterjungen“ und „Hurenkinder“ dafür.

Heute schrieb ich einen Brief in LaTeX, und im Drucksatz erschien eine hartnäckige derartige Zeile. Normalerweise unterbindet LaTeX das bis zu einem gewissen Grad, aber heute waren die Standardeinstellungen nicht genug. Schriftgröße verändern, die Option raggedbottom einschalten brachte nichts. Also setzte ich die Option widowpenalty auf einen sehr großen Wert (10000) und prompt funktinierte alles, wie es sollte.

Nachzulesen ist das in der LaTeX FAQ.

Bewerb-O-Mat: Mit Faulheit und Hirnschmalz das Bewerben einfacher machen – ins Unreine gedacht.

Letztens stieß ich auf einen Bericht über einen findigen Arbeitslosen, der mit C++, einer XML-Datei und einer Office-Serienbrief-Funktion automatisch Bewerbungen in schwindelerregenden Stückzahlen generiert.

Nun bin ich skeptisch über die Erfolgsaussichten einer derart generierten Bewerbung, ich halte auch nichts vom Paradigma „Viel hilft viel“ und erst recht will ich mich nicht auf jeden beliebigen Job bewerben.

Aber es gibt beim Bewerben durchaus Dinge, die mir stupide vorkommen, immer dieselben sind und die ich automatisieren könnte. Ich denke da ans Übernehmen von Adressen, AnsprechpartnerIn, Jobbezeichnung, Referenznummer etc. … – viel nervige Copy & Paste-Arbeit. So etwas könnte ein Skript doch prima machen. Bewerb-O-Mat: Mit Faulheit und Hirnschmalz das Bewerben einfacher machen – ins Unreine gedacht. weiterlesen